Rubrik: Information Worker 

...und was man dagegen tun kann. Interessante Anregungen auf Business Week Online.

Während ganz Deutschland Harald Schmidt, heute journal oder 9live schaut, verlassen Sie das Büro, gehen ins menschenleere Parkhaus zu Ihrem schicken Wagen. Zuhause gehts zum Kühlschrank, ein Bier oder den Rest Wein holen, ein paar Reste vom Vortrag oder aus der Tüte gegessen und ab ins Bett. Wenige Stunden später, der Wecker läutet, schnell unter die Dusche, zwischen dem T-Shirt und dem Hemd eine Tasse Kaffee geschlürft, vielleicht die Kinder versorgt, und marsch zurück in die Tretmühle.

Warum arbeitet man so hart – die wirklichen Gründe:

  • Schlechtes Management, schlechte Organisation im Unternehmen.
  • Viele Häuptlinge.
  • Ineffiziente Kommunikation.
  • Permanente Störungen, laufend kurzfristige Sonderaufgaben.
  • Fremdbestimmtheit des Arbeitsalltags (wer hat heute noch Respekt vor dem Zeitmanagement von anderen?).
  • Beim Implementieren neuer Dinge wird spätestens bei 90 % gestoppt und das nächste Thema begonnen.
  • Steigende Geschwindigkeit durch das Internet (wie schnell müssen nochmal Mails beantwortet werden?) und die Globalisierung.
  • Wissensarbeit wird nach Grundsätzen der Fabrikarbeit gemanaged.
  • Information Overflow

Was kann man dagegen tun – “einfache” Vorschläge:

  • Weniger zeitraubende Meetings, Nein-Sagen, PAT und PIM, Konzentration auf das Wichtige.
  • Jedes Handy und jedes Notebook hat einen Aus-Schalter. Pro Selbstbestimmung.
  • Das verbleibende Leben, die Familie, die Hobbies (wie, Hobbies?) oder auch einfach ein Buch wieder entdecken. Und geniessen.
  • Machen Sie sich selbständig. Dann können Sie die Schuld wenigstens nicht mehr auf den Chef schieben.

In diesem Sinne werde ich mich jetzt für einige Tage in den Kurzurlaub verabschieden. Danach gehts dann mit noch mehr Elan weiter ;-)

P.S.:
PAT = Persönliche Arbeitstechnik
PIM = Persönliches Informationsmanagement

Update 09.08.2005:
Wieder zurück, und es gibt weitere interessante Zusammenfassungen und Meinungen zu diesem Artikel:
Martin Roell im E-Business Weblog
Stephanie Dann im Burnout-Blog
Jochen Robes im Weiterbildungsblog

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Rubrik: Information Worker 

Dirk Lewandowski hat sein Buch Web Information Retrieval online gestellt. Eine interessante Lektüre für alle, die intensiver im Internet nach Informationen suchen. Im Buch werden wissenschaftlich fundiert die Grundlagen von Suchmaschinen behandelt. Das hilft zu verstehen, wie die viel genutzten Werkzeuge funktionieren. Wer allerdings eine schnelle Anleitung für die Recherche im Internet sucht, der wird hier nicht fündig.

via: @-web Suchmaschinen Weblog

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Rubrik: Technologien 

Sind Rechner überall und Daten praktisch (system-)grenzenlos miteinander vernetzt, dann stellen sich neue Herauforderungen. Nicht nur technische. Sergio Belluci, Direktor der TA-Swiss, stellt zurecht fest

Pervasive Computing ist nicht nur eine wirtschaftliche und technische Herausforderung – sondern auch eine ethische.

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Rubrik: Gadgets 

Springdoo aus Neuseeland bietet irgendwas an, was eine Mischung zwischen Voice- und E-Mail ist.

Springdoo is a new email service that lets you send emails in your voice from any phone, without the need for typing.

In aller Kürze funktioniert das so: Anrufen, Text aufsprechen, Kontakt auswählen. Dieser erhält dann eine Mail mit einem Link auf die Sprachdatei.

Leider gibts für Deutschland noch keine lokalen Nummern, Springdoo arbeitet aber dran. Sagen sie.

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Rubrik: Gadgets 

Das technoskop berichtet von einem neuen Handy-Display vom Toshiba-Matsushita, welches den Schatten des Fingers als Eingabequelle nutzt. Damit sind im Vergleich zu berührungsempfindlichen Schirmen dünnere und hellere Displays möglich. Auch die Fingertapper werden dadurch hoffentlich weniger – wenn man im Fingerfreiflug nicht zu sehr zittert ;-).

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Rubrik: Service 

Im Beitrag IT: Eine Frage des Alters? wurde schon gezeigt, dass es zwischen Jung und Alt keinen signifikanten Unterschied im Umgang mit IT gibt. Das ist Ergebnis einer IAO-Studie. Eine neue Studie mit dem Schwerpunkt auf Informationsarbeit läuft gerade. Wer noch nicht hat: Bitte mitmachen ;-)

Wenn es also in der Einschätzung zum eigenen Umgang mit IT keine Unterschiede zwischen den Altersgruppen gibt: Wie ist das mit der Qualifizierung für IT? Welche Möglichkeiten nutzen die einzelnen Altersgruppen?

Häufigkeit von Lernstrategien nach Altersklassen (Copyright Fraunhofer IAO, Office 21, 2004):

Lernstrategien für IT nach Altersklassen

Wie man sieht: Keine wesentlichen Unterschiede. Selbstlernen und Wissensaustausch mit Kollegen ist in allen Alterklassen das Mittel der Wahl, Schulungen und Trainings fallen durch. Hieraus kann man sicher lernen, dass Geld für vernünftige Unterstützung beim Selbstlernen gut angelegt ist und man sich – alle mitlesenden Schulungsanbieter mögen mir verzeihen – den einen oder anderen Euro bei den Schulungskosten sparen kann.

Wie sieht es eigentlich bei Problemen aus? Auch hier zeigt sich: Die Altergruppen nutzen im Wesentlichen die gleichen Möglichkeiten. Auch hier fällt auf, dass Selbsthilfe mit Versuch und Irrtum bzw. die Ratsuche bei Kollegen weit vorne liegt, der IT-Support hingegen in allen Altergruppen die letzten Plätze in der Nutzunghäufigkeit belegt. Hierzu gab es schon einen Beitrag.

Nutzungshäufigkeit von Unterstützungsformen bei IT-Problemen nach Altersklassen (Copyright Fraunhofer IAO, Office 21, 2004):

Lernstrategien für IT nach Altersklassen

BTW: Falls jemand die Zahlen zu den Charts in Tabellenform haben möchte – kurze E-Mail genügt.

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Rubrik: Information Worker 

Nachdem heise und golem gerade gemeldet haben, dass die Desktop Suchmaschine von Yahoo fertig ist, bin ich gerade über meinen Schatten gesprungen und hab sie installiert. Die Downloadgrösse ist vertretbar, auch über UMTS gings ohne zu lange Wartezeit.

Der erste Eindruck ist vielversprechend, Visio und Zip wird unterstützt. Mal sehen, ob das Tool mit den Maps des Mindmanager 6 zurecht kommt (gezippte XML-Files). Dann werde ich vom bisher präferierten Copernic umstellen.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. September 2005, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Warum wir Informationen nicht teilen, Teil 2

Gestern gabs hier im Blog den ersten Teil des Beitrags von Dave Pollard zum Thema. Heute die freie Übersetzung von Vorschlägen, wie wir besser mit Informationen umgehen:

  • Training zum persönlichen Informationsmanagement für die Mitarbeiter. Tatsächlich steht heute dieser Basis-Werkzeugkasten immer noch weit im Schatten des Zeitmanagements.
  • Organisationen müssen flach und durchgängig für Informationen sein.
  • Angenehme und richtig platzierte Plätze anbieten, in denen spontan und informell miteinander geredet werden kann.
  • Informationen in den richtigen – auch unterschiedlichen – Formen und Visualisierungen anbieten.
  • Wert auf Verständlichkeit legen, ohne dabei – wichtig! – die Dinge zu Übervereinfachen. Letzteres führt zwangsläufig zu schlechten Entscheidungen und Ergebnissen, da wesentliche Dinge nicht berücksichtigt werden.
  • Die stillen Mitarbeiter, die Mauerblümchen aktiv einbeziehen. Und auf den Flurfunk hören.
  • Vertrauensklima schaffen, damit das Nichtwissen in konstruktive Fragen mündet und nicht in Verstecken.
  • Filter für wichtige Informationen schaffen und den Mitarbeitern Methoden und Werkzeuge an die Hand geben, um Informationen zu organisieren und zu finden.
  • Enterprise Content Management als ganzheitliche Aufgabe begreifen, die nicht nur Dokumente und Web-Content sondern auch alle anderen Formen des Informationsaustausches und der (auch face-to-face) Kommunikation umfasst.
  • Einseitige Belohnungssysteme, die durch Wettbewerb den Austausch von Informationen behindern, abschaffen. Oder um hoch gewichtete Kriterien für den Wissensaustausch ergänzen.
  • Intuitive und schnelle Werkzeuge für das Informationsmanagement anbieten.

Ergänzen würde ich diese Liste um folgende Punkte:

  • Hilfen anbieten, um die Wichtigkeit von Informationen und Daten im Unternehmenskontext zu bewerten. Und gleichzeitig dazu anhalten, diese Hinweise auch mal nicht zu beachten – damit der Tellerrand keine zu hohe Hürde ist.
  • Werkzeuge und Möglichkeiten nicht nur anbieten, sondern den Mitarbeitern den Umgang damit auch nahebringen. Immer wieder.
  • Die komplette Arbeitsumgebung, vom Büro bis hin zu den Produktionsstätten, als Ort für Zusammenarbeit und Innovation begreifen und geeignet gestalten.
  • Die besten Werkzeuge und Methoden helfen nichts, wenn die Menschen nicht mitmachen. Also: Die weichen Erfolgsfaktoren von Anfang an berücksichtigen.

Etwas Eigenwerbung: Das alles umfasst der Teil work von “work.innovation” ;-)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 26. September 2005, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes | Innovation 

It’s Far Too Late and Things are Far Too Bad for Pessimism.
(Dee W. Hock, Founder & CEO of Visa International)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. September 2005, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Dave Pollard hat einen lesenswerten Beitrag dazu verfasst. Dabei geht er darauf ein, warum das so ist und gibt auch Anregungen, wie wir uns besser verhalten können. Eine schöne Zusammenfassung von Punkten, die ich auch schon häufiger in Projekten beobachtet habe.

In diesem Beitrag: Die häufigsten Probleme (in freier Übersetzung).

  • Menschen mögen es, das Rad neu zu erfinden. Das gibt einem so ein gutes Gefühl.
  • Überbringer von schlechten Nachrichten werden in die Haftung genommen. Darum erfährt das Management nichts.
  • Mitarbeiter teilen das Wissen gerne auf der gleichen Hierarchieebene – aber nicht nach oben oder unten. Aber: siehe unten.
  • Menschen akzeptieren nur die Informationen, die in ihr persönliches Gedankenmodell passen.
  • Die Unterschiedung zwischen nützlicher und unnützer Information fällt immer schwerer.
  • Kosten und Aufwand für das Suchen von Informationen werden massiv unterschätzt.
  • Menschen wissen mehr, als sie erzählen können und sie können mehr erzählen als sie aufschreiben können. (Dave Snowden)
  • Die Behaltensleistung ist abhängig von der richtigen Visualiserung (grafisch und verbal).
  • Menschen verfolgen mit der Weitergabe von Informationen Ziele: Freunde und Unbekannte erfahren mehr, Gegner oder ungeliebte Menschen dagegen weniger bis hin zur Falschinformation.
  • Sobald Mißbrauch oder negative Folgen befürchtet werden, gibt niemand Infos schriftlich weiter und auch mündlich nur sehr ungern.
  • Niemand gibt gerne zu, etwas nicht zu wissen.
  • Niemand kümmert sich um gemeinsame Informationspools. Diese sind meistens in einem jämmerlichen Zustand.
  • In dem Moment, wo Anreizsysteme auf Wettbewerb zwischen den Mitarbeitern setzen, wird auch die Informationsweitergabe auf der gleichen Hierarchieebene unterbunden.
  • Es gibt Menschen, die den Wert ihres Wissens unterschätzen – und es daher auch nicht weitergeben.
  • Jeder lernt anders, jeder nimmt Informationen in einem anderen Format auf.
  • Bonussysteme für das Teilen von Wissen funktionieren nicht.

In einem weiteren Beitrag gibts demnächst einige Vorschläge für “Workarounds”.

Link via Cydome
Update: Auch auf dem wachstumsblog gibt es eine Übersetzung des Textes von Dave Pollard.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. September 2005, Lizenz
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