Spannende Frage
. Stefanie Olsen hat für “CNET News.com”:http://news.com.com/Are+we+getting+smarter+or+dumber/2008-1008_3-5875404.html?tag=nefd.ac darüber ein Interview mit dem Hirnforscher “Mike Merzenich”:http://www.ucsf.edu/neurosc/faculty/neuro_merzenich.html geführt. In (sehr) freier Übersetzung und Zusammenfassung einige provokante Antworten aus dem Interview zum Nachdenken:
* Im Zeitalter des Internet, besser: in den letzten 20 Jahren, sind wir klüger geworden – warum, das weiß allerdings niemand.
* Unser Gehirn entwickelt sich natürlich weiter und passt sich den neuen Bedürfnissen an. Jeder muß komplexe neue Fertig- und Fähigkeiten erlernen, und das im Vergleich dramatisch schneller.
* Intelligenz bestimmt sich durch drei Faktoren: Erstens genetisch bestimmte Fähigkeiten, die uns befähigen, aber auch limitieren. Zweitens eine breite Basis an fundamentalem Wissen, welche unsere Fähigkeiten unterstützen und die Effizienz im Umgang damit ausmachen. Und drittens laden wir unser Gehirn mit hunderttausenden von Wörtern und Erlebnissen voll und vernetzen diese in den unterschiedlichsten Zusammenhängen.
* Ob wir durch das Internet intelligenter werden: Kann sein, kann auch nicht sein. Sicher ist, dass wir dramatisch mehr Informationen zur Verfügung haben, die wir für unsere Zwecke nutzen können.
* Allerdings haben wir aber das Problem, dass immer mehr Menschen das Tempo nicht durchhalten und “zurück bleiben”.
* Das Internet hilft uns beim Gewinnen von Informationen. Aber noch nicht dabei, diese in Zusammenhang zu bringen. Dazu brauchen wir die Erlebnisse und Erfahrungen.
* Unsere Fähigkeiten zum abstrakten Denken werden durch die Computer verdrängt. Mike Merzenich könnte sich vorstellen, dass der Mensch irgendwann beim Finden von Antworten keine nennenswerte Rolle mehr spielt.
* Der Mensch muss sein Gehirn unter diesen Aspekte umso dringender trainieren um die lebenslange “brain fitness” zu erhalten.
Eine weitere Erkenntnis: Beim Surfen im Internet sollte man das Hirn nicht abschalten. Im Gegenteil.
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