Rubrik: Informationsgesellschaft 

Nachdem am 2. September 2004 durch den Brand viele historischer Bücher und andere kulturellen Nachlässe vernichtet wurden, geht die Anna Amalia Bibliothek in Weimar nun verstärkt dazu über, die wertvollen Bestände zu digitalisieren und damit zu sichern. Die Werke werden im Internet zur Verfügung stehen. Bis 2007 sollen 14.000 Werke online sein.

Für die Archivierung wird weiterhin Mikrofilm eingesetzt. Für den Weg ins Internet muss dieser natürlich konvertiert werden. Über einen digitalen Fingerabdruck wird dabei sichergestellt, dass die Seiten nicht verändert werden.

Aus urheberrechtlichen Gründen werden Werke des 20. Jahrhunderts nicht online verfügbar sein. Schade. Und vielleicht ein Anlass, mal über das Urheberrecht und neue Gestaltungsmöglichkeiten zur Wahrung der Rechte und wirtschaftlichen Interessen intensiver nachzudenken.

via: silicon.de

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Rubrik: Verschiedenes | Datenschutz + Privacy 

Aus gegebenem Anlaß.

Das Notebook hat sich gerade in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Die letzte Sicherung ist genau 53 Minuten vor dem Ableben passiert. Nichts verloren ausser zwei Zeilen Text in einer Präsentation, nur etwas negativer Stress und die nächsten Tage eingeschränktes Arbeiten am Desktop.

Wenns also etwas ruhiger wird hier im Blog, dann liegt das daran, dass die rechnerfreien Zeiten in den nächsten Tagen zunehmen werden.

Harren wir also der Dinge, die der Acer-Support zustande bringen wird…

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Rubrik: Information Worker | Innovation 

Was inzwischen eine mächtige Info-Krake ist, hat einmal klein angefangen. Auf den Servern der University of Stanford ist eine sehr frühe Präsentation von Larry Page zu Google vom Januar 1998, der Steinzeit des Internet, gelagert. Unter anderem mit grundsätzlichen Überlegungen zum ominösen Pagerank. Interessant zu lesen.

Existing techniques for organizing information
- Generally do not scale well in human terms.
   - Hierarchical file systems with 25 Million Documents?
   - 50,000 search results?
- Need new techniques

(Larry Page, Founder of Google, 1998)

Ein immer noch wahres Wort. Hat Google das gesteckte Ziel also erreicht?

via: intern.de

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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung führt eine Studie zu den Erfolgsfaktoren virtueller Unternehmen durch:

Was kennzeichnet “Ihr” virtuelles Unternehmen und Ihr Aufgabenfeld? Welche Kompetenzen werden in virtuellen Unternehmen gefördert? Lassen sich Beruf und Privatleben in virtuellen Strukturen vereinbaren? Diese Themen stehen im Mittelpunkt unserer Befragung im Rahmen des Forschungsprojektes “Erfolgsfaktoren virtueller Unternehmen”.

Es winken Buchgutscheine und Erkenntnisgewinne.

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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Der Scienceticker berichtet, dass mit einer höheren Lärmbelastung ein höheres Infarktrisiko einhergeht. Forscher von der Berliner Charite analysierten in ihrer Studie von 1998 bis 2001 in 32 Berliner Krankenhäusern 4.115 Herzinfarktpatienten.

“Unsere Resultate demonstrieren, dass chronische Lärmexposition mit einem leicht bis mäßig erhöhten Herzinfarktrisiko einhergeht”, erläutert Willich.

Ab einem Lärmpegel von über 60 Dezibel setzt der Effekt ein. Gegenwärtig liegt der Grenzwert bei 85 Dezibel. Für die Büroplanung und die Arbeitsplatzgestaltung bedeutet dies, dass noch mehr Wert auf akustische Maßnahmen gelegt werden muss.

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Rubrik: Information Worker 

Gestern eine spannende Diskussion gehabt: Sind 30 E-Mails am Tag, davon 20 % wichtige E-Mails schon eine E-Mail-Flut? Das ist ein Ergebnis der Studie zur Information Worker Performance. 50 % der Teilnehmer erhalten demnach maximal 30 Mail, davon werden 20 % als wichtig eingestuft. 75 % der Teilnehmer erhalten maximal 50 Mails am Tag und stufen 50 % als wichtige Mails ein.

Die Meinungen tendierten gegen “ja, das ist eine E-Mail-Flut”. Drei Dinge wurden als Gegenmaßnahmen diskutiert:

  1. Die Anzahl von Mails verringern. Unter anderem durch ein Intranet. Ein schneller Gedanke dazu: Ist es der richtige Weg, die Flut gegen eine andere Informationsflut auszutauschen, die noch dazu mehr Aktivität und Aufwand bedeutet?
  2. Wir müssen lernen, E-Mails richtig zu verwalten
  3. Wir müssen lernen, E-Mails richtig zu schreiben

Was meinen die Leser dazu? Sind 30 Mails eine Flut? Wie soll man mit dieser umgehen?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. November 2005, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Nicholas Negroponte im Interview mit der Zeit zum Thema Information Overkill:

ZEIT: Wie wappnen Sie sich gegen den Informations-Overkill?

Negroponte: Eine Strategie ist, alles zu ignorieren und darauf zu vertrauen, dass einem schon jemand sagt, wenn etwas wichtig ist. Aber dieses Konzept ist unbefriedigend. Immer mehr Menschen stellen nun einmal immer mehr Fragen.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. November 2005, Lizenz
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Rubrik: Service 

zdnet berichtet über Studienergebnisse des IT-Service-Management-Anbieters Touchpaper aus England zum Thema Zufriedenheit und Probleme mit dem IT-Support.

“Eine neue Studie belegt: Die Fülle von Applikationen und Geräten überfordert die Anwender. Angestellte mit IT-Problemen lassen ihre Frustration an Service-Mitarbeitern aus – von Fluchen bis Bewerfen ist alles drin.”

Unter den Überschriften Zufriedenheit mit dem Support bei IT-Problemen und Potenziale im IT-Support gab es hier im work.innovation Blog vor einiger Zeit ähnliche Studienergebnisse aus Deutschland.

Die wichtigste Erkenntnis aus diesen beiden Beiträgen war, dass Investition in die soziale und emotionale Kompetenz der Support-Teams dringend notwendig sind. Das wird letztlich auch bestätigt auch eine Erkenntnis aus der England-Studie:

“Die Untersuchung zeigt, wie emotional Menschen reagieren, wenn sie ein technisches Problem haben.”

Der Rückschluss aus der Touchpaper-Studie geht allerdings – nach meiner Überzeugung – in die falsche Richtung: Man solle den Anwendern die Möglichkeit geben, sich z.B. durch Self-Service-Tools und Wissensdatenbanken selbst zu helfen. Das tun die Anwender gemäss unseren Ergebnissen auch tatsächlich – allerdings beurteilen sie dieses Vorgehen auch sehr viel schlechter als einen kompetenten IT-Support.

Die Anwender wollen sich nicht mit den Problemen beschäftigen – sie wollen funktionierende Systeme. Und wenns mal klemmt: Eine schnelle, freundliche und fundierte Lösung des Problems. Genauso wie in der Autowerkstatt oder im sonstigen Leben.

Der Titel des zdnet-Artikels ist übrigends “Helpdesk: Fluchen, Kratzen, Beißen. Was Anwender wollen”. Schön, dass wir in der deutschen Studie keine Gewalttätigkeiten gegen Supportmitarbeiter nachweisen konnten :-)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 22. November 2005, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

Es wird kalt im Winter, die Menschen haben kein Dach über dem Kopf. Es gibt keine Zelte. Kinder sind nicht gegen Infektionskrankheiten geimpft, das Essen ist knapp. Gründe genug, für die Menschen in Pakistan zu spenden.

Ein beheizbares und wetterfestes Zelt kostet 250 Euro. Spenden kann man bei allen Hilfsorganisationen. Hier spenden für Pakistan über Plan Deutschland e.V.. Ganz bequem per Kreditkarte aus der warmen Bude.

Plan Deutschland e.V.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 21. November 2005, Lizenz
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Rubrik: Information Worker | Neue Arbeitsformen 

Vielleicht sind Web-Konferenzen deswegen (noch?) effizienter, weil sie (noch?) besser vorbereitet werden. Damit das möglichst lange so bleibt, hier eine kleine Checkliste für Web-Collaboration (womit die wesentlichen Begriffe erwähnt wären ;-):

1. Vorbereitung:

  • Bedienung und Funktionalität des Systems kennen lernen. Rumpfriemeln während der Moderation ist extrem störend.
  • Einladung und Agenda zum Meeting rechtzeitig ankündigen.
  • Spätestens 24 Stunden vor dem Meeting: Link und kurze Beschreibung für das Einloggen verschicken.
  • Verfügbarkeit des Systems vor Beginn des Meetings checken.

2. Durchführung:

  • Der Moderator kommt selbstverständlich als erster.
  • Lächeln. Gleicher Effekt wie beim Telefonieren – man hört es.
  • Es gibt keine Körpersprache in virtuellen Meetings. Formulierungen also besser überlegen!
  • Den Zeigefinger sieht man nur selbst. Also verbal ankündigen, worüber man spricht.
  • Vorsicht bei Headsets mit Mikro direkt vor dem Mund: jedes Schnaufen und Räuspern wird lautstark übertragen…
  • Zu Beginn: Die Teilnehmer kurz vorstellen. Schafft Awareness. Man sieht sich schliesslich nicht persönlich.
  • “Digital Drifters”. So nennt man die Teilnehmer, die zwischendruch “weg” sind, was man aber nicht wie gewohnt mitbekommt. Feedbackmöglichkeiten einfordern, nutzen und beachten.
  • Fragen zulassen und zeitnah darauf eingehen.
  • Hilfreich ist, wenn es einen technischen und einen inhaltlichen Moderator gibt. Alles in einer Person ist schaffen nur erfahrene Moderatoren. Besonders wertvoll ist das bei technischen Problemen bei einem Teilnehmer. So kann die Besprechung für die anderen weitergehen.

3. Und danach:

  • Diskussionprotokolle generieren und verteilen.
  • ToDo’s separieren und verteilen.
  • Aktuelle Versionen der bearbeiteten Dokumente verteilen.
  • Garniert mit einem “Danke” an die Teilnehmer.
  • Der Moderator geht als letzter.

Wenn jetzt noch Stimmung und Ergebnis gut waren, dann machen die Teilnehmer gerne wieder mit.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 19. November 2005, Lizenz
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