Google greift nach immer mehr Informationsquellen.

Heute ist der nächste Google-Launch live gegangen. Golem berichtet recht ausführlich über Google Base.

Mal kurz zusammen zählen, was Google in den letzten Jahren erreicht hat:

Es gibt also keinen Informationskanal das Internet, den Google nicht indexiert. Mal abgesehen vielleicht von gopher (wer weiss eigentlich noch, was das ist?). Und bei Video/Audio sind sie auch noch (?) schwach. E-Mail und IM fehlt auch noch. Bleibt also noch etwas Arbeit für die Google-Entwickler.

In letzter Zeit kamen dann neue Dinge hinzu:

  • Mit Froogle kann man “intelligent Shoppen”
  • Mit Google Desktop kann man seine lokalen Daten indexieren. Immerhin: “Die Inhalte Ihres Computers sind über Google oder für andere Personen nicht ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung zugänglich. (Google Desktop Privacy FAQ)”. Etwas komisch mutet diese Formulierung aber schon an, denn wenn kein Backdoor installiert ist, geht das sowieso nicht.

Und in diesen Tagen:

  • Über Google Analytics kann man selbst und auch Google vielfältigste Informationen über die Besucher seiner Webseite erfahren.
  • Mit Google Base kann man jetzt seine eigenen und firmeninternen Datenbestände verwalten.

Hab ich was vergessen? Man verliert schon mal den Überblick.

IT-Frontal macht sich Gedanken über die Auswirkung von Google Base für die Geschäftsmodelle anderer Anbieter und Initiativen.

Aber abgesehen davon: Das ist doch mal ein Schritt! Von der umfassenenden, aber reinen Web-Suche hin zu den privaten Datenbeständen und User-Tracking (auch Froogle kann/könnte man so ausbauen). Alles verpackt in viele schöne kleine Services. Jeder einzelne sehr gut. Aber…

Also, so richtig geheuer ist mir das nicht. Etwas viele Daten in einer Hand…

Edit 1: Robert Basic hats gerade von der technischen Seite zerfleddert.

Edit 2: Ach ja, das Scannen der Bücher hatte ich vergessen. Gut, dass es davon noch zwei oder drei gibt…

Edit 3: Das S-O-S SEO Blog berichtet von einer Golem-Meldung die besagt, dass der Google-Webaccelerator seit kurzem wieder online ist. Surfen über das Netzwerk von Google, das als Proxy funktioniert und damit sowohl alle Anfragen als auch die Inhalte der angefragten Webseiten (auch aus unverschlüsselten Firmendatenbanken) erhält. Und ich hab mich gestern gefragt, was noch alles an Daten gesammelt werden soll…

Edit 4: Oben hatte ich gefragt, was ich in der Aufzählung der Google-Dienste vergessen habe. Viel. Patrick Kempf hat eine umfängliche Auflistung des Google Imperiums gemacht. Beeindruckend.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 16. November 2005, Lizenz
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