Wann ist die E-Mail-Flut eine Flut?
Gestern eine spannende Diskussion gehabt: Sind 30 E-Mails am Tag, davon 20 % wichtige E-Mails schon eine E-Mail-Flut? Das ist ein Ergebnis der Studie zur Information Worker Performance. 50 % der Teilnehmer erhalten demnach maximal 30 Mail, davon werden 20 % als wichtig eingestuft. 75 % der Teilnehmer erhalten maximal 50 Mails am Tag und stufen 50 % als wichtige Mails ein.
Die Meinungen tendierten gegen “ja, das ist eine E-Mail-Flut”. Drei Dinge wurden als Gegenmaßnahmen diskutiert:
- Die Anzahl von Mails verringern. Unter anderem durch ein Intranet. Ein schneller Gedanke dazu: Ist es der richtige Weg, die Flut gegen eine andere Informationsflut auszutauschen, die noch dazu mehr Aktivität und Aufwand bedeutet?
- Wir müssen lernen, E-Mails richtig zu verwalten
- Wir müssen lernen, E-Mails richtig zu schreiben
Was meinen die Leser dazu? Sind 30 Mails eine Flut? Wie soll man mit dieser umgehen?
Weiterlesen: E-Mail, Informationsflut, Werkzeuge, PIM, Arbeitstechnik
Geschrieben von Alexander Greisle am 25. November 2005, Lizenz
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Ihr Kommentar zu diesem Beitrag:
Punkt 2 “Wir müssen lernen, E-Mails richtig zu verwalten” ist sehr wichtig in meinen Augen. Wenn ich ein E-Mail-Konto mittels eines Browsers bedienen und vor etwa 20 von 30 E-Mails ein Häkchen wegklicken müsste, würde mich das schon stören. Das heißt 30 E-Mails wären eine Flut.
Nun benutze ich selber aber den im Opera-Browser integrierten E-Mail-Client und kann ganze Heerscharen von E-Mails problemlos organisieren (also auch löschen). 30 E-Mails sind da überhaupt kein Problem, also habe ich nicht den Eindruck einer Flut.
Ich glaube, der benötigte Verwaltungsaufwand setzt die Grenze, ab wann wir x E-Mails als Flut betrachten. Daher kann ich jedem nur raten, sich (kurzzeitig) intensiv mit aktuellen E-Mail-Clients auseinanderzusetzen, verschiedene zu testen und dann eine Entscheidung treffen. Denn lieber investiere ich einmal richtig (Zeit, Testaufwand, evtl. Geld) und profitiere dann auf lange Sicht, als auf die nächstbeste Lösung zu setzen und mich damit Monate/Jahre zu plagen.
@Christian: Von ähnlichen Erfahrungen berichtete diese Woche eine Workshop-Teilnehmerin. Sie hatte in ihrer Firma die Mitarbeiter in den Möglichkeiten von Outlook schulen lassen. Die Mitarbeiter waren mit Begeisterung dabei, Mailen ist jetzt effizienter in dieser Firma.
Das Werkzeug zu beherrschen ist das eine. Zu wissen, was man warum wie macht und die eine oder andere Strategie für den Umgang mit Informationen parat zu haben, das ist meiner Meinung nach ebenso wichtig. Es gibt in anderen Bereichen schöne einfache Strategien, die man auch auf Mails anwenden kann. Eisenhower, ABC-Klassifizierung, GTD-Ansätze, usw.