Rubrik: Verschiedenes 
“Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor.”
Sir Peter Ustinov (1921-2004)

Ich wünsche allen Lesern des work.innovation Blog einen guten Start ins neue Jahr. Auf ein erfolgreiches, spannendes und vor allem gesundes 2006.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 31. Dezember 2005, Lizenz
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Rubrik: Technologien 

Am Ende der Familienfeier legt die Tochter das Kamera-Handy in die Glasschüssel. Darauf hin werden am Rand der Schüssel die mit dem Handy gemachten Bilder angezeigt. Papa Bill will die Bilder aber gerne für die Oma auf Papier haben und schüttet einfach die Schüssel über dem Drucker aus (mit einer angedeuteten Schüttbewegung und ohne Handy natürlich ;-), woraufhin dieser prompt die Bilder ausdruckt.

So oder so ähnlich könnte die Interaktion mit Computern in Zukunft aussehen. Angelehnt an die gewohnte Handhabung normaler Alltagsgegenstände. Das ist die Vision der Arbeitsgruppe Computer-Mediated Living aus den Microsoft Research Labs in Cambridge. Die Forscher kombinieren verschiedene bekannte Technologien, z.B. berührungssensitive Eingabeflächen, neue Projektionstechnologien oder drahtlose Übertragungstechnologien, und schaffen damit neue Wege der Mensch-Computer-Interaktion.

2006 soll ein funktionierendes Demo-Modell fertig sein.

Am MIT arbeitet Hiroshi Ishi mit der Idee der Tangible Media an ähnlichen Ansätzen:

“People have developed sophisticated skills for sensing and manipulating our physical environments. However, most of these skills are not employed by traditional GUI (Graphical User Interface). Tangible Bits seeks to build upon these skills by giving physical form to digital information, seamlessly coupling the dual worlds of bits and atoms.”
(Quelle: MIT Tangible Media Group)

aufmerksam geworden via Technology Review, Januar 2006

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Rubrik: Feuilleton 

Rechtzeitig vor der heutigen Silvester-Völlerei, aber leider zu spät für das schlechte Gewissen über Weihnachten: Es hat nichts, aber auch gar nichts mit der Realität zu tun, wenn wir uns nach den Weihnachtsfeiertagen etwas fülliger vorkommen. Das ist alles Einbildung. Denn unser Gehirn ist gar nicht in der Lage, ein Gesamtkörperempfinden zu haben. Es bastelt sich ein Selbstbild, das schlechte Gewissen spielt sich lediglich im Kopf ab, nicht auf der Hüfte.

Alles streng wissenschaftlich. Der zugehörige Aufsatz ist in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift PLoS Biology erschienen. Wer mehr wissen möchte, kann das online im Original-Aufsatz: “Neural Basis of Body Image. How to Lose Inches at the (Perceived) Flick of the Wrist” nachlesen.

Guten Appetit! Und wer sich dieser Tage auf eine Waage stellt, ist ja schliesslich selbst schuld.

via: Technology Review, Januar 2006
Pressemeldung der UCL: Feeling fat in the festive season? It’s all in your mind

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Rubrik: Internet | Business Development 

50 Beispiele für die innovative Nutzung des Internet stellt BusinessWeek online vor. Einige spannende Beispiele aus den Web Smart 50 möchte ich kurz skizzieren. Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für Ihr Business dabei.

  • Der Klassiker ist sicherlich Apple. Mit iTunes ist es gelungen, einen vollkommen fremden Markt “aufzumischen”. Während die traditionellen Labels immer noch an einer adäquaten Antwort auf das Internet arbeiten, ist es einem Branchenneuling gelungen, neue Services zu etablieren und damit gutes Geld zu verdienen.
  • Continental Airlines nutzt Informationen aus dem aktuellen Flugverkehr um erweiterte Kundenservices online anzubieten. Das können z.B. Benachrichtigungen bei sich abzeichnenden Verspätungen sein.
  • Intuit, der eine oder andere mag es von den Finanztools QuickBooks und Quicken kennen, hat mit dem Wiki TaxAlmanac.org eine sehr aktive und hoch frequentierte Fach-Community ins Leben gerufen. Der Nutzen? Ein professionelles Netzwerk wurde aufgebaut und eine hochwertige Wissensbasis installiert. Eine hervorragende Ausgangsbasis für weitere Produktinnovationen.
  • 75 % weniger E-Mail-Verkehr in den Projekten hat Dresdner Kleinwort Wasserstein durch die intensive Nutzung von Wikis und Blogs realisiert. Dadurch und durch die Halbierung von Meetingzeiten wurde eine deutliche Performancesteigerung bei den Mitarbeitern erreicht.
  • Lego nutzt das Internet für kostengünstiges Marketing. So wurde z.B. ein neuer Lokomotiven-Bausatz vorab mit 250 enthusiastischen Fans entwickelt und diskutiert. Diese sorgen über Mund-zu-Mund-Propaganda im Internet dafür, dass innerhalb weniger Wochen die ersten 10.000 Einheiten verkauft werden konnten.

Schöne Erfolgsgeschichten die zeigen, dass mit guten Ideen und der richtigen Umsetzung enorme Potenziale erschlossen werden können. Aufgabe für die Unternehmen ist es jetzt “nur” noch, die eigene zu ermöglichen.

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Rubrik: Innovation | Service 

Angebliche Sparnünftigkeit und geiler Geiz sorgen drücken immer noch auf die Preise, auch wenn vorsichtige gegenläufige Tendenzen auszumachen sind. Diese unterstützen aber eher den zweiten Trend hin zu hochwertigen Produkten und Qualität. Auch sind wieder mehr Leute bereit, für guten Service zu bezahlen.

Auf das Mittelpreissegment wird so von oben und von unten Druck ausgeübt:


(Grafik in Anlehnung an einen Vortrag von Hermann Bröker, Vorstand der Dronco AG)

Auf dieser Basis einige Überlegungen zu Strategie und Preisfindung:

  • “Preis wert” statt “Geiz ist geil”
  • Innovative Produkte sind deutlich preisunelastischer
  • Guter Service ist ein Merkmal, welches für die kaufkräftige Kundenschicht wieder relevat wird
  • Neue Servicekonzepte sind ein vergleichsweise einfach und schnell umzusetzendes Werkzeug zur Positionierung
  • Innovative Unternehmen sind dem Preis- und Wettbewerbsdruck deutlich weniger ausgesetzt
  • Wenn die Wertschöpfung bei hochpreisigen Produkten geringer (aber immer noch hoch) ausfallen wird, so könnten neue Produkte und Services im “noch höherwertigeren” bzw. Luxus-Bereich die Wertschöpfung weiter steigen lassen.

Edit, aufgrund Nachfrage: In der Grafik zeigt die Fläche das Volumen der Wertschöpfung. “Hochpreis + Service” wird also im Lauf der Zeit insgesamt eine noch höhere Wertschöpfung erzielen.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 29. Dezember 2005, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

Weihnachten rückt näher und inzwischen dürften die ersten vorweihnachtlichen Gefühle auch den oder die letzten, trotz allem Jahresendstress, eingeholt haben. Ich möchte mich bei der wachsenden Leserschaft des work.innovation Blog ganz herzlich bedanken und wünsche schöne Feiertage mit etwas Zeit zum Nachdenken und Kräfte schöpfen. Und – wenn wir uns vorher nicht mehr lesen – einen guten Start in ein spannendes, erfolgreiches und vor allem gesunden neues Jahr 2006.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 22. Dezember 2005, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Bücher über Zeitmanagement gibt es viele, Bücher über Outlook auch. Jetzt gibt es ein Buch über Zeitmanagement mit Outlook. Von einem recht prominenten Autorenteam: Lothar Seiwert, dem deutschen Zeitmanagement-Papst, Holger Wöltje, einen Trainer und Coach, und Christian Obermayr, Produktmanager für Office bei Microsoft.

Man merkt dem Buch an, dass die Autoren wissen, von was sie schreiben. Die bekannten Methoden für das Zeitmanagement sind verpackt in praktische und gut nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Dazu gehört auch und gerade der Umgang mit E-Mails und die Zusammenarbeit im Team. Das Zusatzprogramm OneNote, ebenfalls von Microsoft, wird zur Verwaltung von Ideen und Notizen in einem Abschnitt mit behandelt.

Alles in allem: Gut verständlich für den Neuling in Outlook, aber auch für die alten Hasen hat es gute Tipps dabei. Der Schreibstil ist locker und gut verständlich, die Aufmachung sehr übersichtlich.

Neben dem Buch erhält ma eine DVD mit ca. dreistündigem Video-Seminar. Was ich allerdings noch nicht angesehen habe.

Ein sehr lesenswertes Buch.

Link zu Amazon

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Geschrieben von Alexander Greisle am 22. Dezember 2005, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Gadgets 

Kensington hat wieder zwei interessante Gadgets für den mobilen Menschen entwickelt. Diesmal zwei neue Dockingstations. Die Portable Universal Dockingstation ist eine traditionelle Dockingstation, oder eher ein Port-Replicator, mit einer recht kompletten Ausstattung an Schnittstellen: USB, Parallel/Drucker, seriell, Netzwerk und PS/2. Nur ein Anschluß für einen externen Monitor sowie Audio fehlt.

Interessant ist das Konzept der Notebook Station USB:

Kensington Notebook Station USB

Mit dieser Dockingstation wird ein externer Monitor überflüssig, das Display des Notebooks übernimmt diese Funktion. Über eine arretierbare Höhenverstellung kann der Bildschirm dabei auf eine ergonomische Höhe gebracht werden. Das Notebook lässt sich einfach einsetzen und über den integrierten USB-Hub schnell mit weiterer Peripherie verbinden.

Ein integrierter Konzepthalter und die drehbare Plattform zum schnellen Präsentieren von dargestellten Inhalten sind weitere gut durchdachte Details.

Aufmerksam geworden über das Mattig-Blog bei Focus Online

Edit, 20.12.06: Von Targus und Logitech gibts inzwischen Konkurrenzmodelle.

Edit, 01.03.07: Die Produktvielfalt mausert sich. Das Bandscheibenblog macht auf das Ambir Xbrand 360° Laptop Stand aufmerksam und hat einen Test von eben diesem und dem oben beschriebenen Kensington-Modell ausgegraben.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 21. Dezember 2005, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

Newsreader sind in der Zielgruppe dieses Blogs leider noch nicht so weit verbreitet. Deshalb bin ich schon länger auf der Suche nach einer einfachen Möglichkeit, die Beiträge des work.innovation Blog per E-Mail-Abo anzubieten. Bei Bernd Röthlingshöfer bin ich jetzt auf den Dienst FeedBlitz aufmerksam geworden.

Und so soll es sein: Ab sofort können die Beiträge per E-Mail gelesen werden. Details gibts rechts im Abschnitt “Services”. Viel Spaß.

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Rubrik: Innovation | Wirtschaft 

Im aktuell so gefeierten Kompromiss der EU sollen ca. 35 % der Forschungsgelder gestrichen werden (Quelle: Silvana Koch-Mehrin). Angeblich ist dieser Kompromiss ja der große Könnensbeweis unserer neuen Regierung.

Das sind nicht nur Forschungsgelder für Universitäten und Großunternehmen. Es steht zu erwarten, dass davon auch viele Programme gerade für die Wirtschaft und die Regionen, also bzw. gerade Bereiche ohne Lobby in Brüssel, betroffen sein werden.

Am Rande dieser Tatsache möchte ich daher auf folgende Beiträge hier im Blog verweisen:

Der Kompromiss, der übrigends – auch wenn es nach der Berichterstattung und den “Feierlichkeiten” so scheint – noch nicht durch ist (das EU-Parlament wird im Verfahren noch weitreichende Änderungen durchsetzen können), könnte sich noch als Pyrrhussieg erweisen.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 21. Dezember 2005, Lizenz
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