Das “Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)”:http://www.zew.de/ und die “KfW Bankengruppe”:http://www.kfw.de/ haben im Auftrag des Bundesforschungsministeriums untersucht, wie sich “Forschung und Entwicklung in deutschen KMU”:http://www.zew.de/de/presse/presse.php?action=article_show&LFDNR=522 darstellt. Es wurden fünf Typen identifiziert:
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# *High-Tech-Startups* mit einem sehr hohen Innovationsaufwand. Das sind etwa 5.000 Unternehmen mit einem FuE-Budget von bis zu 10 % des Umsatzes.
# *FuE-Dienstleister* sind dagegen ältere Unternehmen mit einem Budget von bis zu 25 % des Umsatzes. Das sind etwa 2.000 Unternehmen.
# *Regelmässig forschende KMU* geben über 3 Millarden Euro jährlich für FuE und Innovation aus. Damit stellen sie > 50 % der FuE-Ausgaben im Mittelstand. Das sind etwa 29.000 Unternehmen.
# *Erfolgreich innovierende KMU* haben kein regelmässiges FuE- bzw. Innovationsbudget. Das sind immerhin rund 50.000 Unternehmen. Also schon deutlich mehr als die drei vorhergehenden Gruppen. Charakteristisch ist, dass diese Gruppe Innovationen von anderen aufgreift um diese angepasst am Markt anzubieten. Die Autoren der Studie beschreiben das als “imitierend innovatives” Verhalten.
# *KMU ohne erfolgreiche Innovationen* stellen mit circa 55.000 Unternehmen die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Im Schnitt sind diese kleiner als die Unternehmen der anderen Gruppe – sowohl bezüglich der Mitarbeiteranzahl als auch bezüglich der Profitabilität.
Das impliziert einen Zusammenhang aus Innovationsstärke und wirtschaftlichem Erfolg. Umso mehr ist es schade, dass lediglich 1/4 der kleinen und mittelständischen Unternehmen die strategische Bedeutung von konsequenter Innovation erkannt hat. Die Zahlen sind übrigends Jahrgang 2003.
Interessant sind auch die für die verschiedenen Typen abgeleiteten wirtschaftspolitischen Maßnahmen, der Einfachheit hier zusammengefasst:
* Positives Wirtschaftsklima
* Bereitstellen von günstigen Finanzmitteln für die verschiedenen Phasen des Innovationsprozesses bis hin zum Markteintritt,
* Funktionierende und zugängliche Wagniskapitalmärkte,
* Die sich abzeichnende verstärkte Konkurrenz durch Hochschulinstitute und andere Forschungseinrichtungen vermeiden,
* Durch indirekte Förderinstrumente und eine angepasste FuE-Einstiegsförderung (z.B. über Kostenentlastung oder nachrangige Kredite) die Attraktivität erhöhen,
* Maßnahmen, um die Verfügbarkeit und den Preis von kritischen Erfolgsaktoren, wie z.B. Personal und Know How, zu verbessern.
Leider nicht berücksichtigt ist der Aspekt, dass Unternehmen zunächst lernen müssen, wie das ganze Ding mit dieser Innovation funktioniert. Hier erscheint mir, nicht zuletzt aus vielen Diskussionen in letzter Zeit, einiger Nachholbedarf in kleinen und (auch grösseren) mittleren Unternehmen zu bestehen.
Quelle: “Pressemeldung des ZEW”:http://www.zew.de/de/presse/presse.php?action=article_show&LFDNR=522

