Nach Michael Hammers Six Steps to Operational Innovation hat nun Guy Kawasaki mit The Art of Innovation 9 Regeln zusammen gestellt.

Die beiden ergänzen sich gut: Kawasaki legt den Fokus mehr auf den Markt, Hammer mehr auf die internen Faktoren.

Wieder in einer reichlich freien Übersetzung:

  1. Jump to the next curve: Weniger in den bestehenden Kategorien denken, mehr in neuen. Neue Ansätze für neue Märkte. Wirkliche Innovation entsteht, wenn Unternehmen mehr tun als Verbesserungen. Oder noch besser: Neue Märkte erfinden.
  2. Don’t worry, be crappy: Innovatoren zögern nicht, auch neue Produkte auf den Markt zu bringen, die noch unfertige Elemente haben. Wirklich innovative Produkte sind selten auf den ersten Wurf perfekt. Wartet man auf die Perfektion, dann kommt das Produkt nie auf den Markt.
  3. Churn, baby, churn: Lösungen schnell anzubieten bedeutet nicht, sich dann zurück lehnen. Jetzt gilt es, diese konsequent und zeitnah weiterzuentwickeln und neue Versionen auf den Mark zu bringen. Auch wenn es vielleicht schwer fällt, Fehler am eigenen Baby einzuräumen. “Innovation is not an event. It’s a process.”
  4. Don’t be afraid to polarize people: Es geht nicht darum, jeden mit einem neuen Produkt glücklich zu machen. Im Gegenteil, das fördert Mittelmässigkeit. Wichtig ist, dass die Bedürfnisse der Zielgruppe befriedigt werden. Und die Quick-Wins.
  5. Break down the barriers: Innovative Produkte verkaufen sich nicht einfach. Tatsächlich ist es so, dass es umso schwerer wird, je innovativer die Lösung ist. Denn erfordert ein Umdenken bei den Menschen. Einer der besten Wege ist, die (potenziellen) Kunden zu beteiligen und sie die Lösungen testen zu lassen.
  6. Let a hundred flowers blossom: Flexibel sein. Beobachten, wie die Kunden die innovative Lösung nutzen – und das dann ausbauen. Kein falscher Stolz an dieser Stelle.
  7. Think digital, act analog: Ziel von Innovation sind zufriedene Menschen, nicht tolle Lösungen und coole Produkte. Es ist gut, alle modernen Werkzeuge zu nutzen – damit Unternehmen konkrete Kundenbedürfnisse befriedigen.
  8. Never ask people to do what you wouldn’t do: Der naheliegende Test. Würden Sie es tun? Könnte Ihre Familie es benutzen? Und Ihre MitarbeiterInnen? Nein? Warum sollten es dann die Kunden?
  9. Don’t let the bozos grind you down: Gründe warum etwas nicht geht, die gibt es zur genüge. Und Menschen die Ihnen genau das sagen auch. Aber: Es geht um die “next curve” – und die gehorcht vielleicht anderen Regeln. Das heißt ja nicht, dass man den gesunden Menschenverstand ausschalten soll…

Weiterlesen: , , ,
Geschrieben von Alexander Greisle am 12. Januar 2006, Lizenz
Details/Permalink | Trackback URL | per E-Mail versenden |  | Drucken | Diskussion (1)