RSS-Feed: Komplett oder als Appetizer?

Eine interessante Diskussion über den sinnvollen Umfang des zum Blog gehörenden “RSS-Feeds”:http://de.wikipedia.org/wiki/Rss entwickelt sich im “JobBlog von Marcel Widmer”:http://www.jobblog.ch/rss-feed-voll-oder-halbvoll-556/ und bei “esse est percipi”:http://www.qxm.de/digitalewelt/20060119-114109/vollfeeds-sind-fastfood: Soll der zum Blog gehörende Feed die kompletten Beiträge enthalten oder reichen z.B. die ersten 200 Zeichen eines Beitrags (nennen wir es mal vorerst mal “Appetizer”). Die Argumente quer Beet zusammengefasst:

Pro “Appetizer” im Feed:

* “Vollfeeds sind Fastfood”:http://www.qxm.de/digitalewelt/20060119-114109/vollfeeds-sind-fastfood, im Blog liest man stilvoller.
* In der Gestaltung des Blogs steckt eine Menge Arbeit und Zusatznutzen. Und beides geht verloren, wenn nur der Feed gelesen wird.
* Vollfeeds geben die Inhalte voll automatisiert weiter. Man weiß nicht, wer so ohne grossen Aufwand Content-Klau betreibt.
* Das Blog ist der “kultiviert gedeckte Tisch” für die Beiträge. Das Auge isst mit.
* Nur Klicks auf das Blog bringen statistikrelevante Daten in den diversen Countern.

Pro “Vollbeitrag” im Feed:

* Der Inhalt, die Information zählt, nicht die Verpackung.
* Lesen im Feed-Reader ist bei der Menge an abonnierten Blogs und Feeds deutlich schneller.
* Es gibt Leser, die einen “Appetizer”-Feed eher wieder löschen – und damit sind unter Umständen Leser verloren gegangen.
* Auf den Link zum Beitrag wird trotzdem geklickt, gerade wegen der Verpackung und dem Zusatznutzen.
* Ein Feed ist auf unterschiedlichen Endgeräten, auch für unterwegs, besser darzustellen als eine komplexe Webseite. Blogs sind eher komplex in der Darstellung.

Für mich wiegen die Argumente pro “Vollbeitrag” höher. Auch ich lese gerne, viel und am liebsten unverkrüppelt im Feed-Reader. Anders bekomme ich die zunehmende Vielfalt an interessanten Informationsquellen und Blogs gar nicht mehr in den Griff.

Inhaltlich interessante Seiten und Blogs besuche ich trotzden: für einen Kommentar, für einen Blick auf die Blogroll oder um zu sehen, was es sonst Neues gibt. Das sind meine Appetizer für den Besuch auf einer Seite/einem Blog. Dazu braucht es keine “Zwänge” in Form von abgeschnittenen Beiträgen. Eher im Gegenteil.

Darum gilt hier die Maxime: Es soll der Leserschaft des work.innovatin Blog überlassen bleiben, über welchen Kanal die Beiträge abgerufen werden. Daher gibts im work.innovation Blog mehrere Möglichkeiten, das Blog zu lesen – je nach Bedarf:

# Natürlich im Internet-Browser, egal ob Internet Explorer, Opera, Firefox oder andere.
# Über einen “Feed”:http://www.work-innovation.de/blog/wassindweblogs/ mit den vollständigen Beiträgen. Besuche auf der Webseite sind dabei immer gerne gesehen ;-)
# Über ein “E-Mail-Abo”:http://www.work-innovation.de/blog/emailabo welches täglich die Beiträge des vergangenen Tages – sofern welche geschrieben wurden – automatisch als E-Mail-Newsletter verschickt.
# In Form einer “Acrobat-Datei (pdf)”:http://rss2pdf.com/?img=1&url=http://www.work-innovation.de/blog/feed/ mit den aktuellen 10 Beiträge zum lokalen Archivieren oder weil einem das Lesen so besser gefällt.

All diese Möglichkeiten – und wenn neue dazu kommen auch diese – finden Sie in der Rubrik “Services” auf der rechten Seite.


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2 Responses to RSS-Feed: Komplett oder als Appetizer?

  1. Christian says:

    Folgendes Argument für “Vollbeitrag” ist meiner Meinung nach nicht haltbar:
    “Ein Feed ist auf unterschiedlichen Endgeräten, auch für unterwegs, besser darzustellen als eine komplexe Webseite. Blogs sind eher komplex in der Darstellung.”

    Wozu gibt es CSS? Wenn schon zwischen Screen und Print unterschieden wird, kann man auch noch eine Minimalst-Version der Website anbieten.

    Und “Es gibt Leser, die einen “Appetizerâ€?-Feed eher wieder löschen – und damit sind unter Umständen Leser verloren gegangen.” ist wohl auch kein Argument für “Vollbeiträge”. … Entweder der Appetizer zeigt wirkung, oder eben nicht.

    Anderes Gegenargument: Wenn mir der Anfang eines Textes keinen Heißhunger auf den weiteren Text macht, ist es egal, ob ich in diesem Moment den Artikel vollständig oder nur teilweise vor mir habe. Er wird einfach nicht weiter beachtet. Fertig.

  2. CSS hilft nur bedingt. Der Browser meines Smartphones und meines PDAs kümmert sich nicht wirklich um CSS. Traurig, aber ist so. Hört auf den Namen Internet Explorer und ist (leider) weit verbreitet. Mit dem E-Mail-Abo oder dem Feed-Reader auf dem PDA hab ich diesen Ärger erst gar nicht.

    Mir geht es so, dass verkürzte Feeds praktisch von Beginn an einen Minuspunkt haben. Das hat nichts mit der Güte als/des Appetizer zu tun. Sondern schlicht und einfach damit, dass ich im FeedDemon viel schneller lesen kann. Ich hab ein gutes Stück über 200 davon abonniert. Und nein, ich bin nicht einen halben Tag damit beschäftigt. Ich lese kaum noch Websites regelmässig, nur noch situtationsbezogen.

    Anders formuliert: Die Zugänglichkeit von Informationen wird für mich immer mehr ein erstes Selektionskriterium. Eines, welches sehr schnell und einfach funktioniert.

    Das ist halt eine andere Herangehensweise. Ich gebe Dir aber vollkommen recht was die “Schreibe” angeht. Da reichen oft einige Sätze um zu sehen, obs “passt” – wozu auch immer.

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