Rubrik: Wirtschaft | Informationsgesellschaft | Medienkompetenz 

Sind traditionelle Märkte sicher? Und wie schnell kann aus einer vermeintlichen Sicherheit ein komplett revolutionierter Markt entstehen? Zwei Videos handeln davon, wie bestehende Märkte – einmal die Financial Services und einmal der Informations- und Zeitschriftenmarkt – von neuen, hoch dynamischen Internet-Companies revolutioniert werden könnten. Bis zum Jahr 2015 (also in nicht mal 10 Jahren).

Beide Videos sind unter anderem von der hohen Dynamik der Entwicklungen der großen Internet-Erfolgsgeschichten Google, Amazon und eBay inspiriert. Und von möglichen Fusionen dieser drei. Science Fiction? Sehen Sie selbst:

  • Sean Park, Head of Digital Markets and Credit Flow Products bei Dresdner Kleinwort Wasserstein (der Investment-Bereich der Dresdner Bank), macht sich Gedanken darüber, wie der “Global Financial Services Market” im Jahr 2015 aussieht. Zum Video…
  • Robin Sloan und Matt Thompson machen sich Gedanken darüber, wie der Medien- und Nachrichtenmarkt sich seit der Erfindung des Internets verändert hat und sich bis zum Jahr 2014 verändern wird. Auf Deutsch übersetzt von aperto. Zum Video…

(Achtung: Beide Videos sind mehrere MB groß und laden entsprechend lange!)

Bei der einen oder anderen Idee dieser Videos sind Ähnlichkeiten zu kürzlich Geschehenem, z.B. dem Kauf von PayPal durch eBay, offensichtlich.

Spannende Visionen, beide nicht so weit hergeholt, dass man sie komplett ausschliessen kann. Die Zukunft bleibt in Bewegung.

Danke an Webonomy und das Webmaster & SEO Blog für das Finden und die Hinweise zu diesen Videos.

Edit: In seinem Blog beschreibt Sean Park ausführlich seine Überlegungen

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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

Aufgrund der Diskussionen über Sinn und Nutzen von vollständigen vs. Teaser-Newsfeeds, z.B. bei Robert Basic, Darren Rowse und Marcel Widmer, habe ich mich entschlossen, beide Varianten anzubieten. Aus zwei Gründen:

  1. finden einige Leser es übersichtlicher, zunächst nur einen Teaser zu lesen.
  2. ist der Hinweis auf die zunehmende Unlesbarkeit von Fullfeeds aufgrund der eher nicht so ausgereiften Usability in Online-Readern wie Bloglines richtig (ein Grund, warum ich beim FeedDemon bleibe).

Für alle anderen stehen wie gewohnt und ohne Änderung die vollständigen Texte zur Verfügung.

Für alle, die umstellen wollen: Der Link auf den Teaser-Feed ist http://feeds.feedburner.com/workinnovation_short.

Wer Content aus diesem Blog auf seinen Seiten klauen anbieten möchte, verwendet bitte den Teaser-Feed.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Service | Wirtschaft | Business Development 

Zitat aus dem im vorherigen Beitrag zitierten Artikel des San Francisco Chronicle

“We are shifting from an economy that is industrially focused to one that relies on creativity for the consumer.” (Doug Henton)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 27. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Wirtschaft | Informationsgesellschaft 

Hoch interessanter Beitrag im San Francisco Chronicle über das Silicon Valley, das sich neu erfindet: Silicon Valley 2.0. High-tech hub bets on creativity – but not everybody gets to be a winner.

Der Artikel beschreibt, neben statistischen Zahlen, Erfolgsfaktoren für das Innovationscluster Silicon Valley. Und Überlegungen, wie die zentrale Position in Zukunft gehalten werden soll. Ziel ist unter anderem, den Wegfall von solchen Jobs im Silicon Valley 1.0 zu kompensieren, die aufgrund des Routinecharakters woanders günstiger erledigt werden können.

“The picture that emerges from the report suggests a region re-emerging as the concept capital of the planet, creating fewer but highly skilled jobs.”

Einige wesentliche Erfolgsfaktoren, wie üblich in freier Übersetzung:

  • Ein konstant hoher Anteil an Risikokapital. Nicht im Sinne von Heuschrecken, sondern im Sinne von “Dinge ermöglichen”.
  • Unternehmer, die zum Teil bereits mit dem dritten oder vierten Start-Up am Start sind. Mit wertvollen Erfahrungen und immer neuen Ideen. Dazu braucht es unter anderem die richtige Kultur.
  • Die Besten holen, gleichzeitig aber die Infrastruktur schaffen, dass der Nachwuchs vor Ort heranwachsen kann. Das ist nachhaltig.
  • Dazu die notwendigen Kenntnisse früh vermitteln. Die statistischen Zahlen zeigen, dass dies ein wesentlicher Punkt für eine erfolgreiche Ausbildung und damit die späteren Job-Chancen ist.
  • Ein stetiger Zuzug neuer Technologien. Von IT und dot.com hin zu Bio- und Nanotechnologie. Offensichtlich stimmen die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen unabhängig von der Branche.
  • Es gibt vermehrt Firmen die nichts anderes tun, als anderen Firmen zu helfen, neue Produkte und Services zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.

Interessante Anregungen, entsprungen aus einer Erfolgsstory, die auch für deutsche Standorte überlegenswert sind.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 27. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

Unsere Schweizer Nachbarn fallen immer häufiger durch Blogs mit Mehrwert auf. Neuestes Beispiel: Ekston Insulting.

Besonders schön: Die Idee der Learning Sheets.

“Hier wollen wir aber noch einen Schritt weitergehen und eine Art ‘freies Wissen’ zur Verfügung stellen. In kleinen Häppchen, asortierte Themen anschneiden und einen kleinen Überblick verschaffen. Sowohl als Gedankenanstoss wie auch als kleines Nachschlagewerk.” (Ekston Insulting)

Den Anfang macht ein Learning Sheet zum Thema Risk Management

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Geschrieben von Alexander Greisle am 27. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Feuilleton 

Japanische Art, Kartoffeln zu schälen.Gerde noch rechtzeitig zum Vorbereiten des Sonntagsbratens: Die japanische Art, eine Kartoffel zu schälen. Interessante Technik.

P.S.: Mit Sound wird das Erlebnis perfekt.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 26. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

Eine schöne Seite hat Marcel Widmer in seinem JobBlog entdeckt:

Marco macht sich Gedanken darüber, “was aus einem wird mit der neugewonnenen turbo-erleuchtung und indoktrinierten allwissenheit.” Und was Unternehmen einem Absolventen tatsächlich bieten (können). Sehr schön.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Innovation | Neue Arbeitsformen 

Passend zum vorherigen Beitrag Flächendeckendes WLAN in London finde ich gerade bei Om Malik den Beitrag The New Office Space. Die Kernaussage:

“Forget Palo Alto garages — San Francisco coffee shops are where to get your startup off the ground. Internet cafes are emerging as an important place to get work done, hold meetings and network.”

Zentral ist dabei der einfache und breitbandige Zugang zu den Ressourcen im Internet. In Kombination mit günstigen Hosting-Lösungen, inzwischen ausgereiften Web-Collaboration-Tools, vielleicht auch einigen Web 2.0-Anwendungen und nicht zuletzt dem Trend zu Homezone-Lösungen der Mobilfunkprovider entsteht so – relativ unbeobachtet – eine neue Arbeitsumgebung mit Mehrwert.

Bei Om Malik sind auch einige der Nebeneffekte angesprochen, etwa die zurückgehende Bereitschaft der Cafes, das WLAN kostenlos anzubieten. Allerdings ergeben sich auch interessante Modelle, jenseits des Verkaufens von Kaffee, z.B. über Gebühren für sicheres Wireless LAN. IFTF’s Future Now geht in diesem Zusammenhang sogar so weit, die Geschäftsmodelle von Cafes zu erweitern:

“...but the notion that cafes can legitimately be thought of as business places (and not just to sell coffee, but to conduct a wide variety of businesses) has a lovely early modern quality about it.”

Interessante Gedanken. Beobachte ich mein Arbeitsverhalten im letzten Jahr, dann bekommt die hier skizzierte Arbeitsweise eine immer höhere Bedeutung. Noch kein sehr hoher Anteil, aber mit deutlich steigender Tendenz.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 24. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Technologien 

Zumindest in der City of London, der “Square Mile”, soll ein dichtes WLAN-Netz entstehen. Für Besucher ebenso wie für die dort Beschäftigten. Zu “nutzerfreundlichen Bedingungen”. Rettungsdienste und öffentliche Einrichtungen sollen über dieses multimedia-fähige WLAN einen sicheren Zugang in eigene Netze bekommen.

In einem Zeitraum von sechs Monaten soll die dazu notwendige Netzwerkinfrastruktur in die bestehende Strasseninfrastruktur, z.B. die Laternen und Strassenschilder, integriert werden. Realisiert wird das WLAN von The Cloud, einem interessanten Provider, der auch in Deutschland recht aktiv ist.

Deutsche Meldung bei ECIN
Englische Meldung bei The Cloud

Spannende Entwicklungen, die die Möglichkeiten zum mobiles Arbeiten “always on” mit breitbandigen Datenzugängen erweitern. Richtig benutzerfreundlich werden solche Lösungen dann sein, wenn ein einfaches und für den Nutzer transparentes Roaming zwischen verschiedenen Netzwerken möglich ist. Oder The Cloud für Firmen interessante Konditionen bietet und eine zuverlässige technische Abschottung des eingenen Datenverkehrs und eine garantierte Bandbreite zur Verfügung stellt. Das könnte gerade kleine Firmen dazu bringen, auf ein eigenes Netzwerk zu verzichten. Schaun mer mal.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 24. Februar 2006, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Business Development 

In letzter Zeit mehren sich die Gespräche über die Rolle des Büros als Arbeitsumgebung bei der aktiven Gestaltung der täglichen Arbeit. Typische Anlässe sind noch Umzüge und Neubauten. Verstärkt allerdings auch die Erkenntnis, dass die traditionellen Bürostrukturen nur noch selten auf die modernen Anforderungen passen: “Da muß doch was zu holen sein”.

Fünf Anregungen, um intensiver über die Rolle des Büros für die Organisationsgestaltung nachzudenken:

  1. Flexibilität bei organisatorischen Veränderungen: Organisatorische Änderungen sind heute an der Tagesordnung. Häufig findet man in Unternehmen Situationen vor, wo diese nicht oder nur unvollständig in die Belegungssituation umgesetzt sind. Nach einer Umorganisation sitzen dann plötzlich die Abteilungen nicht mehr zusammen, sind über die Stockwerke verstreut und kennen sich nur flüchtig. Der logistische Aufwand ist zu hoch und die nächste Umorganisation kommt ja eh bald. Wie kann man das lösen? Eine Ausstattung, sowohl des Arbeitsplatzes als auch der Technik, die auf den schnellen Umzug vorbereitet sind. Best Practice: In 15 Minuten an einem neuen Arbeitsplatz vollständig arbeitsfähig sein. Nicht schwer, nur selten realisiert.
  2. Kommunikation fördern: Innovation genauso wie Problemlösung benötigt das “miteinander Reden”. Nicht immer kann und muß das als Meeting geplant werden, sehr häufig ist spontan und informell zielführender. Wie kann man das abbilden? Zum Beispiel über offene Kommunikationspunkte an Schnittstellen, die alles bereit halten, was zur Arbeit benötigt wird. Oder über Kaffeeküchen, die vom lieblosen Schattendasein am Ende des Ganges erlöst werden und zentral mit hoher Begegnungsqualität aktiv eingesetzt werden. Inklusive der dann notwendigen anderen Art der Mitarbeiterführung.
  3. Prozesse optimieren, Wege verkürzen: Hundert Meter Laufweg und zwei Stockwerke entfernt sitzt die Kollegin, die für den Vorgängerschritt im Prozess zuständig ist. Ein Problem taucht auf, man müßte “nur” kurz bei ihr vorbei laufen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert? Oder doch eine E-Mail geschrieben wird. Und nach der Antwort nochmal rückgefragt werden muß. Wäre man kurz persönlich vorbei gegangen, wäre es schnell erledigt. So hat man Liegezeiten und Reibungsverluste. Wie wenig Kommunikation über Distanzen im Büro funktioniert beschreibt dieser Blogbeitrag. Lohnenswert wäre es zu überlegen, ob durch eine räumliche Nähe hier Verbesserungen erreicht werden können. Das ist mit Knobeleien verbunden, die sich lohnen.
  4. Kreative Lösungen fördern: Wie läuft ein kreativer Prozeß? Nach dem man sich über ein Problem bewußt wurde, wird dieses intensiv bearbeitet und diskutiert. Während der sogenannten Inkubationsphase arbeitet das Unterbewusstsein am Problem, das neue Wissen über das Problem wird mit Erfahrungswissen verknüpft. Dies passiert in Entspannungsphasen, z.B. beim Sport, an der roten Ampel oder unter der Dusche. Ergebnisse sind die sogenannten Geistesblitze, welche einem der Lösung näher bringen. Diese wiederum werden validiert und diskutiert bevor sie dann umgesetzt werden. Rhetorische Frage: Unterstützen die traditionellen Büros diesen Prozess optimal? Vielleicht noch bei der Problemfindung und der Recherche, bereits bei der Diskussion von Aufgabe und Lösungsansätzen mit anderen sind sie oft kontraproduktiv. Für Inkubation und Geistesblitze sind traditionelle Büros nicht die richtige Umgebung. Allerdings existieren gute Ansätze, diese Kreativitätsphasen durch einen Mix von Arbeitsmöglichkeiten sehr gut zu unterstützen. Vom ruhigen Arbeitsplatz für die Konzentration über gute Kommunikationszonen bis hin zu “spinnerten” Flächen in guten Kreativräumen.
  5. Schwachstellen auflösen: Probleme und Fälle werden “über die Mauer gekippt”, die Stimmung untereinander ist nicht optimal, das Verständnis für den gesamten Prozess ist nicht ausgeprägt, die rechte Hand weiß nicht, was die linke tut. Situationen, die Zeit kosten und für das Ergebnis nicht förderlich sind. Aber häufig so lange erduldet werden, bis man sich daran gewöhnt hat. Begünstigt wird das durch trennende Bürostrukturen die es ermöglichen, sich aus dem Weg zu gehen. Anstehende Umzüge und Neubauten bieten den in solchen Situationen häufig notwendigen Event um hier Verbesserungen einzuleiten. Durch die gezielte Gestaltung des neuen Arbeitsumfeldes und den begleitenden Change Management-Prozess (der übrigends bei allen hier diskutieren Punkten sehr zu empfehlen ist).

Was bedeutet das jetzt? Ein Handwerker hat für verschiedene Tätigkeiten darauf optimierte Werkzeuge im Koffer. Dagegen verfügen Büroarbeiter heute häufig einen sehr eingeschränkten Werkzeugsatz. Meist einen Schreibtisch und dazu Besprechungsräume. Beides notwendig. Bessere Ergebnisse werden jedoch erzielt, wenn für die unterschiedlichen Anforderungen optimierte Arbeitsumgebungen zur Verfügung stehen. Büroplanung nicht nur unter Flächengesichtspunkten, sondern als ein – nicht unwichtiger – Teil des Werkzeugsatzes und als Gestaltungselement für bessere Gesamtergebnisse.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. Februar 2006, Lizenz
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