Rubrik: Service 
“Ich habe kein Marketing gemacht. Ich habe immer nur meine Kunden geliebt.”
Zino Davidoff, Unternehmer (1906-1994)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 29. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Innovation | Service | Business Development 

Den Wettbewerb über den Preis zu führen ist für Unternehmen der westlichen Industrieländer hartes Brot. Den Preiskampf mit Billiglohnländern werden wir zwangsläufig verlieren. Vermeiden wir also dieses Schlachtfeld und suchen uns eines, das wir besser beherrschen. Was wir brauchen ist eine neue Kultur der Innovation in unterschiedlichen Bereichen, bei Produkten genauso wie bei Dienstleistungen und Services.

Wie Frank Gens sagt: Wir müssen unsere Fähigkeiten zur Innovation wieder neu entdecken und beleben.

“It’s clear that companies that operate in the developed economies are not going to win a battle of labor-rate arbitrage with competitors in India or China or other emerging economies. The only way they’re going to be successful is to reinvigorate their ability to out-innovate their global competitors.” (Frank Gens, IDC eXchange)

Arbeiten wir weiter dran.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Feuilleton 

Liebe Leser und Leserinnen. Vorab gleich mal: Entschuldigung! Jetzt wirds mal kurz staubtrocken. Auch wenns ursprünglich mal um Saft ging. Halten Sie durch, andere mussten das auch.

Absatzfondsgesetz

[...]

§ 2 Aufgaben:

(1) Der Absatzfonds hat den Absatz und die Verwertung von Erzeugnissen der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft durch Erschließung und Pflege von Märkten im In- und Ausland mit modernen Mitteln und Methoden unter Berücksichtigung der Belange des Verbraucher-, Tier- und Umweltschutzes zentral zu fördern. Er soll dabei auch auf die Verbesserung der Qualität und Sicherheit sowie der Marktorientierung von Erzeugnissen hinwirken.
(2) Zur Durchführung seiner Aufgaben bedient sich der Absatzfonds, vorbehaltlich der Absätze 3 und 5, einer zentralen Einrichtung der Wirtschaft, die den Absatz und die Verwertung von Erzeugnissen der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft zu fördern hat und kein eigenes erwerbswirtschaftliches Warengeschäft betreiben darf. In dem Aufsichtsorgan dieser Einrichtung muß der Absatzfonds durch mindestens drei Mitglieder vertreten sein, die den Organen des Absatzfonds angehören.
(3) Zur Durchführung seiner Aufgaben, soweit sie die Marktberichterstattung betreffen, bedient sich der Absatzfonds einer besonderen zentralen Einrichtung der Wirtschaft. Diese soll die Markttransparenz verbessern, wobei sie dem Interesse aller am Markt Beteiligten zu dienen hat.

usw. usf. (Quelle: Juris)

Durchgehalten? Klasse. Kirstin Walther vom Saftblog hats auch geschafft und sich, aufgrund eigener Betroffenheit einige Gedanken zum Nutzen dieses “Dings” gemacht…

“Dieses Gesetz wurde Ende der 60er Jahre verabschiedet, weil um die Absätze der deutschen Ernährungswirtschaft gebangt wurde. Der Grund hierfür waren immer höher werdende Einfuhren von Obst und Gemüse etc. aus dem Ausland (z.B. Italien). Deswegen wurde beschlossen, Geld von den betroffenen Unternehmen einzusammeln, um den Verbraucher darauf hinzuweisen, doch lieber deutsches Fleisch und deutsche Äpfel zu kaufen.”

...und dabei festgestellt, dass es sich eigentlich um ein Importförderungsgesetz für ausländische Erzeugnisse handelt:

“Ich weiß nicht, ob ich ein Brett vor dem Kopf habe, aber wenn ich viele Tonnen Obst kaufen muß, um viel Saft zu keltern und zu verkaufen, dann greife ich doch lieber auf Ware aus dem Ausland zurück, welche erstens in der Regel viel billiger ist und zweitens von diesem Beitrag befreit, oder? “

Die Prüfung bei den Walthers dauerte 1 Tag für Abgaben von circa 30 Euro pro Jahr.

Wieder einmal lernen wir: “Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht”.

Anstelle eines Schlußsatzes der in der Überschrift angedeutete Verweis auf den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch, dem Märchen von Michael Ende:

“In der Silvesternacht wollen der böse Zauberer Beelzebub Irrwitzer und seine fiese Tante, die Geldhexe Tyrannja Vamperl, mit Hilfe eines speziellen Wunschpunsches Unheil über die Welt bringen, damit sie ihr Soll an bösen Taten für das Jahr noch rechtzeitig erfüllen können, andernfalls werden sie von der Administration der Hölle gepfändet. Der romantische, naive Kater Maurizio di Mauro und der ruppige Rabe Jakob Krakel, die vom Hohen Rat der Tiere beauftragt sind, Zauberer und Geldhexe unauffällig zu überwachen, versuchen, das Brauen des Punsches zu sabotieren.” (Quelle: Wikipedia)

P.S.: Wo bleibt eigentlich das entsprechende Gegenstück für kleine, aber feine Unternehmensberater? Wenns geht, bitte auf kontinentaleuropäischer Ebene, damit meine Schweizer Leser außer Spaß auch was davon haben.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 26. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Feuilleton 

Auf den Seiten von Geo gibt es eine tolle Gallerie der prämierten Fotos des World Press Photo Award 2005. Beeindruckende, intensive Fotografien, zum Teil sehr nachdenklich machend.

1. Preis in der Kategorie: Contemporary Issues, Singles
von Yannis Kontos, Griechenland, fotografiert in Sierra Leone

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Geschrieben von Alexander Greisle am 26. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes | Service 

Eine schöne Geschichte bei Michael Moesslang:

“Ein Angeklagter trat vor den Richter und erzählte detailreich, wie er die Situation erlebt hat. Ob der schlüssigen Argumentation sprach der Richter ‘Sie haben Recht.’ Daraufhin trat der Kläger vor den Richter und erzählte ebenso detailreich, wie er die Situation erlebt hat. Ob der schlüssigen Argumentation sprach der Richter ‘Sie haben Recht.’ Da meldete sich ein Zuhörer im Saal: ‘Euer Ehren, es geht doch nicht, dass Sie beiden Recht geben!’ Der Richter sah ihn an und sagte: ‘Sie haben Recht.’”

Recht zu haben ist immer eine Frage des Blickwinkels.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Usability + Ergonomie 

Einen sehr guten Eindruck der neuen Benutzeroberfläche von Office 2007 gibt ein Video von Microsoft (wmv, englisch, ~ 13 Minuten). Am Anfang etwas arg amerikanisches Marketing wird dann doch recht schnell und umfassend die neue Oberfläche präsentiert und die Überlegungen dahinter kurz angerissen.

Was ich sehr gelungen finde sind die

  • gut strukturierte Benutzeroberfläche mit dem Office Menu und den schnell zugänglichen Möglichkeiten für die Darstellung des Dokumentes,
  • die Live Preview der Formatierungsmöglichkeiten (z.B. Tabellen und Formatierungen in Word), die das “rumspielen” mit den Formatierungen deutlich reduzieren werden und – last, but not least,
  • die auf Anwendungsszenarien basierenden und kontextorientierten “Ribbons”, die künftig Menüs und Schaltflächen zusammenfassen, und bisher versteckte Funktionen direkt zugänglich machen.

Benutzerfreundlich mag es zwar sein, viele fertig vordefinierte Layoutoptionen zu haben. Allerdings wird das auch in Einheitsbrei münden. Natürlich kann man diese auch anpassen, aber das erfordert wieder vertiefte Programmkenntnisse. Dafür gibt es einige andere sehr nette neue Features, z.B. das Hinterlegen von Excel-Zellen mit Charts oder das einfache Erstellen von Charts aus Powerpoint-Listen.

Zusammenfassend: Ich freu mich drauf. Die neue Oberfläche wird das Arbeiten erleichtern und hoffentlich einen neuen Standard setzen. Nicht weil es von Microsoft kommt, sondern weil es einfach die Arbeit erleichtert und Spaß machen wird.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Innovation | Neue Arbeitsformen | Service | Informationsgesellschaft 
“Erfahrungen werden zum Hindernis, wenn sich abzeichnet, dass die Zukunft mit der Vergangenheit sehr wenig gemein hat.”
Prof. Uday Karmarkar, UCLA Anderson School of Management

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Geschrieben von Alexander Greisle am 24. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes | Datenschutz + Privacy 

Der Chaos Computer Club hat ein eigenes Magazin, die Datenschleuder, “das wissenschaftliche Fachblatt für Datenreisende”. Nicht trocken, sondern gut geschriebene Hintergrundberichte zu verschiedenen Themen rund um die IT-Sicherheit.

Besonders interessant sind die quasi historischen alten Ausgaben der Datenschleuder. Seit Ausgabe 58 (März 1997) als pdf verfügbar, die älteren Ausgaben sind zumeist gedruckt bestellbar.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Internet 

Im Blog von Guy Kawasaki bin ich gerade über wikiCalc von Dan Bricklin gestolpert. Es handelt sich um eine Online-Tabellenkalkulation. Im Unterschied zum Beispiel zu NumSum, Numbler oder iRows, kann man wikiCalc auf dem eigenen Server installieren. Eine interessanter Ansatz für verteilt arbeitende Teams, die häufiger auf gemeinsame Kalkulationen zurückgreifen müssen.

Denn dieses Konzept räumt mit einigen – meiner Ansicht nach für professionelle bzw. kommerzielle Nutzung wesentlichen – Nachteilen der bekannten Web 2.0-Anwendungen auf:

  • Man hat die Kontrolle über die Software.
  • Man ist nicht von der Verfügbarkeit fremder Services abhängig.
  • Die Daten liegen nicht auf irgendwelchen unbekannten Servern über die man keine Kontrolle hat. Sprich Datensicherheit.

Kennt jemand ähnliche Projekte, auch für andere Anwendungen?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. April 2006, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Ja, also. Fangen wir einfach mal an: Ein sehr lesenswerter und (auf den letzten Drücker) gut geschriebener Beitrag von Sigrid Neudecker bei Spiegel Online mit dem Titel Psychologie des Aufschiebens – Morgen. Versprochen!. Das schöne an dem Thema: Man muß es nicht erklären, jeder kennt es. Man nennt das auch Prokrastination.

Zwei Typen gibt es:

  1. den Erregungsaufschieber (arousal procrastinator), der fest davon überzeugt ist, erst im letzten Moment und unter Druck so richtig arbeiten zu können. Autosuggestion und Adrenalin, das wirkt.
  2. der Vermeidungsaufschieber (avoidance procrastinator), versorgt sich schon mal mit Begründungen fürs Scheitern. Man hätte ja gekonnt, wenn … die Zeit nicht so knapp gewesen wäre. Pech aber auch.

Ein oberflächlich beruhigtes, aber doch immer wieder schlechtes Gewissen macht “man” sich dabei selbst. Was “man” hingegen bräuchte sind Anreize, die Karotte vor der Nase. Allerdings: Mit Zeitmanagement oder GTD hat das zunächst nichts zu tun:

“Einem chronischen Aufschieber zu sagen: ‘Tu’s einfach!’, ist so, wie einem Depressiven zu sagen, er solle doch einfach mal fröhlich sein.”
Joseph R. Ferrari, Psychologe (DePaul University, Chicago)

Einige Vorschläge hat Sigrid Neudecker trotzdem aufgeschrieben (hier in leichter Abwandlung), die dann doch etwas an die Methoden aus diversen Methoden zum Zeit- und Aufgabenmanagement erinnern:

  • Kleine, überschaubare Teile sind weniger abschreckend als das große Ganze. Also unterteilen.
  • Die To-do-Liste bringt vielleicht ein gutes Gefühl, gemacht ist aber damit noch nichts.
  • Es dauert länger als geplant. Also Puffer einbauen.
  • Störungen ausschalten. Sei es die E-Mail oder der spontane Plausch zwischendurch.
  • Mit sich selbst vereinbarte Anfangszeitpunkt können trotzdem eine gewisse Verbindlichkeit schaffen.
  • Ein guter Raum, neue und schöne Werkzeuge, eine angenehme Atmosphäre schaffen Motivation.
  • Man muß nicht immer am Anfang beginnen, vielleicht gibt es auch andere Einstiege, die mehr Spaß machen. So entstehen übrigends viele Blog-Beiträge hier.

Letztlich geht es allerdings um eine nachhaltige Verhaltensänderung.

Weitere Details zu Ursachen, Stand der Forschung und möglichen Ansätzen im Artikel von Sigrid Neudecker

Was hatte das noch mal mit der Steuererklärung zu tun? Ach ja, ein Finanzbeamter meint, es sei wie Wellness, wenn man die Steuererklärung fertig macht… Man muß ja nicht jede Meinung teilen…

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Geschrieben von Alexander Greisle am 22. April 2006, Lizenz
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