Neue Produkte und/oder neue Geschäftsfelder eröffnen Chancen auf Wachstum, bergen aber natürlich ein Risiko. Das ist umso größer, je weiter man sich vom angestammten Geschäftsfeld oder den bekannten Märkten entfernt. Die Fähigkeit, neue Geschäfte zu entwickeln, das Risiko zu managen und damit Chancen zu nutzen ist eine Kernkompetenz jedes Unternehmens. Dazu gehört
# *die Unternehmenskultur*. Häufig gilt es, die gewachsenen Denkmodelle zu hinterfragen, neue Wege einzuschlagen und den Spaß an Neuem zu wecken. Aufgabe des Unternehmers bzw. des Managements ist es, diesen Prozess in Gang zu bringen und zu halten. In den Beiträgen “The Art of Innovation”:http://www.work-innovation.de/blog/2006/01/12/the-art-of-innovation/ und “Six Steps to Operational Innovation”:http://www.work-innovation.de/blog/2005/08/30/six-steps-to-operational-innovation/ habe ich einige Gedanken dazu aufgegriffen.
# *die richtige Portion Risikobereitschaft*. Sicher, für innovative Variation eines erfolgreichen Produktes benötigt man weniger Risikobereitschaft als für die Umsetzung revolutionärer Visionen. Mit einer fundierten Vorbereitung und den richtigen Geschäftsmodell kann man das Risiko zwar minimieren, je nach Art der Investition bleibt aber noch ein gehöriges Maß übrig. Umso wichtiger ist es, die Innovation im Gesamtkontext des Portfolios zu positionieren und zu bewerten.
# *das richtige Geschäftsmodell*. Kundenbedürfnisse und die Gegebenheiten am Markt bestimmen den Erfolg von Innovationen. Darum werden Produkte und Services, die eine Nähe zum Bestehenden aufweisen schneller erfolgreich sein. (Potenzielle) Kunden kennen die Firma und verwandte Produkte, die Mitarbeiter sind mit dem Markt und den Kunden vertraut.
# *das richtige Führungsteam*. In den einzelnen Unternehmens- und Produktphasen sind unterschiedliche Managementqualitäten und -typen gefragt. Angefangen beim Entwickeln der Visionen über Umsetzung, Integration und Expansion bis hin zur Konsolidierung. Jede dieser Phasen fordert bestimmte Fähigkeiten, die selten in einer Person vereinigt sind.
# *Enthusiasmus*. Zum einen um die Entwicklung mit aller Kraft voranzutreiben und zum anderen um die Innovation gegenüber Kunden und Interessenten mit der gebührenden Begeisterung überzeugend verkaufen zu können.
# *Ausdauer*. Nur wenige Geschäftsmodelle werfen ab der ersten Minute Gewinne ab. In allen anderen Fällen wird die Geduld auf eine harte Probe gestellt. Wichtig ist, dass Management und Mitarbeiter vom der Innovation überzeugt sind um sie mit allen sinnvollen Mitteln voran zu treiben. Verschiedene Erfahrungen zeigen, dass die meisten Innovationen erst nach einem Zeitraum von drei bis sieben Jahren Gewinn abwerfen.
# *die Kontrolle des Erfolges*. Denn nichts motiviert mehr als Erfolg. Da es im Unternehmen stets um den richtigen Ressourcheneinsatz geht, muß dieser gezielt optimiert werden. Allerdings ohne die Innovationen zu schnell dem Druck der Finanzkennzahlen auszusetzen. Trotzdem sind gezielte Sollbruchstellen und der Mut, Dinge auch mal abzubrechen, wesentliche Erfolgsfaktoren im Unternehmenskontext.
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