Folgende Situation: Sie sind am Flughafen, ihr Flug wird aufgerufen. Sie schalten den Blackberry bzw. Ihr Mobiltelefon aus. Beim Einsteigen denken Sie kurz darüber nach, wie Sie die folgenden 90 Minuten Flugzeit nutzen wollen. Tageszeitung oder doch die Konzeptpräsentation für die Strategiesitzung nächste Woche?
Sie entscheiden sich, die Flugzeit zu nutzen und die Präsentation zu machen. Kaum ist der Flieger in der Luft, kommt auch schon die Ansage: “Wir sind im Landeanflug auf London, bitte schnallen Sie sich an, stellen Sie die Rückenlehne senkrecht und schalten Sie Ihre elektronischen Geräte aus.” Klasse, denken Sie sich. Die Ansage kommt just als Sie mit Ihrer Präsentation fertig sind.
Normalerweise hätten Sie, mit Unterbrechungen, zwei Tage daran gearbeitet. Ungestört von Anrufen, Besuchern und E-Mails wurden Sie in einem Bruchteil der Zeit fertig und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Ist Ihnen das auch schon passiert? Es ist erstaunlich, was man alles schafft, wenn man ungestörte Zeit hat. Leider ist diese in Zeiten jederzeitiger Erreichbarkeit durch Blackberry und Konsorten zu einem selten und damit kostbaren Gut geworden.
Was macht man mit kostbaren Gütern? Richtig. Man verschafft sich mehr davon. Schaffen Sie sich Qualitätszeit. Zum Denken, zum konzentrierten Arbeiten. Ihr Unternehmen, Ihre Karriere und Ihre Ergebnisse werden es Ihnen danken.
bq. “Wir arbeiten nicht nur, um etwas zu produzieren, sondern auch,
um der Zeit einen Wert zu geben.”
Eugène Delacroix, französischer Maler, 26.04.1798 – 13.08.1863
Ähnliche Beiträge:


Pingback: Streuverluste Aktuell
Zum Blackberry-Knigge habe ich “hier”:http://www.work-innovation.de/blog/2005/11/11/gutes-benehmen-oder-mein-ding-hat-gebimmelt/ schon mal was geschrieben. Mich stört das mächtig. Es ist schlicht eine Abwertung des Gesprächspartners bzw. Referenten. Man fängt ja mitten im Gespräch auch nicht an, in der Nase zu bohren, selbst wenn man gelangweilt ist.
Das Thema persönliche Effizienz (PE) ist mir noch viel zu sehr auf Zeitmanagement und Co. beschränkt. Der Umgang mit vielen der neuen Medien und Technologien könnte viel performanter sein, wenn entsprechende Methoden angewendet würden, das Wissen über die Möglichkeiten vorhanden wäre und – um nicht alles auf die Anwender abzuwälzen – die Technik einfacher zu bedienen und mit Blick auf die Soft Facts eingeführt würde.
Pingback: Zeitmanagement: Neues mal ausschalten oder erst gar nicht einschalten? - work.innovation Blog