Im sehr lesenswerten Artikel “‘Keine Zeit für Nettigkeiten’”:http://www.ftd.de/karriere_management/management/76091.html?nv=cd-rss-830 der “Financial Times Deutschland”:http://www.ftd.de geht Alison Maitland auf einige alltägliche Fouls im geschäftlichen Miteinander ein. Basis ist eine britische Studie.
Egal ob gedankenlos oder absichtlich: Die Auswirkungen sind nicht trivial und haben einen direkten negativen Einfluß auf die Performance im Unternehmen.
bq. “Die Hälfte der Angestellten, die Opfer unhöflichen Verhaltens sind, sagen, sie verbrächten ihre Zeit damit, sich darüber Sorgen zu machen und über einen Arbeitsplatzwechsel nachzudenken. Ein Viertel der Betroffenen reduziert sein Arbeitsengagement, ein Drittel verbreitet Gerüchte über den Anstifter, und die meisten erzählen Familien, Freunden und Kollegen darüber.” (Quelle: siehe oben)
Einige Tipps, basierend auf dem Artikel:
* Informationen und Nachrichten an das Team gehören zuverlässig an alle Teammitglieder geschickt.
* Team- und Projektleiter sollten sich davor hüten, über Teammitglieder im Team oder ausserhalb zu tratschen.
* Kritik und Rügen gehören nicht an die Öffentlichkeit, sondern unter vier Augen im Gespräch geklärt.
* E-Mail und SMS sind keine Medien für unangenehme Nachrichten.
* Bei Telefonaten und konzentriertem Arbeiten nur stören, wenn die Welt gerade untergeht.
* Was im Team gesprochen wird bleibt im Team. Ausser es ist explizit für die Öffentlichkeit bestimmt.
* Nicht alles muß ASAP (as soon as possible) sein. Sinnvolle Termine erleichtern das Arbeiten und sorgen für bessere Ergebnisse.
* Wer den letzten Kaffee trinkt, kocht neuen.
Etwas seltsam muten die Begründungen für das unhöfliche Verhalten im Job an:
bq. “Auf die Frage nach dem Warum antworten 42 Prozent, sie hätten ‘keine Zeit für Nettigkeiten’, weil sie in Arbeit ertränken. 25 Prozent beklagen, dass keine Firmenrichtlinien zum Umgang mit Menschen gebe, und 20 Prozent sagen, ihrem Unternehmen oder ihrem Vorgesetzten sei es egal, wie sich die Leute benehmen.” (Quelle: siehe oben)
Positiv ist, dass sich die Betroffenen – meist die Mitarbeiter mit (tatsächlichem oder eingebildetem) niedrigerem Status – zunehmend gegen die Schikanen zur Wehr setzen. Damit brechen für die Stoffel und Mobber in den Unternehmen – auch karrieretechnisch – härtere Zeiten an. Für den Ruf und die Performance des Unternehmens ist das nur gut.


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