Bei natürlichem Tageslicht fühlt man sich intuitiv wohler als mit Kunstlicht. Mit letzterem verliert man schon mal etwas das Zeitgefühl. Hobbyfotografen kennen den Effekt, dass die gleiche Aufnahme im Morgen- und im Abendlicht völlig unterschiedlich wirkt. Es scheint also so zu sein, dass Licht nicht gleich Licht ist.
Es ist keine neue Erkenntnis, dass der menschliche Körper vom Biorhythmus beeinflusst wird. Ein Grund sind Rezeptoren in den Augen, die auf das vorhandene Licht reagieren. Bei kaltweissem Tageslicht sorgen diese dafür, dass der Körper Cortisol ausschüttet. Cortisol macht wach und aktiv. So kommen Sie morgends (mehr oder weniger) gut in Fahrt.
Bei warmweissem Licht, dass Abends vorherrscht, schüttet der Körper hingegen verstärkt Melatonin aus, welches schläfrig macht und entspannt. Ein Grund, warum man abends müde wird.
Nun kann man natürlich diese Erkenntnisse nutzen. Ein beispiel: Die übliche Schläfrigkeit nach dem Mittagessen könnte man durch eine verstärkte Dosis Cortisol bekämpfen. Möglich wird das über das über die gezielte Steuerung des Lichts, so dass im typischen Nachmittagsloch ein kaltweisseres Licht eingestellt und so die Ausschüttung von aktivierendem Cortisol gefördert wird.
Oder in den typischen finsteren Besprechungsräumen ohne Tageslicht. Auch dort kann der Biorhythmus des Menschen durch gezielte Steuerung des Lichts unterstützt werden. Oder durch die gezielte Einstellung eines Raumes: Mit kaltem Licht für konzentriertes Arbeiten, mit warmem Licht für Entspannung.
Auf einer sehr gelungenen, interaktiven Seite kann man bei Philips die Effekte von dynamischem Licht erkunden. Und natürlich die Funktionsweise dieser innovativen Lichtlösung erfahren.
Weiterlesen: Arbeitsplatz, Ergonomie, Gesundheit, Bürogestaltung
Geschrieben von Alexander Greisle am 13. Juli 2006, Lizenz
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Antworten und Kommentare:
Erwähnung in anderen Blogs bzw. Beiträgen:
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Licht und Arbeitswelt | innenleben am 04.01.2007 um 22:47 Uhr:
[...] Noch ein Beitrag zum Thema Beleuchtung, nachdem ich einen spannenden Beitrag auf work.innovation Blog gefunden habe. Licht und ihre Einsetzbarkeit in Architektur und Innenraum sind keine neuen Begriffe. Studien beschäftigen sich aber zunehmend mit der Auswirkung von Licht auf den Biorhythmus unseres Körpers. Ziel dieser Studien ist es herauszufinden wie welches Licht wann eingesetzt werden muss um unsere Leistungsfähigkeit am effizientesten zu unterstützen. Vorallem für die Arbeitswelt ist das von Bedeutung und daher wird das Thema ›Einsetzbarkeit von Licht› verstärkt analysiert. Die Firma Philips beschäftigt sich mit Dynamischen Licht – die Vorteile des Tageslichts werden auf die Arbeitsumgebung übertragen. Anhand praktischer Beispiele wird dies demonstriert und mit interessanten Hintergrundinformationen nachvollziehbar gemacht. Schlagwort(e): Innenarchitektur, Architektur, Licht. Permalink • Drucken • Email [...]
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Licht steigert die Leistungsfähigkeit - work.innovation Blog am 06.05.2007 um 11:13 Uhr:
[...] Weitere Informationen zum Thema Licht gibts hier im Blog im Beitrag Licht ist nicht gleich Licht und in einem guten Artikel in die-wirtschaft.at mit dem etwas unglücklichen Titel Profitfaktor Licht. [...]
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Stress durch das Büro - work.innovation Blog am 08.10.2007 um 22:36 Uhr:
[...] Kein gutes Licht. Denn: Licht ist nicht gleich Licht. Ein gutes Beleuchtungskonzept mit Tageslicht, indirekter Raumbeleuchtung und Licht am Arbeitsplatz ist gut für ermüdungsfreies und effizientes Arbeiten. [...]
Ihr Kommentar zu diesem Beitrag:
Hallo! Geht es bei der Nutzung des Lichts vornehmlich um künstliches oder natürliches Licht? Ich frage, weil mich interessieren würde, vorausgesetzt man nimmt hauptsächlich künstliches Licht, wie das mit Energiesparlampen aussieht, weil die doch ein anderes Licht ausstrahlen. Wie sieht hier der momentane Stand der Entwicklung bzw. der Forschung aus?
Das geht auch mit künstlichem Licht. Unter anderem Philips und iGuzzini bieten entsprechende Systeme an.