“Andreas Haderlein”:http://www.germanblogs.de/haderlein-andreas/persons/aboutMe macht sich im “future blog”:http://future.germanblogs.de interessante Gedanken um “die Biographie des 21. Jahrhunderts”:http://future.germanblogs.de/archive/2006/08/16/1tag6eezuixyw.htm#fulltext. Und kommt auf fünf Phasen, welche die zunehmende Flexiblität beschreiben:
# die Jungend, die heute sehr früh zuende ist
# die Postadoleszenz, die stark vom Ausprobieren geprägt ist
# die Familien und Erwerbsphase,
# der neue Aufbruch im mittleren Alter, der nochmals tiefgreifendere Veränderungen mit sich bringt und, last but not least,
# der (Un-)Ruhestand, der aktiv gelebt und gestaltet wird.
Einen längeren Moment habe ich darüber nachgedacht, wie man diese Phasen in Altersgruppen aufteilen kann und warum sich Andreas in seinem Skizzenentwurf nicht auf solche Altersspannen eingelassen hat. Dieser Gedanke widerspricht jedoch der eigentlichen Grundüberlegung der sehr viel höheren Flexibilität der Lebensgestaltung. Man wird sich, “auch wenns heute noch schwer fällt”:, auf Studenten älteren Semesters einstellen müssen. Genauso wie auf die 70-jährige, die mit voller Energie ihre Erfahrung einbringt.
Ich kenne aus meinem persönlichen Umfeld ganz verschiedene Menschen. Solche, die bereits mehrere Neuorientierungen, zum Teil schwierigerer Natur, hinter sich haben. Solche, die eher beharrlich ihren Weg verfolgen. Und solche, die sich im Mittelweg versuchen. Solche, bei denen man den Eindruck hat, dass die Postadoleszenz, das Ausprobieren auch mit 40 noch nicht vorbei ist.
Nun glaube ich, dass ein Mensch zum Ausgleich dieses schnellen Wandels gewisse Konstanten und Ankerpunkte in seinem Leben braucht. Was kann das sein? Das ist sicher von Mensch zu Mensch verschieden. Für den einen ist es ein internationaler, verteilter Freundeskreis, für den anderen ist es das Wohnumfeld, der Hafen. Für mich ist es die Partnerschaft. Die Familienphase als Klammer um die häufigeren Veränderungen.
Diese Ankerpunkte ändern sich (natürlich) ebenfalls. Zum Beispiel “werden Partnerschaften mobiler”:http://www.work-innovation.de/blog/2006/04/22/fernbeziehungen/. Oder das Wohnumfeld ändert sich, der Freundeskreis verteilt sich über die Republik und international, etc.
Mein Erleben ist, dass diejenigen, die diesen Wandel proaktiv annehmen, einen sehr ausgefüllten und guten Alltag haben.
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“Mein Erleben ist, dass diejenigen, die diesen Wandel proaktiv annehmen, einen sehr ausgefüllten und guten Alltag haben.”
Weil sie optimistisch eingestellt sind und Veränderung als Chance begreifen und nicht als Nachteil.