Eigentlich wollte ich die Beiträge zum neuen Schlagwort “Soziale Innovation” mit positiven Beispielen beginnen lassen. Doch dann fuhr ich vorher vom Walken nach Hause und musste auf SWR1 ein Interview mit dem Ba-Wü Finanzminister “Gerhard Stratthaus”:http://www.gerhard-stratthaus.de hören – und mich den Rest der Fahrt darüber ärgern.
In der “Sendung”:http://www.swr.de/swr1/bw/sendungen/themaheute/2006/09/21/index-bw.html ging es unter anderem um die neue Bedeutung von Stiftungen für das Allgemeinwohl. Und da fühlte sich Herr Stratthaus bemüssigt, in salbungsvollen Worten zu erklären, dass er Stiftungen sehr gut findet, denn sie würden den Staat entlasten.
Nein, Herr Stratthaus. Stiftungen sollen die Gesellschaft voranbringen, Lücken schliessen und gesellschaftliche Themen voranbringen. Stiftungen sollen ganz sicher *nicht* den Staat entlasten, sie sind sicher *keine* Einsparmöglichkeit für den Finanzminister und als vorbeugende Ausrede sind sie gänzlich unbrauchbar.
Sicher haben Sie das alles auch anders gemeint, ich habe es falsch verstanden oder das Statement wurde nur aus dem Zusammenhang gerissen. Dann währen wir uns ja einig. Sie haben recht, wir brauchen mehr Stiftungen und mehr gesellschaftliches Engagement, denn es gibt mehr als genügend offene Themen, national und international. Und genau deshalb entlasten Stiftungen des Staat keinesfalls und entlassen ihn auch nicht aus der Verantwortung.
P.S.: Die Kategorie “Informationsgesellschaft” habe ich in “Gesellschaft”:http://www.work-innovation.de/blog/category/gesellschaft/ umbenannt, Beiträge zum Thema “Soziale Innovation” finden sich künftig darunter und unter dem entsprechenden “Schlagwort”:http://www.work-innovation.de/blog/tag/Soziale+Innovation. Und die nächsten Beiträge werden positiv. Versprochen.
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