Grassroot Management

Chris Anderson, Autor des Buches “”The Long Tail”:http://www.thelongtail.com/. Why The Future of Business is Selling Less of More.”, probiert gerade eine neue Management-Philosophie aus: Management by “Grassroot”:http://de.wikipedia.org/wiki/Graswurzelbewegung. Das bedeutet: Er macht ganz offen einfach das, was seine Mitarbeiter ihm sagen.

bq. “‘I do whatever my interns tell me to do.’ This is leading him towards carrying out book signings in Second Life. He doesn’t know if it’s really a good use of his time… but it’s what the grassroots are telling him to do.”

Sehr interessanter Ansatz. Erstens dürfte das sagenhaft motivierte Mitarbeiter hervorbringen. Zweitens wissen diese aus dem Alltag oft am besten, was für die Sache dienlich ist. Und drittens sind moderne Mitarbeiter verantwortungsvoll genug, diese Möglichkeit zum Vorteil des Unternehmens zu nutzen. Sie werden lernen, unternehmerischer zu denken.

Ich kann mir gut vorstellen, dass diese Philosophie nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gerade in KMU ganz hervorragend funktioniert und viele neue Impulse hervorbringt. Fallen Ihnen nicht spontan auch einige Projekte und Themen ein, die erfolgreicher gewesen wären, wenn die Stimmen der Mitarbeiter eher gehört worden wären? Oder Ideen, die irgendwo in der Lehmschicht verloren gegangen sind?

via “Ethan Zuckerman”:http://www.ethanzuckerman.com/blog/?p=1060 über “Blogrollle”:http://blogrolle.net/2006/10/28/wirtschaft-des-ueberflusses/


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3 Responses to Grassroot Management

  1. > Der am meisten gehörte Satz in dieser Zeit
    > ist wohl: “Das kannst Du nicht tun!”

    Es geht hier wieder ums tun, nicht ums “nicht tun”. ;-)

    > Kann man es ihm da zum Vorwurf machen, dass er mehr
    > auf sich selbst vertraut als auf jeden (in seinen Augen)
    > angepassten Angestellten?

    Zum einen geht es nicht um einen “Vorwurf”. Und es geht auch nicht darum, unbesehen Dinge zu machen, die dem Geschäft offensichtlich schaden. Das wäre dumm. Es geht ums Zulassen von anderen, auch mal spinnerten, Ideen und von Anregungen, die aus dem täglichen Erfahren der Mitarbeiter kommen. Und dann ums Tun, auch mal ohne doppelten Boden. Genauso wie damals, als das Unternehmen aufgebaut wurde.

    Abgesehen davon: Ein Unternehmer, der angepasste Angestellte hat, wird mit dieser Anregung sicher nur wenig verwertbares bekommen, sondern bestenfalls angepasste (sprich politisch abgesicherte) Vorschläge. Unabhängig ob als Patriarch oder qua vererbtem Rechthaberecht.

  2. Steffen Reinholz says:

    Natürlich sollte man auch das tun, was die Mitarbeiter wollen. Jedoch muss man sich dort Grenzen setzen, wo soll das denn enden? ;)

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