Rubrik: Information Worker 

Procrastination = Aufschieberitis. War hier im Blog schon mal Thema: Was Du heute kannst besorgen. Oder: Steuererklärung als Wellness-Programm!

Der Chief Happiness Officer hat nun ein leidenschaftliches Plädoyer für die Aufschieberitis verfasst und setzt damit einen Gegenpunkt zu obigem Beitrag. Und hat gar nicht mal so unrecht damit, man muß es ja nicht gleich übertreiben. How to procrastinate effectively

“Search for procrastination on google and you’ll find a massive number of articles on how to stop procrastinating and get stuff done.

[...]

They’ll tell you that if only you had enough willpower, backbone, self-control and discipline this is how you would work too.”

“Well guess what: Most people don’t work that way. Sometimes you’re in the mood for task X and doing X is ridiculously easy and a lot of fun. Sometimes doing X feels worse than walking barefoot over burning-hot, acid-covered, broken glass and forcing yourself to do it anyway is a frustrating exercise in futility.”

Und wie schiebt man nun “richtig” auf?

  1. Keine Schuldgefühle
  2. 100%-ig aufschieben, nicht nur ein bischen
  3. Bewußte Entscheidung
  4. Nicht einfach so, sondern mit einem guten Grund
  5. Ergebnisse in Gefahr? Vorher informieren und neue Deadlines setzen.

Ein sechster Punkt fehlt mir: Nicht die unangenehmen Jobs aufschieben. Die werden nur immer unangenehmer und belasten das Denken.

Lesenswerter Beitrag. Gehen Sie direkt dorthin, schieben Sie es nicht auf.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 30. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy 

Für alle Datenschutzliebhaber und RFID-Skeptiker: Das RFID Blocking Wallet zu beziehen für 20 US-$ bei ThinkGeek.

Recht unspektakulär ist die “Technik” dahinter. Mittels einer eingearbeiteten Aluminiumfolie wird ein Faradayscher Käfig aufgebaut, der bei geschlossener Geldbörse RFID blockiert.

Und schon haben vorbeiziehende Neugierige keinen Blick mehr auf die Inhalte der verschiedenen Kredit- und ID-Karten. Yes, Sir.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 30. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Gilt natürlich nicht für meine Leser ;-). Unterbrechungen im Arbeitsfluß führen zu Ineffizienz. Nachzulesen im Beitrag Vorauseilende Unterbrechung. Die dortige Skizze zeigt, wie wenig wir durch die permanenten Unterbrechungen konzentriert arbeiten können.

Nun können Unterbrechungen vielfältige Ursachen haben. Damit zumindest die neu eintreffenden E-Mails nicht mehr stören, können sich Outlook-Nutzer auf folgenden Weg machen:

Extras => Optionen => Einstellungen, dort den Button “E-Mail-Optionen” drücken, im aufpoppenden Fenster nochmals einen Button drücken: “Erweiterte E-Mail-Optionen”.

Ein langer Weg, der uns zu folgendem Dialogfenster bringt:

Entfernt man nun in diesem Dialogfenster alle vier Häkchen im Bereich “Beim Eintreffen neuer Elemente im Posteingang”, dann herrscht künftig Ruhe. Sämtliche Benachrichtigungsfunktionen von Outlook sind damit deaktiviert. Neue Mails treffen ein, lenken nicht mehr ab und warten geduldig auf den nächsten E-Mail-Slot.

Herrlich, diese Ruhe.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 29. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Wirtschaft | Internet | Business Development 

Weniger als ein Viertel der geschäftlichen Anwender nutzen Online-Netzwerke. Das brachte eine Studie von Knowledge Storm hervor, heute zitiert bei ECIN.

Demnach…

“...haben 77 Prozent Business-User wenig oder keine Kontakte zu sozialen Online-Netzwerken.” (Ecin)

Ehrlich gesagt habe ich mir die Sinnfrage auch schon das eine oder andere Mal gestellt. Nicht erst seit der unglücklichen Umbenennung und dem Redesign von openBC, das jetzt Xing heißt und inzwischen eher wie eine Kontaktbörse anmutet.

In der Vergangenheit sind – zumindest bei mir – die intensiveren, belastbareren Kontakte überwiegend im persönlichen Treffen und kennen lernen entstanden. Nicht auf Massenveranstaltungen mit 100+ anderen openBC’lern, sondern in kleiner Runde, Auge in Auge, mit allgemeinen oder konkreten Themen. Treffen mit direktem, persönlichem Austausch (mit allen Kommunikationskanälen), beim Essen, Trinken und Live-Diskutieren.

Als Möglichkeit, alte Kontakte wieder zu finden und den Kontakt aufzufrischen leistet openBC/Xing hervorragende Dienste. Auch als Recherchetool ist es nützlich. Und ja, auch Aufträge kamen schon darüber. Denn irgendwie ist openBC/Xing halt doch ein großes Branchenverzeichnis – zumindest wenn man Dienstleister sucht…

Wie immer: Man kann das eine tun und das andere nicht lassen.

Was mich zur Frage bringt: Ist aus Sicht der geschäftlichen Anwender der Zenit der Massen-Online-Business-Netzwerke erreicht? Oder kommt die Zeit erst noch? Sind kleine, aber feine, Business Clubs und Netzwerke mit “Persönlichkeit” die bessere Alternative? Wie ist Ihre Meinung?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Feuilleton 

Zu jeder guten Zeitung gehört der Cartoon auf der letzten Seite. Zu jeder guten RSS-generierten, leser-selektierten Zeitung gehören Cartoon Feeds. Hier die Auswahl meiner derzeitigen Favoriten:

Viel Spaß damit am Sonntag nachmittag.

P.S.: Wer weitere gute Tipps und Links hat… Bitte in die Kommentare/Diskussion… Danke!

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Geschrieben von Alexander Greisle am 26. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Innovation | Informationsgesellschaft 

Heute habe ich unter mehreren Lagen auf meiner Pinnwand im Büro ein schönes chinesisches Sprichwort wieder entdeckt:

Wenn der Wind auffrischt,
errichten die einen eine Schutzmauer,
die anderen bauen Windmühlen.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 24. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

Guten Morgen. Lautsprecher an. Mitlachen. Yepp, gerade auch wenn Sie im Großraumbüro sitzen.

:-)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 22. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Zunächst: Entschuldigung, wenn ich Sie bei der Arbeit unterbreche. Ich möchte Sie nur kurz auf einen Artikel von Jürgen von Rutenberg in der Zeit von 09.11. aufmerksam machen: Der Fluch der Unterbrechung

Er berichtet unter anderem von einer Studie des King’s College zur Unterbrechung durch E-Mails. Die dort enthaltenen Zahlen habe ich mal in eine Grafik gebracht. So siehts also auf Basis der Studie ganz schematisch und vereinfacht aus, wenn man konzentriert an einer Sache arbeiten möchte:

Unterbrechungen durch Mails etc.

Grössere Darstellung (öffnet im neuen Fenster; png, 20 kb)

In 100 Minuten wurde also netto 25 Minuten an der wichtigen Aufgabe gearbeitet, davon lediglich 9 Minuten mit höchster Konzentration. Und dabei haben die Autoren der Studie in diesen Zahlen nur Unterbrechungen als solche bewertet, die nichts mit der akutellen Aufgabe zu tun hatten!

Zwei weitere bedenkenswerte Zitate aus dem Artikel in der Zeit:

Ein anderer beschrieb seine absolute Unfähigkeit, eine E-Mail oder einen Anruf nicht sofort entgegenzunehmen: »Es ist wie mit Schokolade oder Kartoffelchips. Ich weiß, ich sollte meine Hand nicht nach ihnen ausstrecken, aber mir fehlt die Willenskraft.« (Quelle: ebenda)

Der durchschnittliche Büroarbeiter unterbricht sich selbst genau so oft, wie er von außen unterbrochen wird. Es ist eine Art vorauseilende Unterbrechung, vielleicht auch schon eine Verfallserscheinung. (Quelle: ebenda)

Ein sehr lesenswerter Artikel: Der Fluch der Unterbrechung.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 21. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft | Internet | Medienkompetenz 

Googlability. So bezeichnet man in Anlehnung an die Employability, also die Beschäftigungsfähigkeit, den Ruf, den man im Internet hat. Wie? Kann man im Internet einen Ruf haben? Man kann, sogar für jeden weltweit zugänglich.

In Jo’s Jobwelt wird ausführlich darauf eingegangen. Im zugehörigen Experimentierblog Fakeman gibts eine umfangreiche Sammlung von Links, die die Suche nach persönlichen Informationen ermöglichen. Vor einiger Zeit hatte ich mir im digitallife Blog ebenfalls schon einige Gedanken dazu gemacht.

Die Recherchemöglichkeiten sind so vielfältig. Von ZoomInfo.com über Stalkerati bis hin zu TVEyes. Social Networks wie das (mit neuem, Augenbrennen verursachenden, Design relaunchte) OpenBC/Xing und MySpace liefern weitere persönliche Daten.

Der Cache von Google und die WayBackMachine sorgen darüber hinaus dafür, dass gelöschte Daten dauerhaft archiviert und recherchierbar sind.

Hat man erst mal die Adresse herausgefunden, dann lässt sich mit Hilfe zum Beispiel von Google Maps auch noch prima das Wohnumfeld des Recherchierten mit hoher Detailtreue analysieren. Mit den Wunschzetteln von Amazon lassen sich wunderbar Informationen über Hobbies und Lesepräferenzen einer Person gewinnen. Und dabei geht es nicht nur um Informationen, die man selbst eingestellt hat. Viel interessanter ist, was andere über einen schreiben. Passiert nicht? Passiert.

Weiter gehts: Findet man den oder die Nickname einer Person heraus, die Präferenzen kennt man ja schon, erschliessen sich weitere Quellen. Foren, Bilddienste wie flickr, Linksammlungen wie del.icio.us oder Mister Wong lassen weitere Rückschlüsse auf Interessen, Privates und Verhalten zu.

Gibt es Überschneidungen? Unstimmigkeiten? Auffälligkeiten? Passt die fachliche Eignung? (Schlechte) Referenzen? Stimmigkeit von gedrucken Bewerbungsunterlagen? Verhaltensweisen? Und so weiter…

Mit ein paar, für jeden zugänglichen, Werkzeugen und etwas Zeit lässt sich heute schon ein umfassendes Profil einer Person erstellen. Meine Prognose ist, dass es nicht mehr lange dauert, bis einschlägige intelligente Dienste zur Integration all dieser Werkzeuge auch öffentlich verfügbar sind. ZoomInfo und Stalkerati vermittelt einen ersten, noch relativ schüchternen Eindruck.

Was tun dagegen? Neue Strategien sind gefragt. Von der Totalverweigerung des Internets bis hin zur gezielten Informationsüberflutung reicht das Spektrum möglicher Strategien.

Schwierig. Konkrete Empfehlungen, mit denen Sie sofort anfangen können:

  • Schärfen des Bewußt-seins. Achten Sie ab heute darauf, was Sie wo öffentlich kund tun.
  • Natürlich kann man das auch gezielt nutzen und gewollte Informationen streuen.
  • Durchforsten Sie mal das Internet, machen Sie sich ein Bild von Ihrem öffentlichen Internet-Leumund.
  • Antworten haben. Sie sollten wissen und erklären können, warum ein schwarzer Fleck so ist wie er ist.
  • Regelmässige Imagepflege. Überprüfen Sie regelmässig, stellen Sie Informationen gezielt ins Netz, antworten Sie, stellen Sie richtig. Offene Lernfähigkeit ist eine sehr positive Eigenschaft und kommt an.

Kann die Konsequenz sein, sich aus dem Internet zurück zu ziehen? Neue Dienste nicht zu nutzen? Ich glaube nicht. Zu vielfältig und zu nützlich sind die Möglichkeiten. Kids von heute wachsen selbstverständlich mit den Möglichkeiten des Internets auf. Und bei allen Gefahren: Der Nutzen überwiegt. Konsequenz: Mit dem nötigen Fingerspitzengefühl die neuen Möglichkeiten nutzen.

“Bevor Sie also etwas im Netz veröffentlichen, stellen Sie sich die Frage: Würde ich neben diesem Text mit meinem Namen und Bild auch in der Zeitung stehen wollen?

Ist die Antwort Nein – löschen Sie es!” (Quelle: Reiner Fakeman)

Es ist sehr ratsam – nicht zuletzt aus Gründen der Employability und der Authentizität – auf seinen Ruf im Internet zu achten. Machen Sie doch mal den Test für sich. Was findet man über Sie bei Google und Co.? Haben Sie die richtigen Antworten darauf?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 20. November 2006, Lizenz
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Rubrik: Innovation | Business Development 

In der Financial Times Deutschland vom 17.11.2006 schreibt Anita Roddick (Gründerin von The Body Shop) einen Gastkommentar über MBAs und Unternehmertun. Und beginnt mit einer schönen Geschichte:

“Wir standen jeden Morgen um fünf Uhr auf und machten in unserem Imbiss in Littlehampton Frühstück für die örtlichen Fischer. Unser Laden schloss, wenn der letzte Gast gegangen war. Die anderen hatten von 9 bis 17 Uhr auf. So bekam ich eine Vorstellung davon, was manche Leute zu Unternehmern macht und andere eben nicht. Wir waren wild entschlossen – die anderen waren es nicht. Dieser Unterschied ist entscheidend.” (Quelle: ftd)

Der Kommentar enthält einige wertvolle Anregungen. Nichts gänzlich Neues, aber viel Bedenkenswertes – gerade im Tagesgeschäft. Unter anderem:

  • Impulse aufsaugen, gerade solche aus anderen Brachen und Tätigkeitsfeldern. Und diese mit den eigenen Ideen verknüpfen.
  • Geschichten erzählen um Menschen abzuholen und zu begeistern.
  • Anders, aber vertrauenswürdig sein.
  • Aufregen über nicht funktionierende Dinge. Das schafft den nötigen Antrieb zur Veränderung.
  • Leidenschaft für neue Ideen und Veränderungen. Kreativität.
  • Glaube an die eigene Intuition.

Szenenwechsel: Das viel beschworene unternehmerische Denken der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen. Es gibt einiges zu tun.

Zum Beitrag der ftd
Und passend dazu: Business Querdenker im Interview: Christian Gansch bei Hannes Treichl.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 17. November 2006, Lizenz
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