Richtig procrastinieren

Procrastination = Aufschieberitis. War hier im Blog schon mal Thema: Was Du heute kannst besorgen. Oder: Steuererklärung als Wellness-Programm!

Der Chief Happiness Officer hat nun ein leidenschaftliches Plädoyer für die Aufschieberitis verfasst und setzt damit einen Gegenpunkt zu obigem Beitrag. Und hat gar nicht mal so unrecht damit, man muß es ja nicht gleich übertreiben. How to procrastinate effectively.

“Search for procrastination on google and you’ll find a massive number of articles on how to stop procrastinating and get stuff done. […]

They’ll tell you that if only you had enough willpower, backbone, self-control and discipline this is how you would work too.”


“Well guess what: Most people don’t work that way. Sometimes you’re in the mood for task X and doing X is ridiculously easy and a lot of fun. Sometimes doing X feels worse than walking barefoot over burning-hot, acid-covered, broken glass and forcing yourself to do it anyway is a frustrating exercise in futility.”

Und wie schiebt man nun “richtig” auf?
  1. Keine Schuldgefühle
  2. 100%-ig aufschieben, nicht nur ein bischen
  3. Bewußte Entscheidung
  4. Nicht einfach so, sondern mit einem guten Grund
  5. Ergebnisse in Gefahr? Vorher informieren und neue Deadlines setzen.


Ein sechster Punkt fehlt mir: Nicht die unangenehmen Jobs aufschieben. Die werden nur immer unangenehmer und belasten das Denken.

Lesenswerter Beitrag. Gehen Sie direkt dorthin, schieben Sie es nicht auf.


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5 Responses to Richtig procrastinieren

  1. Aufschieben ist wie eine lästige Infektion. Manchmal hat man sie und manchmal nicht. Der NLPler wird gerne darauf verweisen, dass es eine Frage des Zustands ist, also wie ich mich fühle und das ich mich ja frei entscheiden kann, wie ich mich fühlen will (state management).

    Oft hängt es aber auch damit zusammen, dass wir hochfliegende Pläne haben und uns alles zutrauen und dann aber doch nicht in der Lage sind, schwierige Anrufe o.ä. selbst zu tätigen.

  2. Ja. Das sind die rationalen Argumente, die im verlinkten älteren Beitrag anders aber ähnlich stehen.

    Ich mache allerdings durchaus die Erfahrung, dass Aufschieben auch sehr positive Effekte hat. Das Thema “reift” noch etwas, die Ergebnisse werden spürbar besser als wenn ich das To-Do verkrampft, nur weils gerade auf der To-Do-Liste steht, erledige. Man muß sich das halt erlauben (wohl auch so ne Art state management, bin aber kein NLP’ler ;-) .

    Natürlich geht das nur sehr eingeschränkt wenn der Abgabetermin wichtig ist und drängt. Das ist ja aber nicht immer der Fall.

    Ich lasse inzwischen in meinem Zeitmanagement ganz bewußt die Puffer fürs Aufschieben. Klappt gut, die Sachen werden trotzdem rechtzeitig fertig, die Ergebnisse sind mindestens genauso gut und das Herangehen ist entspannter.

  3. Das ist dann lustbetontes Arbeiten.
    Eigentlich kein schlechter Gedanke. Schließlich haben wir uns unsere Aufgaben ausgesucht. Dann sollten wir uns auch aussuchen können, wann wir sie erledigen :-)

  4. Sephie says:

    Lustebetontes Arbeiten. Darf man das bein uns? ;-) ))

  5. Pingback: Blogatelier / Metaanalyse zur Aufschieberitis

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