Zunächst: Entschuldigung, wenn ich Sie bei der Arbeit unterbreche. Ich möchte Sie nur kurz auf einen Artikel von Jürgen von Rutenberg in der Zeit von 09.11. aufmerksam machen: “Der Fluch der Unterbrechung”:http://www.zeit.de/2006/46/Unterbrechungen?page=all
Er berichtet unter anderem von einer Studie des King’s College zur “Unterbrechung durch E-Mails”:http://www.ics.uci.edu/~gmark/CHI2005.pdf. Die dort enthaltenen Zahlen habe ich mal in eine Grafik gebracht. So siehts also auf Basis der Studie ganz schematisch und vereinfacht aus, wenn man konzentriert an einer Sache arbeiten möchte:

Grössere Darstellung (öffnet im neuen Fenster; png, 20 kb)
In 100 Minuten wurde also netto 25 Minuten an der wichtigen Aufgabe gearbeitet, davon lediglich 9 Minuten mit höchster Konzentration. Und dabei haben die Autoren der Studie in diesen Zahlen nur Unterbrechungen als solche bewertet, die nichts mit der akutellen Aufgabe zu tun hatten!
Zwei weitere bedenkenswerte Zitate aus dem Artikel in der Zeit:
bq. Ein anderer beschrieb seine absolute Unfähigkeit, eine E-Mail oder einen Anruf nicht sofort entgegenzunehmen: »Es ist wie mit Schokolade oder Kartoffelchips. Ich weiß, ich sollte meine Hand nicht nach ihnen ausstrecken, aber mir fehlt die Willenskraft.« (Quelle: ebenda)
bq. Der durchschnittliche Büroarbeiter unterbricht sich selbst genau so oft, wie er von außen unterbrochen wird. Es ist eine Art *vorauseilende Unterbrechung*, vielleicht auch schon eine Verfallserscheinung. (Quelle: ebenda)
Ein sehr lesenswerter Artikel: “Der Fluch der Unterbrechung”:http://www.zeit.de/2006/46/Unterbrechungen?page=all.
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25 Minuten bis zur Wiederaufnahme der Arbeit erscheint mir recht lang. Werde wohl mal den Artikel lesen müssen, vielleicht wird es dort erklärt.
Das liegt daran, dass diese Studie auch ergeben hat, dass nach einer Unterbrechung erst mal 2 andere Jobs erledigt werden. Das führt nach den Zahlen dazu, dass die ursprüngliche Arbeit erst nach ca. 25 Minuten wieder aufgenommen wird.
Wie gesagt, etwas schematisch und vereinfacht, wie Studien halt nun mal sind.
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