Doppelt gut kommt MPM, das “masochistische Projektmanagement”. Die Anleitung ist recht einfach:
Man füge sich zunächst durch immer wieder aufgeschobene Entscheidungen einen möglichst langen, kontinuierlichen Schmerz zu. Um danach, wenn die Entscheidung dann doch noch – aber zu spät – gefallen ist, die Qualen beim Ausbaden der Konsequenzen und beim Rechtfertigen genüsslich auskosten zu können.
Spontane Assoziationen?
Einige wenige, aber grundlegene Überlegungen helfen, dass MPM Fiktion bleibt:
* Wie fühlt es sich an, wie lebt es sich, nachdem das Projekt erfolgreich war?
* Was sind dafür die erfolgskritischen Punkte?
* Was sind die weichen Erfolgsfaktoren für die späteren Nutzer?
* Und was muß dafür getan werden?
* Welches Wissen wird dafür gebraucht und wo kommt es her?
* Wo ist der kritische Pfad?
* Was kann zum kritischen Pfad werden, wenn Entscheidungen nicht getroffen werden?
* Wie “ticken” die Entscheider, die im Projektverlauf entscheidend sind?
Braucht man dazu jetzt Microsoft Project-Orgien? Nein, im Gegenteil. Nicht jeder baut gleich einen Airbus. Außerdem macht das keinen Spaß.
Meistens reicht eine Mindmap (das man z.B. im Fall vom “Mindmanger”:http://www.mindjet.com/de/solutions/projects.php mit wichtigen projektrelevanten Daten versehen und später sogar nach Project exportieren kann). Nicht zu vergessen: Eine klare und zeitnahe Entscheidungsstruktur, und – der schwierigere Teil – eine offene Kommunikationskultur im Projektteam. Apropos Projektteam, ein interessantes Zitat:
bq. “Das ist Teil meines Jobs. Ich muss alles tun und dabei helfen, dass andere Leute ihre Arbeit gut erledigen können.” Jennifer Allerton, CIO Roche Pharma
(Quelle: Computerwoche 46/2006, S. 45)
Die Schmerzen werden dann allerdings weitestgehend ausbleiben.


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