Zwei Spamfilter für Outlook und einer für Outlook Express

In den letzten Tagen kam bei verschiedenen Gelegenheiten die Sprache auf E-Mail-Spam und die massiven Probleme damit. Ich konnte hoffentlich etwas helfen und reiche hiermit die Links zu den beiden kostenlosen und sehr leistungsfähigen Spam-Filtern für Outlook nach. Einer der beiden läuft auch unter Outlook Express. Beide im täglichen Einsatz gestestet und für sehr gut befunden.

*SpamBayes*

“SpamBayes”:http://spambayes.sourceforge.net/, der leider nur auf Englisch zur Verfügung steht, aber dafür mit ausgefeilten und sehr effizienten Algorithmen zu Werke geht und sich nahtlos und benutzerfreundlich in Outlook integriert. Ich setze derzeit SpamBayes ein, mit ganz gutem Erfolg, wie ich finde.

Es empfiehlt sich auch, SpamBayes bei der Installation zu trainieren. Das geht sehr einfach, die einzige Voraussetzung ist, dass Sie über einige Tage typische Spams in einem Ordner sammeln. Aus diesem und typischen Ordnern mit “guten” Mails lernt SpamBayes. Sollte sich im täglichen Arbeiten trotzdem eine Spammail durchmogeln oder eine gute Mail versehentlich als Spam deklariert werden, dann kann man SpamBayes über zwei entsprechende Buttons sehr einfach weiter trainieren.

Schön ist, dass der Filter mit diesem Training im Laufe der Zeit immer besser wird. Eine feine Sache. SpamBayes funktioniert übrigends auch mit den inzwischen üblichen Bilder-Spams (also Spam-Mails, die nur aus einer Grafik bestehen) sehr gut.

*SpamAware*

“SpamAware”:http://www.jam-software.de/freeware/index.shtml ist ein deutsches Plugin für Outlook und Outlook Express. SpamAware bringt die bewährte und im professionellen Einsatz gebräuchliche OpenSource SpamAssassin direkt mit und verwendet dessen Regeln. Keine Angst, es ist kein Benutzereingriff erforderlich.

Außerdem verfügt das Tool über einen lernfähigen Filter (ähnlich SpamBayes), der über zwei Schaltflächen leicht trainiert werden kann. Lernfähige Filter sind das wichtigste Tool gegen Spam. Als dritte und vierte Bastion gegen Spam arbeitet SpamAware noch White- und Blacklists (also Listen mit guten und bösen Absendern) und Realtime Blackhole Lists (RBL).

Komischer Fachbegriff. RBL sind nichts weiter als zentrale Verzeichnissen von Servern, die durch massiven Spam-Versand auffällig wurden. Wird eine Mail von einem Server verschickt, der auf der Liste steht, dann ist das ein Spam-Indiz (aber auch nicht mehr). Mit aktivierten RBL ist SpamAware recht langsam. Ich konnte auch keine signifikante Verbesserung der Spam-Erkennung durch RBLs erkennen, also getrost abgeschaltet lassen.

*Scoring*

Kurze Hintergrundinfo: Beide Spamfilter errechnen einen Punktewert für jede Mail, basierend auf verschiedenen Faktoren. Je höher dieser Punktewert, desto wahrscheinlicher ist die Mail eine Spam-Mail. Erreicht die Mail eine bestimmte Schwelle, dann wird sie automatisch in den Junk-Mail-Ordner verschoben.

*Wichtig:* Den Junk-Mail-Ordner vor dem Löschen der Mails immer kurz mal kontrollieren. Ab und an passiert es doch, dass eine gute Mail falsch erkannt wird. Mit Hilfe der lernfähigen Filter kann das aber leicht und für die Zukunft korrigiert werden.

Wenn Sie noch mehr über Spam lesen wollen, ich habe dazu bei akademie.de einen Beitrag geschrieben: “Spam verhindern – Wie Sie digitalem Werbemüll vorbeugen.”:http://www.akademie.de/fuehrung-organisation/online-handel/kurse/spam-verhindern/index.html. Dort können Sie unter anderem auch lesen, wie Sie Ihr E-Mail-programm so konfigurieren, dass Sie Spammern nicht in die Hände spielen.

Fragen? Fragen!

Ach ja, wenn Sie einen anderen guten SpamFilter für Outlook kennen (keine Proxy-Lösungen wie Spamihilator, Popfile, K9 oder SpamPal bitte ;-) – bitte in den Kommentaren fallen lassen. Danke!


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4 Responses to Zwei Spamfilter für Outlook und einer für Outlook Express

  1. Ich mache mit diesem Programm seit längerer Zeit gute Erfahrungen:

    http://www.defnullspam.de/

  2. Danke für den Tipp, Christian. Interessante Anwendung, bin mir über meine Meinung noch nicht ganz sicher. defnullspam basiert rein auf Absenderkennung und Authentifizierungsmails für unbekannte Absender. Werde die Software bei nächster Gelegenheit mal testen.

    Edit: Der Test fällt aus, da mein Outlook nach der Installation mit Fehlermeldungen nur so um sich wirft. Das mag meinem mit Add-ons vollgestopftem Outlook geschuldet sein, ändert aber nichts an der Tatsache.

  3. Holger says:

    defnullspam ist vielleicht für den Privatanwender geeignet (was ich auch nicht finde) aber dort wo es gewollt ist, dass auch Fremde mit einem kommunizieren – also im geschäftlichen Umfeld – dort einem Kunden zuzumuten nochmals zu bestätigen ob er wirklich mit einem in Kontakt treten will – ich weiß ja nicht.
    Meiner Meinung hat man durch dieses Prinzip mehr Arbeit als durch einen Spamfilter mit automatischer Erkennung. Auch da muss man seinen Spamordner im Blick halten, will man keine falsch erkannten Mails verlieren -bei defnullspam aber noch mehr.
    Bei defnullspam sehe ich nur Nachteile, keine Vorteile.

    Im Warteordner (oder wie auch immer es dort heißt) landen viele gewollte Mails – Leute die Ihre Mails nur selten lesen, Absender mit geänderter Adresse, Mails mit Bestätigungslinks bei Anmeldungen, Bestellbestätigungen… – fast jeder neue Kontakt landet erst mal dort – und dann dort liegen lassen bis der andere vielleicht irgendwann die Bestätigungsmail beantwortet?

    Und nebenbei erzeuge ich auch noch Netzlast mit unnötigen Mails – z.B. Authentifizierungsmails an Absender die nur eine Versendeadresse sind…
    Dann belästige ich auch noch Unbekannte, deren eMail-Adressen von Spamversender missbraucht werden, sende Mails an Adressen die es garnicht gibt, erhalte davon die Fehlermails (ich hoffe dass die das Programm aber erkennt, sonst geht das nochmal weiter)…
    Ich verlagere damit also mein Problem auf andere, und löse es nicht, sondern produziere noch mehr unnötige Mails.

  4. Pingback: netztaucherbrille

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