Kameras, die Kameras überwachen, die andere Kameras überwachen
Wohin der Irrsinn der Überwachungskameras, tech-sprech: CCTV, führt, das zeigt ein Artikel auf Spiegel Online: Überwachung bei den Briten. Kameras sprechen mit Kinderstimmen (danke, Sarah, für den Link).
4,2 Millionen Überwachungskameras werden in Großbritannien flächendeckend mit Lautsprechern ausgestattet und sollen damit Bürger ermahnen können. Sprechende Kameras für über 730.000.000 Euro. Zwei Zitate aus dem spon-Artikel:
“Das zuständige ‘Respektkommando’ (‘Respect Task Force’) hat bei dieser Operation vor allem die Kinder im Blick – sie sollen den sprechenden Kameras ihre Stimmen leihen. [...] Nachgerade bizarr ist, was Kristianah Fasunloye vom Ostlondoner Bezirksamt Barking und Dagenham zu ihren 16 künftig sprechenden Kameras sagt: ‘Wir werden Kinderstimmen wegen ihres Schockeffekts benutzen.’”
Herzlichen Glückwunsch. Auch zur gelungenen Namenswahl. Respekt vor was? Den Freiheitsrechten und der Menschenwürde?
“’CCTV-Vandalismus ist ein ernsthaftes Problem für die Behörden geworden’, sagt Davies nicht ohne Genugtuung. ‘Inzwischen gibt es sogar Kameras, die ausschließlich andere Kameras überwachen.’”
Ein Art neues Paintball? Sagt die eine Kamera zur anderen Kamera: “Vorsicht, da kommt ein Maskierter von hinten auf dich zu…”.
Weiterlesen: Privatsphäre
Geschrieben von Alexander Greisle am 26. Mai 2007, Lizenz
Details/Permalink | Trackback URL | per E-Mail versenden | | Drucken | Diskussion
 Zitat zum Montag
 Ohne Wartezeiten über die Grenzen dank neuer Technologien
 Selbstbestimmte Fremdbestimmung
 Persönliche Datenspuren im Internet
 Videoüberwachung macht Kindergärten effektiver
Ihr Kommentar zu diesem Beitrag: