Vor einigen Tagen hatte ich eine Zusammenstellung und persönliche Kurzbewertung verschiedener Personensuchmaschinen geschrieben. Zeit für einen Nachklapp. Grund ist ein sehr lesenswerter Artikel bei Wired: Astonishing! Spock Thinks You’re a Pedophile
Ganz kurz: Dienste wie Spock, andere genauso, bedienen sich aus öffentlichen Quellen und gehen dabei nicht zwingend intelligent vor. So werden Sie wahrscheinlich auch dann ein Profil haben bzw. irgendwann bekommen, wenn Sie sich gar nicht selbst anmelden. Was dann zunächst in diesem Profil steht, das hängt von der Maschine ab.
bq. “Once your content is on Spock it’s no longer strictly yours. For example, you can’t make your Spock profile private or limit who can contribute to it. Anyone registered with Spock can vote on the tags or photos on your profile. If the ‘no’ votes outnumber the ‘yes’ votes, the new content is removed. Otherwise, you’ll have to ask Spock’s customer service to remove it for you.” (Quelle: Wired)
Fazit: Sie haben gar keine andere Chance als sich bei den Personensuchmaschinen, nicht nur bei Spock, anzumelden und aktiv Ihre Einträge und damit Ihre Reputation zu pflegen.
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Ich verstehe noch gar nicht, auf Grund welcher Parameter Spock z.B. jemanden auflistet oder nicht.
Diverse Personen, nach denen ich gesucht habe, findet Spock nicht, andere schon. Wovon hängt das ab?
Hallo Frau Bloch, Spock hat dazu zwei Verfahren. Zum einen kann man sich selbst ein Profil anlegen, zum anderen gibt es einen Spider, der – analog zu Google – durchs Netz streift und Daten findet.
Um über zweiteres eine konkrete Person zu finden braucht Spock natürlich irgendwo her einen Hinweis. Und da wirds spannend. Woher soll Spock wissen, dass es sich bei einem Stück Text um einen Namen handelt den es zu verfolgen gilt? Insofern haben es die Jungs etwas schwerer als Google.
Sie bedienen sich daher wohl bevorzugt aus dem Datenpool von Social Networks. Wer sein Profil dort öffentlich hat, der wird über kurz oder lang bei Spock auftauchen. Darüber hinaus gibt es aber auch noch andere Kennzeichen, die eine Software mit der entsprechenden “Intelligenz” auswerten kann.
Es wird wohl schon noch eine ganze Zeit dauern, bis bei Spock & Co. ein vernünftiger Datenbestand vorhanden ist. Spannender als die Frage ob man eine Person dort findet ist für mich aber die Frage, was man darüber findet. Denn daraus generiert sich der Mehrwert. Solch schöne Profile wie sie Spock über ein paar A-Promis hat, die lassen sich für Otto-Normalperson nicht so einfach generieren. Und wenn ich ein offenes Xing- oder sonstiges SN-Profil über Google finde, dann brauche ich vielleicht Spock gar nicht.
Zumindest für die Recherche nach einer Person. Interessant ist es natürlich, nach Eigenschaften suchen zu können und mehr oder weniger passende Personen angezeigt zu bekommen. Das ist das, was der Wired-Artikel ja zu Recht auch als etwas kritisch empfindet. Aber dazu braucht es auch wieder aussagekräftige Personenprofile, womit sich der Kreis schließt.
Edit: Zu den Parametern. Da kann Spock bzw. die Maschine entweder versuchen, diese zu extrahieren. Das ist “nicht leicht”. Viele informationswissenschaftliche Fakultäten beschäftigen sich damit. Semantisches Web ist ein Stichwort hierzu. Bedeutung in eine Wüste von Buchstaben und Wörtern hinein interpretieren.
Oder halt Tagging verwenden, das marketing-technisch geschickt verpacken, und darauf hoffen, dass schon genügend Tags für jede Person angelegt werden, von der Person selbst oder anderen. Ich hätte ein komisches Gefühl dabei, darauf die Qualität einer Suchmaschine zu stützen. Denn ich glaube nicht, dass das Verschlagworten für die gesamte Internet-Userschaft (ist und muß ja der Anspruch von Spock sein) funktioniert.
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