Rubrik: Verschiedenes 

Es ist still im Blog derzeit. Die Jahresendrallye ist voll am laufen. Deshalb an dieser Stelle als kleines Lebenszeichen ein neuer Linkschwung mit Lesempfehlungen.

  • Expanding the 24-Hour Workplace – Warum immer mehr Aufgabenfelder sich weg vom nine-to-five-Job entwickeln beschreibt der Artikel im MIT Sloan Management Review und beleuchtet verschiedene Aspekte dabei. Nachdenkenswert und für eine Diskussion gut.
  • Wie aktuelle Themen und Wünsche die Wahrnehmung verändern und welche Auswirkungen das auf Entscheidungen hat beschreibt Kai-Jürgen Lietz im Excellence-Blog: Mach die Augen auf!

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Geschrieben von Alexander Greisle am 30. Oktober 2007, Lizenz
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Rubrik: Feuilleton 

Sie sollten ein Zeitmanagement-Seminar besuchen, wenn Sie

  • tagsüber nicht zum Lesen der Tageszeitung gekommen sind und das als Fahrer bei 120 km/h im dichten Feierabendverkehr erledigen müssen.
  • als Lieferwagenfahrer mit Ihrem extra langen Sprinter im dichten Feierabendverkehr rechts überholen müssen um dann kurz für dem LKW so wieder nach links einzuscheren, dass der eben recht fast überholte nur mit einer schlingernden Vollbremsung sein Leben retten kann.
  • tagsüber immer noch nicht genug Umsatz generieren um sich eine Freisprecheinrichtung oder zumindest ein vernünftiges Headset für Ihr Handy leisten zu können.
  • bei 120 km/h im dichten Feierabendverkehr dann doch die Tageszeitung beiseite legen um in wichtigen Akten zu lesen.

Vier und mehr potenzielle Kunden auf einer Autofahrt von München nach Stuttgart. Vielleicht waren ja viele “bin eigentlich Bahnfahrer” mit Umstellungsschwierigkeiten dabei. Oder sollte ich mir doch eine Leuchtreklame aufs Auto montieren lassen?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. Oktober 2007, Lizenz
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Rubrik: Usability + Ergonomie | Technologien 

Scheinbar sind die Forscher sehr von Minority Report inspiriert worden. Aufsehenerregende Videos von großen (Multi-)Touch-Screens, die mit Handgesten direkt am Schirm bedient werden können, hat man in letzter Zeit häufiger gesehen, z.B. hier und hier.

Diese Prototypen sind für Otto-Normal-Büromensch eine Nummer zu groß. Microsoft hat sich dem Thema im Research Lab in Cambridge angenommen und einen Multi-Touch-Monitor für Notebooks entwickelt: ThinSight

Für die technisch interessierten bietet das Video auch einige tiefergehende Erklärungen.

Quelle: wissenschaft.de

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Geschrieben von Alexander Greisle am 20. Oktober 2007, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Ein tolles Interview mit dem Erfinder des MindMapping, Tony Buzan, hat Florian Rustler geführt. Glückwunsch, Florian. Ein Lesetipp für alle Mindmapper und solche, die es werden wollen.

Als Nutzer von iMindMap war ich natürlich besonders gespannt auf Tony Buzans Anmerkungen dazu. Er beschreibt sein Ziel für die Entwicklung der Software so:

“I wanted software that enabled you to create truly organic personal Mind Maps which are stimulating to the brain.”

Diesen Effekt kann ich für mich bestätigen. Es macht Spaß, Ideen und Konzepte mit iMindMap spielerisch zu entwickeln und zu gestalten. Das bisherige Standard-Werkzeug, den MindManager, nutze ich trotzdem weiterhin und gerne, immer mehr allerdings für andere Dinge. Zum Beispiel als Workshop-Tool um das Wissen aus Diskussionen festzuhalten. Versuchen Sie das mal. Es funktioniert prächtig.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 17. Oktober 2007, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

E-Collaboration ist ein Überbegriff für eine Menge an Werkzeugen zur Zusammenarbeit in verteilt arbeitenden Teams. Matthias Koller aus Zürich hat via SlideShare eine Zusammenfassung seiner Diplomarbeit über E-Collaboration online gestellt. Eine gelungene, kompakte Zusammenfassung:

Besonders gefallen mir die Schlußfolgerungen von Matthias Koller. Sie geben exakt die Punkte wieder, über die in meinen Projekten rund um dieses Thema häufig diskutiert werden. Gut gelungen sind auch seine Klassifizierungen. Ein Lesetipp, klicken Sie sich mal durch.

via Martin Koser

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Geschrieben von Alexander Greisle am 16. Oktober 2007, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 
“Der Eifer der Arbeit wirkt oft in einer Stunde mehr,
als der mechanische, schläfrige Fleiß in drei Stunden.”
Christian Fürchtegott Gellert, 1715 – 1769

Neudeutsch heißt das “Flow”.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 14. Oktober 2007, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Nicht Stress “im Büro”, sondern tatsächlich durch das Büro. Bei Jochen Mai habe ich einen Hinweis auf eine interessante europäische Studie von ICM Research unter 2000 Büroangestellten gefunden. Mit einem Ergebnis, das schade ist:

“60 percent of respondents felt that office layout increased stress levels, with 19 percent feeling it ‘significantly’ increased stress.”

In meinen Projekten begegnen mir immer wieder typische Faktoren, die solchen Streß hervorrufen.

  • Unnötige Erschwernisse. Von wegen einfach eine Besprechung einberufen – erst muß mal das Equipement im Haus zusammengetragen werden und irgendwo ein Raum gefunden werden. Mit etwas Glück kennt man jemanden, der jemanden kennt, dessen Nachbar… Hat man das geschafft, begiebt man sich im Besprechungsraum als erstes unter den Tisch um die Ausrüstung zu verkabeln. Heureka.
  • Lärmbelastung. Nicht nur in offenen Strukturen, ganz im Gegenteil. Die kann man auch akustisch gut gestalten. 2er- bis 6er-Büros sind häufig schlimmer was den Störfaktor “Lärm” angeht – es gibt kein Grundrauschen, jede Geräuschquelle schlägt sofort durch. Dazu gehört auch der Drucker nebenan der unvermittelt losgeht, oder das Telefon, oder…
  • Luftqualität und Klima. Zu öffnende Fenster sind natürlich das Ideal – zumindest wenn man sich im Team einig darüber ist, wann es zieht, wann es warm und wann es kalt ist und, und, und. Zugfreie Klimatisierung und Frischluftzufuhr sind die Herausforderungen, gerade wenn ein Gebäude Sparzwängen unterworfen ist.
  • Tristes Ambiente ohne Wohlfühlfaktor. Sei es durch grau-in-grau, alte Ausstattung und abgegriffene Möbel oder durch fehlende Pflanzen. Eigentlich verbringen wir viel zu viel Zeit im Büro um es uns nicht etwas angenehmer zu machen, oder? Unser Arbeitsplatz soll schöner werden.
  • Kein gutes Licht. Denn: Licht ist nicht gleich Licht. Ein gutes Beleuchtungskonzept mit Tageslicht, indirekter Raumbeleuchtung und Licht am Arbeitsplatz ist gut für ermüdungsfreies und effizientes Arbeiten.
  • Ungeeignete Räumlichkeiten. Auch hier völlig wertfrei. Das gerühmte Einzelbüro ist nur manchmal die richtige Büroform, genauso wie das Gruppenbüro. Es kommt auf den richtigen Büroformen-Mix an, ausgerichtet auf die Tätigkeiten. Es leuchtet ein, dass für kreatives Arbeiten eine andere Umgebung gut ist als für Telefonjobs und für die eine andere als für konzentrierte und vertrauliche Arbeiten. Wie man sich bettet, so liegt man.
  • Fehlende Kommunikationsmöglichkeiten. Der Mensch ist nun mal ein Herdentier, Ausnahmen bestätigen die Regel. Warum muß die Kaffeeküche am hintersten Ende des Ganges sein? Warum darf sie nicht gemütlich sein? Dass man dort faul rumlungert und nichts schafft, das ist Schnee von gestern. Und selbst wenn das eine oder andere nicht-berufliche Wort gewechselt wird. Die Menschen werden anschließend viel besser zusammenarbeiten.
  • Fehlende Rückzugsmöglichkeiten. Einfach mal 10 Minuten die Augen zu machen, sich auf eine Liege in einem angenehmen Ambiente zurückziehen und die Gedanken rund um eine neue Idee schweifen lassen. Vielleicht sogar mit etwas Musik und Farben? Oder konzentriert etwas lesen, einen Text ohne Störungen schreiben, einfach mal seine Ruhe haben. Und danach geht es wieder zurück ins Team.

Es gibt viele Beispiele, solche und gute. Arbeiten wir dran, dass die guten mehr werden. Denn Büros zu gestalten ist mehr als Schreibtische zu stellen, es ist Organisationsgestaltung und -entwicklung.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 8. Oktober 2007, Lizenz
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Rubrik: Information Worker | Neue Arbeitsformen 

Wie sagte ein Teilnehmer in einem meiner Workshops in dieser Woche so schön:

“Gemeinsam Dokumente per E-Mail bearbeiten ist wie das Arbeiten mit Brieftauben.”

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 4. Oktober 2007, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Ist es nicht interessant, dass wir uns einerseits über den Fluch der ewigen Erreichbarkeit beklagen, andererseits aber doch in stundenlange Meetings verschwinden und dort – hoffentlich – das Handy auch mal ausschalten können (Ausnahmen bestätigen die Regel)?

Warum klappt das immer weniger zu Zeiten, in denen wir uns konzentrieren oder uns mit der Familie beschäftigen sollten?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 2. Oktober 2007, Lizenz
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