Erreichbarkeitskultur

Ist es nicht interessant, dass wir uns einerseits über den Fluch der ewigen Erreichbarkeit beklagen, andererseits aber doch in stundenlange Meetings verschwinden und dort – hoffentlich – das Handy auch mal ausschalten können (Ausnahmen bestätigen die Regel)?

Warum klappt das immer weniger zu Zeiten, in denen wir uns konzentrieren oder uns mit der Familie beschäftigen sollten?


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8 Responses to Erreichbarkeitskultur

  1. Stefan Ukena says:

    Zwei Sätze — und ich bin ratlos.

    Der erste Satz scheint einen Widerspruch einzuleiten (“Ist es nicht interessant…”). Aber wo ist denn da der Widerspruch? Wenn ich mich darüber beschwere, dass ich ständig erreichbar sein soll, dann stellt das doch keinen Widerspruch dazu dar, dass ich häufig an langen Meetings teilnehme.

    Und was ist mit der Frage gemeint: Was klappt immer weniger? Das Erreichbarsein? Das Beschweren? Das Teilnehmen an Meetings? Das Ausschalten des Handys in Meetings? Das Bestätigen der Regel durch Ausnahmen?

    Interessierte, neugierige und fragende Grüße!

  2. Pingback: Streuverluste Aktuell

  3. Stefan Ukena says:

    Na, dann ist die gegenseitige Verwirrung ja wohl komplett :-) Das war nicht meine Absicht. Also ein zweiter Versuch:

    Mein Kommentar war eine — zugegeben etwas verklausulierte — Bitte um Aufklärung, was es mit Deinem Posting auf sich hat. Ich habe nämlich den Eindruck, dass Du einen Widerspruch siehst, wo ich überhaupt keinen erkennen kann (einerseits über den Fluch der ewigen Erreichbarkeit beklagen andererseits aber doch in stundenlange Meetings verschwinden). Und weil ich neugierig bin, hätte ich gerne gewusst, worin Du da den Widerspruch siehst.

    Darum mein Kommentar.

    Zu Deiner Handy-Regel: Hört sich gut an. Bisher war das für mich nicht notwendig, da geschäftlich so gut wie keine Anrufe eintreffen. Private nehme ich dafür aber meistens an — falls ich mein Handy überhaupt höre :-)

  4. Christoph says:

    Ich verstehe wiederum nicht, was Du mit deinem Kommentar fragen/sagen willst, Stefan ;-)

    Wie auch immer – meine Regel:
    Sobald ich zu Hause bin: Handy aus.
    Bei anderen, schönen Dingen (Zweisamkeit & Co.): Rufnummernfilter @ home. Funktioniert bestens und wirkt ungemein entspannend.

  5. Selbst auf meiner Mailbox habe ich den Spruch verewigt, dass es Momente gibt, wo das Handy ausgeschaltet bleibt.

  6. @Stefan, Verwirrung ist Teil des Konzepts ;-)

    Spaß beiseite, ich finde es bemerkenswert, dass es sehr wohl Situationen gibt, in denen die meisten, gottseidank, recht gelassen mit der Erreichbarkeit umgehen, zum Beispiel Meetings. Selbst die Blackberry-Unsitten gehen meinem Empfinden nach drastisch zurück, auch das Stummschalten des Handies hat sich mehr oder weniger durchgesetzt. Ausnahmen bestätigen die Regel, denn es gibt ja tatsächlich manchmal gute Gründe, das nicht zu tun.

    Andererseits scheinen sich die Möglichkeit des Off-Schalters für andere Situationen, z.B. das konzentrierte Arbeiten oder der Feierabend noch nicht so weit durchgesetzt zu haben. Motto: Qualitätszeit schaffen.

    Solch erweiterte Kenntnisse wie die des Rufnummernfilters — ich musste gerade selbst erst nachsehen, wo ich das einstellen kann :-)

  7. Mir ist bei deinem Artikel eine Karikatur eingefallen, die ich irgendwo mal zum Thema “Technostress” gesehen habe. Dabei wurde auf humoristische Weise sehr gut auf den Punkt gebracht, wie wir uns selbst zu Geiseln der modernen Kommunikationsmittel machen. Mir persönlich gelingt es mit Handy, Fax & Co. recht gut. Nutze zwar mein Handy auch zum E-Mail-Download – aber nur dann, wenn ich es selbst möchte. Es trudelt also nicht dauernd irgendeine Nachricht ein, die mich ständig ablenkt. Dennoch: Es gehört sehr viel Selbstdisziplin dazu, um das von dir geschilderte Phänomen in den Griff zu bekommen.

  8. Das stimmt, Andreas. Merke ich auch an mir. Die Versuchung ist schon groß, doch mal auf “Nachrichten abholen” zu klicken…

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