Aussteigen digital

Früher, da war das Aussteigen mit Aufwand verbunden. Der Hausrat mußte unter das daheim bleibende Volk verstreut werden (oder eingelagert, für den Fall der Fälle). Vielleicht hat man sich vorher informiert, alles organisiert und als guter Deutscher hat man sich sicher auch um seine Rentenzahlung gekümmert.

Heute geht das schneller. Man steigt einfach digital aus. Wenige Klicks – und weg ist man. Ein Erfahrungsbericht auf Spiegel Online: Abschied von StudiVZ und Xing. Mein digitaler Selbstmord.

Nur das mit dem Einlagern für den Fall der Fälle, das wird nicht mehr klappen. Denn garantiert, wenn man seine Zugänge lediglich auf Eis legt und nicht sofort komplett löscht und DSL abbestellt, nach 76 Stunden ist man wieder drin. Das ist wie mit der letzten Zigarette…

P.S.: Nein, ich werde das nicht ausprobieren. Noch nicht.


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