Meine These:
Die digitale Reputation entwickelt sich zum Hygienefaktor.
- Ist sie gut, dann ist es egal.
- Ist sie nicht vorhanden, dann ist das komisch.
- Ist sie schlecht, dann ist das schlecht.
Warum “nur” ein Hygienefaktor? Wir werden den “Bewerbungsmappeneffekt” beobachten. Die Standardbewerbungsmappe ist heute nicht mehr aussagekräftig. Viele sind schön, sauber, ordentlich. Die Umschläge gleichen sich, die Zeugnisse sind nicht selten selbst mitgestaltet oder zumindest gefällig, die Formate kennt man. Auffällig sind eigentlich nur noch die schlechten Beispiele.
Stellt sich die Frage, wann die digitale Reputation “schlecht” ist. Kriterien könnten sein:
- Negatives und unsachliches überwiegt
- Inkonsistente Suchergebnisse zu einer Person
- Keine klare Trennung zu anderen Personen mit gleichem Namen ersichtlich
- Sie ist nicht authentisch
- Sie kommt zu geschleckt und abgeschliffen daher
Auffällig sind nur noch die schlechten Beispiele. Stimmt nicht ganz, es gibt natürlich auch herausragende. Eine Herausforderung wird sein, eine durchweg positive digitale Reputation für die ganz unterschiedlichen Zielgruppen hinzubekommen. Der Personaler hat sicher andere (strengere) Kriterien als die privaten Bekanntschaften oder die Vereinskumpels. Alle haben sie Zugriff auf die gleichen Informationen im Internet, die Informationen zu differenzieren funktioniert nicht. Im Gegenteil, das könnte bei tieferer Recherche sogar kontraproduktiv sein, wenn sich Inkonsistenzen auftun.
Wissen Sie schon, wie Sie im Internet erscheinen (wollen)?
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