Lieschen Müller oder Lieschen Müller? Die größte Herausforderung für Personensuchmaschinen ist das Auflösen von Namenskonflikten und die richtige Zuordnung gefundener Inhalte. Hier kranken eigentlich alle bekannten Personensuchmaschinen. Wohl dem – oder gerade auch nicht – der einen mehr oder weniger eindeutigen Namen hat.
Vor einiger Zeit hat die Personensuche Spock, die den Hype zu Personensuchmaschinen ins Rollen brachte, einen mit 50.000 $ dotierten Wettbewerb ausgeschrieben, um eben jenes Problem zu lösen. Lange hatte man nichts mehr davon gehört, jetzt sind die Gewinner bekannt. Es handelt sich um ein Team aus Deutschland, sechs Personen der Bauhaus-Universität Weimar um Professor Dr. Thomas Stein.
“Information is Nothing without Retrieval”, so das Motto des Lehrstuhls.
Von den weiteren 1500 Einsendungen wird Spock ebenfalls profitieren. Kleiner Nebenaspekt: Hier zeigt sich wieder einmal der Nutzen davon, die Öffentlichkeit und die Kunden in die Entwicklungsprozesse einzubeziehen.
Ich bin gespannt, wann die Ergebnisse in Spock implementiert sind. Beim schnellen Test gerade eben konnte ich noch keine Optimierung erkennen. Es wird wohl noch etwas Zeit brauchen, um die sicher nicht trivialen Verfahren zu implementieren. Trotzdem zeigt es sich, dass man das Thema der Personensuche, insbesondere für die digitale Reputation, nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Die Technologie macht rasante Fortschritte.
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Der Open Source Gedanke, bzw. die Idee der Schwarmintelligenz hat sich ja auch bereits in mehreren Projekten bewährt – z.B. Linux, Facebook. Sie hat aber natürlich auch Grenzen. Oder verleitet wie im Fall Wikipedia manchmal zur Manipulation.
Ich mache ja gerade ähnliche Erfahrungen mit dem Redesign meines Blogs. Mehrere Designer können mitmachen – aber auch die Leser, indem sie Anregungen und Kritik beisteuern. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt…