Arbeiten mit zwei Bildschirmen, eine neue Studie
Links den Editor (der geniale Q10), rechts den Browser mit der Vorlage für diesen Blog-Beitrag. Kein ständiges Hin-und-her-Wechseln zwischen den Anwendungen um etwas nachzulesen, kein ständiges Wechseln der Browser-Tabs, einfaches Copy-Paste zwischen zwei sichtbaren Anwendungen. Was für das Schreiben von Artikeln einfach wunderbar ist, ist in der täglichen Büroarbeit eine enorme Arbeitserleichterung, ich hatte unter anderem im Beitrag ‘Mit mehreren Monitoren arbeiten’ vor bald zwei Jahren schon ausführlich dazu geschrieben.
Alternativ zu zwei Bildschirmen kann es natürlich auch ein einzelner, großer Bildschrim sein, ich persönlich bevorzuge allerdings zwei Bildschirme.
Eine neue Studie der Universität von Utah, gefunden in der ComputerZeitung via dem neuen Mindjet-Blog, hat nun herausgefunden,
“...dass größere oder doppelte Bildschirme die Produktivität erheblich steigern. Wer beispielsweise einen 24-Zoll-Monitor benutzt, ist gegenüber den Kollegen mit einem 18-Zoll-Monitor um 52 Prozent schneller. Und wer zwei 20-Zoll-Monitore verwendet, ist immerhin noch um 44 Prozent schneller als derjenige, der an einem Single-18-Zoll-Monitor arbeiten muss.” (Quelle)
Ob es nun 2 Stunden pro Tag sind, die man sich dabei einspart, sei’s drum. Vielleicht ist es nur eine Stunde oder eine halbe. Ein weiterer, qualitativer, Effekt ist, dass man so viel konzentrierter und fokussierter arbeitet. Man hat schlicht weniger ablenkendes Rumgeklicke.
P.S.: So sah es mit zwei Monitoren auf meinem Schreibtisch aus, als ich diesen Beitrag geschrieben habe. Ich arbeite mit dem Notebook (Display 15” mit 1600×1400’er Auflösung) in einer Docking-Station, über die der zweite Monitor, ein 17-Zoller, direkt verbunden ist. Sehr bequem.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 5. April 2008, Lizenz
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Ihr Kommentar zu diesem Beitrag:
Ich persönlich bevorzuge (nachdem ich auch die zwei-Monitor-Variante getestet habe) weiterhin einen einzelnen Bildschirm. Selbst nach einigen Wochen mit zwei Bildschirmen inkl. ausprobieren verschiedener Nutzungen für den zweiten Screen, konnte ich für mich keinen Vorteil aus dem zweiten Bildschirm ziehen.
Die gesteigerte Produktivität mit einem grossen Bildschirm hingegen kann ich aber unterstützen – zu gross sollte der Bildschirm aber nicht sein. 24” finde ich sehr angenehm, 30” hingegen ist mir zu gross (es fehlt der Überblick).
Jedem so wie’s ihm am besten gefällt trifft’s hier wohl auch am besten.
> Jedem so wie’s ihm am besten gefällt trifft’s hier wohl auch am besten.
Definitiv. Das ist wohl bei vielen arbeitsorganisatorischen Fragen so. Wichtig ist, dass man sich diese Gedanken mal macht.
Ich persönlich arbeite mit recht vielen Programmen gerne im Vollbild-Modus, da lenken mich die vielen Fenster nicht ab und ich kann mich besser auf die Anwendung bzw. die Aufgabe fokussieren. Der Editor Q10 ist so ein Anwendungsbeipiel, Mindmapping, Projektplanung, Powerpoint und Word-Dokumente sind andere.
Das hat manchmal was mit der Komplexität und der Fülle der Darstellung zu tun (z.B. bei Mindmaps oder Projektplänen), in anderen Fällen was mit der Funktionalität. So habe ich in Word bei längeren Texten beispielsweise links neben dem Text das Inhaltsverzeichnis angezeigt, rechts davon die Aufgabenleiste mit Formatvorlagen oder der Zwischenablage. Das macht (mir) nur Fullscreen wirklich Spaß... Und auf dem zweiten sind dann – um bei diesem Beispiel zu bleiben – irgendwelche Input-Quellen, der Taschenrechner oder ein Chat-Fenster oder was man halt so braucht (das dann durchaus auch mal überlappend).
als Graphiker und MAC Nutzer sind zwei Bildschirme schon lange üblich. Spätestens, seit viele Programme immer mehr Werkzeug- und Funktionsfenster benötigen, ist ohne zwei Bildschirme oder einen besonders großen effizientes Arbeiten kaum möglich. Mit zwei Bildschirmen sieht man besser, oder heißt es doch anders?
Seid mir nicht böse – aber: Alles Schnee von gestern. Richtig interessant wird es erst ab vier Bildschirmen.
Da ich seid nunmehr ungefähr 14 Jahren (die heilige Spea V7 Mirage kam damals raus und das war die erste Karte, die man gleich zweimal in einen Rechner stecken konnte) mit zwei Monitoren arbeite, habe ich mir in diesem Jahr nach einem C’t Artikel gedacht: Mach Dich doch mal auf die Suche nach mehr.
Dabei rausgekommen ist dann zunächst ein Rechner mit vier Monitoren (zweimal eine Gainward GT 9500 mit Passivkühlung auf einem Board mit zwei PCIex16 Steckplätzen). Das war ja schonmal ganz nett. Nach dem arbeiten mit diesem Rechner (ungefähr eine Woche) wollte meine Frau nicht mehr auf “nur” zwei Monitoren arbeiten.
Mir persönlich waren dann gedanklich auch die vier Bildschirme zu wenig, weshalb ich beschloss, das momentan relativ einfach machbare auszuloten.
Ich habe also ein neues System zusammenstellen lassen: Ein Board mit 3 Grafikkarten in denen momentan 3 Gainwards werkeln. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wegen Kühlung und Stromversorgung klappt es mittlerweile eigentlich störungsfrei.
Etwas knifflig war der Bau der Monitorhalterungen – das Holz dafür habe ich aus dem Baumarkt, da die Profi-Teile jenseits der Tausen Euro erst beginnen und das hat gerade der Rechner nur gekostet.
Die Arbeit auf dem System ist für mich schlichtweg nur genial. Als Webdesigner mit Photoshop, Datenbank, Editor, Redaktionssystem, Ausgabesystem sind sechs Monitore knapp ausreichend ;-) Ich bin halt auch ein Vollbild-Freak.
Meiner Einschätzung nach macht das System einen Performance-Gewinn von mindestens 100% gegenüber einem Einmonitor-System. Zumeist entlastet es auch durchaus den Kopf, da man bei 6 Bildschirmen wirklich viel zeitgleich im Blick hat und unnütze Gedankenleistung beim wilden herumklicken erspart.
Wellness bei der Arbeit eben – das sind 6 Monitore.
Und 8 Stück würde ich auch nicht vom Schreibtisch schmeißen ;-)
Christian, schau mal aufs Datum. Beitrag ist “von gestern” ;-)
Natürlich ist es für IT-Menschen ein alter Hut, mit mehreren Monitoren zu arbeiten. Für Normalsterbliche in Unternehmen ist das allerdings alles andere als selbstverständlich, obwohl sehr viele Tätigkeiten davon profitieren würden.
Ob es dann allerdings gleich vier oder noch mehr sein müssen, das sei mal dahingestellt. Zum einen ginge durch die Monitorwände in Büros viel Atmosphäre verloren, zum anderen müsste man dann meiner Meinung nach eher über andere Technologien nachdenken.