Natur tut gut. Pflanzen im Büro steigern Performance.
Clean Desk war das Thema des vorherigen Artikels. Clean Desk bedeutet jedoch nicht, dass Büros steril und wenig ansprechend sein sollen. Im Gegenteil. Gerade haben amerikanische Forscher wieder herausgefunden, dass Pflanzen zum Wohlbefinden und zur Zufriedenheit der Mitarbeiter beitragen. In einem früheren Beitrag hatte ich schon auf die positiven Wirkungen von Pflanzen hingewiesen.
Betriebsklima im doppelten Wortsinn. Auch für die Akustik können Sie durch die Auswahl der richtigen Pflanzen einiges tun. Wichtig für letzteres sind möglichst kleinblättrige, buschige Pflanzen. Das könnte beispielsweise ein Ficus Benjamini sein. Dieser trägt, genauso wie zum Beispiel Grünlinien und Efeu, auch zu einer besseren Luftqualität bei. Die beliebten Drachenbäume bauen Formaldehyd in der Büroluft ab. Wenn Sie tiefer in die Wirkung der Pflanzen einsteigen wollen, dann empfehle ich Ihnen den Besuch der Seite von Plants for People.
Neben den akustischen und gesundheitlichen Wirkung sind Pflanzen natürlich auch ein hervorragendes Gestaltungs- und Raumteilungselement für die Bürogestaltung.
Aus der Praxis drei Empfehlungen:
- Sorgen Sie für eine professionelle Betreuung der Pflanzen. So stellen Sie sicher, dass sie möglichst lange Freude an der Investitionen haben und vor allem, dass die Pflanzen keine schädlichen Mikroorganismen (z.B. Schimmel) entwickeln.
- Planen Sie die Aufstellung der Pflanzen sorgfältig. nur so können Sie zum Beispiel ihre Wirkung für eine bessere Akustik optimal entfalten.
- Qualität und Quantität. Eine einzelne Pflanze sieht nett aus, wird aber die gewünschten Wirkungen nicht entfalten. Erst wenn genügend Pflanzen aufgestellt werden treten die Effekte ein. Wie viel “genügend” ist, lässt sich pauschal leider nicht beantworten.
Sicher, das sind überwiegend “weiche” Faktoren. Auf der anderen Seite stehen die Hard Facts von Investitions- und Wirtschaftlichkeitsrechnungen. Sowohl Studien als auch Auswertungen aus meinen Projekten zeigen jedoch, dass dieses Thema mehr ist als nur Ökosprech.
Weiterlesen: Bürogestaltung, Performance, Studien
Geschrieben von Alexander Greisle am 28. Mai 2008, Lizenz
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[...] Atmosphäre: Grau, trist, miefig. Wem diese Assoziationen beim Wort “Büro” kommen, der hat wirklich keinen Grund, sich darauf zu freuen. Aber das muß ja nicht so sein. Büros können schön gestaltet sein, offen, kommunikativ, grün, bunt, inspirierend. Wer findet Googles Büros in Zürich nicht toll? Da geht man gerne hin, das kann kein anderer Ort ersetzen – aber ergänzen. [...]
Ihr Kommentar zu diesem Beitrag:
Ich kenne kein Büro, welches ohne Pflanzen Sympathie ausstrahlt. Ich habe beispielsweise zwei kleine Palmen links und rechts neben meinem Monitor stehen, so bekommt man die Natur an den Arbeitsplatz ;-)
Meine Empfehlung für jedes Büro: Die Phoenix Dattelpalme.
Gruß,
André
Was die Qualiät der Luft anbelangt, kann ich dem nur absolut zustimmen. Neulich habe ich mehrer Palmen und Ficus in mein Homeoffice gestellt. Zwar sieht der Raum jetzt wie ein kleiner wilder Garten aus, doch die Pflanzen haben die Luftqualität derlei verbessert, dass ich kaum noch Kopfschmerzen bekomme. Ich hätte nie gedacht, dass es soviel bewirkt. Da kann man nur jedem empfehlen, die Räume mit Pflanzen zuzustellen. LG Heinzi
Nur leider sieht man es heutzutage gar nicht mehr gern, wenn Pflanzen oder andere persönliche Dinge am Schreibtisch stehen. Das war jetzt bei meinen letzten 3 Arbeitgebern so. Die Begründung lautet immer, “es könnten ja mal Kunden vorbeikommen”. Allerdings sehe ich keinen Grund, wieso Büropflanzen Kunden abschrecken sollten.
@Alex: “Keine Pflanzen” und “keine persönlichen Dinge” sind zwei unterschiedliche Aspekte. Gerade bei Pflanzen plädiere ich auch gegen die wilde Privatpflanzenansammlung. Statt dessen würde ich immer empfehlen, ein gutes Begrünungskonzept durchzuzuiehen. So lassen sich die besprochenen Aspekte Luftqualität, Akustik und Raumstrukturierung optimal gestalten, mit einer Privatpflanzensammlung klappt das in der Regel nicht.