Rubrik: Information Worker | Neue Arbeitsformen 

Frisch zurück vom Urlaub ein Artikel über Burnout? Klar, erhohlt schreibt sich das leichter ;-)

Im geförderten Projekt Präventiver Gesundheitsschutz in der IT-Branche wurde ein sehr praktisches Arbeitspapier veröffentlicht: Burnout in der IT-Branche (via heise).

Laut Titel speziell für IT-Freelancer, im Inhalt hoch relevant für alle Wissens- und Informationsarbeiter, egal ob Selbständig, angestellt oder als Freiangestellter. Es geht darum, wie man Burnout erkennen kann, welche Ursachen dafür verantwortlich sind und vor allem darum, wie man Burnout vermeiden kann.

Wie zeigt sich ein Burnout? Laut dem ITG-Papier in drei Schritten:

  1. Emotionale und körperliche Erschöpfung
  2. Zynismus, Entfremdung, Demoralisierung
  3. Verfall des Engagements und Gefühl der Ineffizienz

Diese drei Punkte eignen sich ganz gut für die kritische Selbstdiagnose.

Sicher haben die Unternehmen dafür eine Verantwortung, andererseits kann jeder eigenverantwortlich für sich selbst sehr viel tun. Und: Je selbständiger und freier die Arbeitsweise desto höher die Selbstverantwortung. Natürlich haben die vom Einzelnen nur schwer zu verändernden Rahmenbedingungen in den Unternehmen, das Paper zeigt eine Vielzahl davon auf, eine zentrale Bedeutung. Auch daran sollte man als Einzelner Einfluß nehmen.

Einfacher und mit weniger Aufwand kann man sich selbst schützen. Es gibt keine Ausreden dafür. Ein paar Maßnahmen:

  • Sich nicht dauerhaft überfordern und Neues mit Bekanntem abwechseln
  • Nicht alles verplanen, Puffer einbauen
  • Pausen, nach Abschluß einer Aufgabe oder regelmäßig alle 60 bis 90 Minuten, weg vom Rechner, am besten an der frischen Luft.
  • Jeden Tag eine Bewegungspause. Spazieren gehen, etwas körperliches tun.
  • Strikt arbeitsfreie Zonen und Zeiten schaffen. Zeit für Hobbies und Freunde reservieren.
  • Diese arbeitsfreien Zonen vor “Überfällen” schützen: Handy aus, Rechner aus.
  • Vielleicht hilft hier nur Routine? Zwei Abende die Woche, immer die gleichen, regelmäßig, ohne Ausnahme.
  • Leichte Lektüre. Die Fachzeitschriften, Blogs, Podcasts, Feeds etc. abends weglegen. Mal wieder einen guten Roman oder Krimi lesen, ins Kino gehen, im Straßencafe andere Leute beobachten.
  • Eine stille Stunde in den Büroalltag einbauen. Eine Stunde am Tag, in der Sie sich nicht stören lassen. Mit etwas Konsequenz ist das im Kollegenkreis leichter durchzusetzen als man glaubt.
  • Über den Streß sprechen, den Dampf verbal rauslassen, auch wenn es schwer fällt. Wenn die Kolleginnen und Kollgen nicht die geeigneten Gesprächspartner sind, dann vielleicht Freunde oder die Familie? Andere haben die gleichen Probleme…
  • Bei länger andauernder Erschöpfung ist vielleicht auch ein Arzt die richtige Ansprechperson?

Wichtig scheint mir dieser Satz, nicht nur für Freelancer, sondern für alle Informations- und Wissensarbeiter:

“Wenn Sie ‘unternehmerisch’ [oder selbstverantwortlich] am Markt [oder im Unternehmen] auftreten, sollten Sie auch in anderer Hinsicht wie ein Unternehmer handeln. Physische und psychische Ressourcen sind das Kapital des Freelancers [in der modernen Arbeitswelt]. Sichern und vermehren Sie Ihr Kapital.”

In diesem Sinne…

Projekthomepage
Direkter Download des Arbeitspapiers (pdf, ca. 290 KB)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 26. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Information Worker | Neue Arbeitsformen 

Konrad Fassnacht hat auf dem eCollaboration Forum 2008 von einer sehr interessanten Aussage aus einem Gespräch erzählt. Es ging darum, dass die Akzeptanz von Links auf Dokumente in einem Dokumentenmanagement in E-Mails in diesem Fall nicht so hoch war. Die Aussage des Mitarbeiters:

“Eigentlich will ich wieder einen pdf-Anhang des Protokolls. Da habe ich wieder was in der Hand.”

Ich finde, damit haben wir schon einen gehörigen Schritt in Richtung papierarmes Büro gemacht, oder?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

wenn man eine Powerpoint-Folie mit einer Bildschirmlupe präsentiert, dann sind tendenziell zu viele Informationen drauf.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Information Worker | Informationsgesellschaft 

Dass das Nehmen leicht ist, dass sehen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach. Geben ist nicht ganz so leicht. Vielleichts gibt es ja einen Zusammenhang zwischen beidem?

In den letzten zwei Monaten habe ich mich bewußt und aufgrund akuter Arbeitsüberlastung mit E-Mails und anderer elektronischer Kommunikation zurück gehalten. Klar, das Notwendige wurde verschickt, eher zu wenig als zu viel. Manches lies sich per Telefon direkt klären, auf vieles kam ohne lange Nachfrage automatisch das notwendige Info-Update, manches blieb – folgenlos – liegen.

Ich habe keine Info-Diät gemacht, nichts abbestellt, keine Online-Bekanntschaften gekündigt. Das einzige was ich gemacht habe war, mich als Sender zurück zu nehmen, sowohl in der Anzahl als auch in der Länge der gesendeten Nachrichten und Messages. Die Konsequenz: Auch im Posteingang war weniger los.

Ist es das gute, alte Sprichwort “Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück”? Für mich klingt es plausibel, denn Information ist nicht One-Way, sondern Two-Way.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 18. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Wirtschaft 

Rührig sind sie, die ehemaligen Kollegen vom Fraunhofer-Institut. Die neueste Errungenschaft aus dem Projekt Office 21 ist der Office Score, ein Bewertungsportal für Büroimmobilien, das nach Anmeldung frei zur Verfügung steht.

Was kann man damit tun? Mit Hilfe eines ausgefüllten Fragebogens wird die Objektqualität für die gesamte Immobilie und deren Eignung für neue, flexible Arbeitskonzepte bewertet. Das Tool soll dabei helfen, Stärken und Schwachstellen zu erkennen und bietet als Auswertung unter anderem eine gelungene visuelle Aufbereitung und einige Kennzahlen.

Zielgruppen sind Besitzer und Mieter von Immobilien und Investoren. Probieren Sie es mal, ist einen Versuch wert.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 16. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Feuilleton | Technologien 
“Eine Maschine kann die Arbeit von fünfzig gewöhnlichen Menschen leisten, aber nicht einen einzigen außergewöhnlichen ersetzen.”

Elbert Hubbard, amerikanischer Schriftsteller, 1856 – 1915

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Geschrieben von Alexander Greisle am 13. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Informationsgesellschaft | Medienkompetenz 

Kennt man ja. Man ist wahlweise in einem Gespräch, einem Telefonat, einem Meeting, beim gemeinsamen Essen. Plötzlich klingelt beim Gegenüber das Telefon. Manche werden hektisch, andere sind schon ganz abgebrüht. Und dann der kurze, spannende Moment: Geht er ran oder drückt er weg?

Man liest ab und zu, dass das Wegdrücken dem Anrufer gegenüber unhöflich sein. Mag sein, allerdings muß man sich schon entscheiden: Den Anruf anzunehmen ist mindestens ebenso unhöflich, den aktuellen Gesprächspartnern gegenüber.

Mich nervt es tierisch, wenn ich im Gespräch bin und dann der Coitus interruptus kommt: “Warte mal kurz, muß da ganz schnell rangehen”. Die frechere Variante: “Du, darf ich mal kurz?” – um direkt nach dem “ich” ranzugehen.

Als ob das aktuelle Gespräch nicht wichtig wäre, als ob man als Gegenüber keine Rolle spielt, als ob man Luft wäre.

Wegdrücken ist nicht unhöflich, rangehen ist es. Egal, wer dran ist. Denn Mailboxen und Anruferlisten wurden bereits erfunden. Meine Meinung: Als Anrufer kann ich nicht erwarten, dass der Angerufene alles stehen und liegen lässt. Als höflicher Anrufer komme ich erst gar nicht auf die Idee, das zu erwarten.

Als Krönung sollte man dann nach dem Coitus interruptus wenigstens den wichtig wirkenden Satz ins Mikro haspeln: “Du, ich kann gerade nicht. Rufe dich nachher zurück.”

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Geschrieben von Alexander Greisle am 10. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Verschiedenes 

nur 28 % der Mitarbeiter mit Ideen machen sich selbst an die Realisierung (Quelle: Vodafone-Studie Ideas at Work. The Untapped Resource). Wenig, oder?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 8. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Innovation | Neue Arbeitsformen | Wirtschaft 

Kein Problem, laut der Studie Ideas at Work. The Untapped Resource (pdf, ca. 1 MB) von Vodafone:

“The place where workers say they are most likely to come up with a new idea is at their desk (29 per cent), followed by travelling in a car or train (24 per cent) and in bed (20 per cent).”

Trotzdem, noch keine Entwarnung für traditionelle Arbeitskulturen:

“The research also finds that workers are more likely to be creative when the
workplace is informal and relaxed (32 percent of respondents), with flexible hours
(23 per cent) following in importance. Over half (55 per cent) of all respondents are more likely to come up with new ideas when given more time to think.”

Markus Albers, der gerade mit der letzten Aussage sicher gut leben kann, berichtet auf innovativ.in von anderen Studien

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Geschrieben von Alexander Greisle am 4. September 2008, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Sieben Gründe gegen das Arbeiten im Büro hat Markus Albers, der Autor des hervorragenden Buches Morgen komm ich später rein im innovativ.in Blog aufgezählt. Recht hat er, alle sind sie richtig.

Selbstverständlich gibt es genauso sieben Gründe, warum man in einem guten Büro doch vernünftig arbeiten kann. (weiterlesen…)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 3. September 2008, Lizenz
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