Joachim Zischke hat mich für sein Dialogus Magazin zu einem E-Mail-Gespräch über digitale Identitäten eingeladen. Es ging um die eigene digitale Identität im Netz, die Datenspuren, die wir bewußt und unbewußt hinterlassen und die Datensammlung wirtschaftlicher und staatlicher Stellen. Es war ein gutes, anregendes Gespräch, danke Joachim Zischke.
Joachim Zischke: Haben wir überhaupt noch eine Chance, George Orwells Beschreibung einer negativen Utopie oder, wie die anglo-amerikanische Literaturwissenschaft es benennt, einer dystopischen Gesellschaft nicht Wirklichkeit werden zu lassen?
Alexander Greisle: Warum nicht? Lassen Sie uns das Thema optimistisch angehen. Wahrscheinlich ist es so, dass es uns in ein paar Jahren suspekt vorkommen wird, wenn wir über eine Person nichts im Internet finden. Der Begriff der Privatsphäre, wie wir ihn noch vor fünf oder zehn Jahren hatten, der ist überholt. Ich bin aber auch überzeugt, dass die Vorstellung einer Gesellschaft ohne Privatsphäre nicht eintreten wird. Das Leben ist nicht schwarz-weiß, sondern besteht aus Graustufen. Wir müssen aber etwas dafür tun. Wie hell das Grau wird, das können wir schon ein Stück weit selbst beeinflussen, [”…“:]
Sie können das Interview komplett nachlesen im Dialogus Magazin: Du und Deine digitale Identität
Es gibt dort noch einige weitere lesens- und nachdenkenswerte Artikel rund um das Thema. Viel Spaß beim Schmökern.
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Hallo, Herr Greisle,
auch von meiner Seite herzlichen Dank für das Gespräch. Es war mir das reinste Vergnügen.
Das Schöne am Medium Internet – hier insbesondere das per eMail geführte Gespräch – ist ja, wie mühelos sich Berge und Täler überwinden lassen, und das meine ich sowohl symbolisch als auch realiter. Das Ping-Pong-Gespräch, wie Sie es nannten, ist schon eine spannende Anwendungsform, voller Überraschungen und Herausforderungen.
Herzlichst, Joachim Zischke