Was das Thema E-Mail angeht sind wir alle Masochisten

“Alle klagen über E-Mails. Denn niemand will sie lesen. Aber jeder will welche schreiben. Und zwar viele. Und dann, vermute ich, sich über die Antworten beschweren.”

So endet der sehr lesenswerte Bericht über einen Monat E-Mail-Verzicht von Valentin Groebner auf faz.net: Per Mail nicht erreichbar – ein Selbstversuch

Und tatsächlich, E-Mail ist ein tolles Werkzeug – richtig eingesetzt. Das beginnt damit, dass wir uns an der eigenen Nase fassen:

  • Ist die E-Mail die wir gerade schreiben wirklich wichtig?
  • Braucht der Adressat diese Information wirklich (und warum)?
  • Ist E-Mail überhaupt das geeignete Medium für das, was wir da gerade tippen?
  • Würden wir uns gut fühlen, wenn wir genau diese E-Mail in genau dieser Form selbst von einem anderen bekommen würden?

Wenn wir diese vier Fragen mit “Ja” beantworten und die E-Mail dann noch adressatengerecht formulieren, den Inhalt strukturieren und klar und verständlich schreiben…

Ist übrigends bei jedem anderen Kommunikationsmedium genauso.


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2 Responses to Was das Thema E-Mail angeht sind wir alle Masochisten

  1. sigi says:

    Hallo Alex,

    ist ja ein Thema bei dem ein eigener „Feldversuch” nicht allzu lange zurückliegt. Deine Punkte finde ich Klasse – und diese gelten ja auch für viele andere Medien. Gerade auch für Blogbeiträge und Kommentare.

    Und doch ist alles relativ. Was ist wem vieviel wert und wichtig? Und ist nicht zunächst unwichtiges manchmal gerade der Nährboden für später Bedeutendes?
    Und hat gerade Unbedeutendes für die meisten einen besonderen Unterhaltungswert. Was würde beispielsweise überhaupt noch im TV gesendet mit Deinem Punktemaßstab?

  2. Gute Frage, mit dem TV. TV sendet an Massen (E-Mail nur manchmal). Da ist eine gewisse Trefferquote wahrscheinlich ;-)

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