Videoüberwachung macht Kindergärten effektiver
“Das Leben ohne Classwatch ist total undenkbar für eine Schule im Zentrum Londons.” Damit wirbt die britische Firma Classwatch auf ihrer Webseite. Der Anbieter von Videokameras hat die Stockwell Park High School in London komplett vernetzt. Schulleiterin Judette Tapper ist begeistert: “Die Kameras haben eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Schule gespielt.” (Quelle: taz)
Hier geht es um 4-jährige Kindergartenkinder… Wohin steuern wir? Was richtet diese frühzeitliche “ubiquitous surveillance” Konditionierung an? Wollen wir das?
Weiterlesen: Privatsphäre, Homo Digitas
Geschrieben von Alexander Greisle am 4. Januar 2009, Lizenz
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Kameras in der Kita? Ja, tolle Idee, unterschreib! Da kann man dann endlich mal nachvollziehen, wer den Kindern die unerhörten Schimpfworte beibringt und wie Erzieherin XY wieder die gute alte DDR-Zeit beschwört …
Hallo,
im August waren es die Fahradständer, die überwacht werden mussten, jetzt kommt die Kita und dann bald vielleicht noch die Kleinkinder-Krippe.
Ich frag mich nur, wer da überwacht werden soll? Und wer soll die Daten dann speichern und auswerten?
Vorhandene Probleme können auf diesem Wege meiner Meinung nach nicht gelöst werden, sie werden unterdrückt und kommen an anderer Stelle in vielleicht etwas anderer Form wieder an die Oberfläche. Die Ursachen liegen doch ganz woanders.
Stefan
Mal schnell ne Kamera installieren ist bequemer als die Ursachen anzugehen. Und wenn man die Menschen lange genug benetriert, dann akzeptieren sie es halt “um des lieben Frieden willens”.
Das stimmt Alexander. Meist verschiebt sich der Ort des Geschehens nur, die Ursache bleibt. Allerdings muss ich mich doch sehr wundern, welche Gefahr von Kindergartenkindern ausgeht. Oder sind das wirklich überwachende Maßnahmen für die Kindergärtner?