Es passiert doch auch im Jahr 2009 immer mal wieder: Mail mit Anhang verschickt – Fehlermeldung kommt zurück: “File exceeds size limit”.
Und schon wirds kompliziert: Große Anhänge aufteilen? Zeitraubend und oft nicht möglich. Up- und download via FTP? Alles andere als benutzerfreundlich, einen FTP-Space vorausgesetzt. Dateien verkleinern? Für manche Dateiformate gibt es dazu gute und praktikable Lösungen, zum Beispiel den FileMinimizer. Einen der zahlreichen kostenlosen Dienste nutzen um die Dateien im Netz abzulegen? Sicher eine vergleichsweise elegante Lösung. Aber will man die wichtigen Firmen-/Kundendaten wirklich einem Filesharing-Dienst anvertrauen?
Ein auf professionelle User zugeschnittener E-Mail-Dienst ist das aus dem tiefsten Bayern stammende, komplett web-basierende sendfy. Es ist darauf spezialisiert, große Dateien zu verschicken. Auf Geschäftskunden ausgerichtet sind die Merkmale:
- Hosting auf hochverfügbaren Servern für hohe Verlässlichkeit
- Durchgängige Verschlüsselung mit AES-256
- Keine Softwareinstallation notwendig
- Werbefreiheit bei den bezahlten Accounts
- Kein Verkauf und keine Weitergabe von persönlichen Daten
- Automatisches Löschen der Dateien nach 14 Tagen
- Monatliche Kündigung des Dienstes
- Empfangsbestätigung beim Lesen
- Ein persönliches Dashboard und eine persönliche Inbox sorgen für Überblick
Mit einem Free Account lässt sich der Dienst ohne zeitliches Limit testen und ist damit sicher auch für Privatleute interessant, die nur ab und zu ein paar große Dateien verschicken.
Wie fühlt sich sendfy an?
Nach dem Einloggen ist geht es nach einem Klick auf “Email versenden” direkt zum Eingabeformular:

Nachdem die Datei hochgeladen wurde, wird dem Sender das Versenden der Mail bestätigt:

Der Empfänger bekommt eine E-Mail-Nachricht mit Download-Link (in der Business- und der Enterpriseversion mit Paßwortschutz):

Der Absender bekommt eine kurze Empfangsbestätigung per Mail, wenn der Empfänger die Datei heruntergeladen hat.
Kommandozentrale ist das persönliche Dashboard, dort werden Infos zu verschickten, gelesenen und ungeöffneten Nachrichten sowie zum aktuellen Kontingent dargestellt:

Fazit: An sendfy gefällt mir die schlanke Ausrichtung auf professionelle Nutzer, die durch eine Funktionalität zum Rücksetzen des persönlichen Paßworts noch komplettiert werden könnte. Der Dienst fühlt sich gut an, ist in meinen Tests rund gelaufen und war performant. Bei mir hinterlässt sendfy bei der Nutzung ein besseres Gefühl als andere Online-Dienste, denen ich ja grundsätzlich eher skeptisch gegenüber stehe.
Im Gespräch hat mir einer der Gründer, Peter Lindner (den ich noch aus Studienzeiten kenne) verraten, dass noch einige Erweiterungen in der Pipeline sind. Ziel ist es, die Zusammenarbeit von Menschen mit kleinen hilfreichen Tools optimal zu unterstützen. Ich bin gespannt, sendfy gefällt mir schon mal gut.
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Prima Tipp,vielen Dank!
Hatte bisher mit sendbigfile.com gearbeitet, aber das klappte oft nicht. In meinen Seminaren nehme ich die Coaching-Sitzungen immer auf MP3 auf und schicke sie danach den Teilnehmern. Das sind pro Datei immer etwa 13-15 MB, zu groß für die meisten Provider (außer Gmail, da geht es).
Werde sendfy nächste Woche gleich testen. Erstaunlich, dass sich bisher für so ein häufiges Problem bisher niemand angeboten hat, und jetzt sogar ein deutscher Dienst. Klasse!