CoWorking ist laut Wikipedia ein…
“..emerging trend for a new pattern for working. Typically work-at-home professionals or independent contractors or people who travel frequently end up working in relative isolation. Coworking is the social gathering of a group of people, who are still working independently, but who share values and who are interested in the synergy that can happen from working with talented people in the same space.”
Inzwischen entstehen auch in Deutschland immer mehr Coworking-Locations. Schwerpunkt ist momentan sicher noch Berlin, aber auch in einigen anderen Städten entstehen Initiativen. So auch in München. Eine Aktivität, zu der ich alle Leser herzlich einlade, ist die Veranstaltung des Netzwerk Gemeinsinn in München mit dem Titel “Platz für Ideen – Modelle für Morgen für München”.
“Das Regionaltreffen am 25.05.09 im Ökologischen Bildungszentrum München dreht sich um die Frage, wie ein räumlicher Netzwerk-Knoten in München aussehen könnte. Mehrere Netzwerke machen sich dazu Gedanken: selfHUB, Netzwerk Gemeinsinn, denkwelten und ideengeber.org und eingeladen sind alle, die hier Anregungen geben und aufnehmen wollen.”
Mehr Details und Anmeldung auf den Seiten des Netzwerk Gemeinsinn.
Ähnliche Beiträge:


Klingt alles etwas abgehoben und theoretisch, oder? Welche Initiativen zu Coworking in München gibt es denn noch, würde mich gerne vernetzen!
> Klingt alles etwas abgehoben und theoretisch, oder?
Nein, warum? Es geht unter anderem um bestehende, ganz praktische Dinge. Einfach vorbeikommen (kurze Mail an mich) und ganz praktisch mitdiskutieren.
Hallo,
habe mal eine (lange) zeitlang in München und Niederbayern gewohnt und interessiere mich deswegen für die Coworking Activitäten in München. Ich bin irgendwie unabhängig davon draufgekommen und sehe das ganze noch aus einer ganz anderen Perspektive. Komme gerade aus Indien, wo ich ein halbes Jahr unterwegs war und auch von dort aus gearbeitet habe. Im Moment versuche ich in Leipzig wo es eigentlich unendlich viel Platz und Raum (alte Fabrikhallen) gibt, mitzuwirken. Da ich an Copyleft und nicht an Copyright glaube ich schicke ich Euch einen Text den ich letzten Sommer einmal verfasst habe. Da wußte ich noch nichts von den Aktivitäten in Berlin und anderswo. Ich drücke Euch die Daumen und lasst Euch meine Interpretation von Cooworking (nicht nur für Kreative) mal durch den Kopf gehen!
Viel erfolg wünscht-
Nico, Leipzig
P.S. Die Coworking Spaces nannte ich letztes Jahr einfach noch aus Begriffsnot “Lesecafés”.
————–Text————–
Lesecafés
sind dort wo gelebt und gearbeitet wird. Denn die Lesecafébesucher nutzen die technischen Möglichkeiten, die heute zur Verfügung stehen, um Büroarbeit an jedem beliebigen Ort der Welt zu erledigen. Sie ermöglichen uns da zu arbeiten, wo und mit wem wir wollen. Einige Menschen arbeiten bereits unabhängig von Büros, an Orten, die sie sich selbst aussuchen. Angestellte treffen sich an ihren Home-Office-Tagen virtuell via Skype-Telefonkonferenz und bleiben dabei aber zu Hause. Freelancer verabreden sich in welchem
Büro sie arbeiten wollen, denn sie haben alles was sie brauchen auf Notebook und im Internet. Sie sind auf kein festes Büro mehr angewiesen. Die Mehrheit der Arbeitnehmer und Freiberufler aber, fahren nach wie vor unter Verschwendung von Ressourcen, täglich Milliarden von Kilometern, nur um 8 Stunden zu arbeiten.
Jedoch, die Epoche des Acht-Stunden-Büro-Tags gründete sich in einer Zeit, in der, der Sachbearbeiter auf Ordner, Archiv, Schreibmaschine und Kollegen im gleichen Gebäude angewiesen waren. Diese Mode aus dem 19ten Jahrhundert sollen Lesecafés, eine Art von Telezentrum des 21ten Jahrhunderts, beenden. Sie nutzen die Möglichkeiten und Werkzeuge des Web 2.0, um ein humaneres, resourcenschonenderes Arbeiten und Leben 2.0 zu ermöglichen. Sie unterstützen Unternehmen dabei ihre Prozesse dahingehend Schritt für Schritt zu verbessern und ein Bewußtsein dafür zu entwickeln.
Bei den heftigen Diskussionen um Kindertagesstätten würde sich das Lesecafé-Modell als eine interessante Alternative anbieten, da hier auch Kinder betreut werden können. Kinder und Eltern sind dort dann tagsüber, während sie arbeiten, für ihre Kinder erreichbar. Auch alleinerziehende Elternteile können somit beiden Anforderungen, denen der Arbeit und der Erziehung gerecht werden.
Familie, Partner oder Freunde gewinnen durch die Arbeit in einem Lesecafé an Freiheit, indem sie selbst entscheiden, wie oft, wie lange und mit wem sie den Tag im Lesecafé verbringen. Sie können sich dadurch stressfreier entwickeln und beugen schleichender Entfremdung vor. Gleichzeitig wird so Depression, Burn-Out-Syndrom und Mobbing entgegengewirkt.
Lesecafés stellen keine Firmenvision in den Mittelpunkt des Arbeitens, sondern den Menschen und dessen Bedürfnisse. Um diesem Anspruch zu entsprechen werden Lesecafés in drei Hauptbereichegeteilt, die folgende Funktionen erfüllen:
1. Der Kommunikationsbereich ist ein sehr großer Raum oder einem großräumigen Café mit Garten vergleichbar. Die Besucher sitzen, liegen oder stehen hier, um miteinander zu reden, zu lesen und zu arbeiten. Wahlweise, je nach Lust und Laune am Boden, auf Couchen oder an Schreibtischen.
2. In Denkerräumen dagegen, kann man die Tür schließen, um sich auf eine bestimmte Arbeit besonders konzentrieren zu können und man gerade absolute Stille braucht. Auch die Denkerräume sind individuell eingerichtet und unterscheiden sich vom 0815-Büro-Look ohne diesen krampfhaft zu vermeiden.
3. Der dritte Bereich ist der Entspannungsbereich. In diesem Bereich werden wahlweise Massagen, Yoga, Tai-Chi, Qi-Gong, Meditation und ähnliches zur Erholung für alle Besucher inklusive wöchentlich oder öfter angeboten.
Lesecafés sind eine Mischung aus Café, Büro, Kindergarten, Yogastudio, Fitnessstudio und Internetcafé. Der Aufenthalt wird im Kommunikationsbereich kostenlos und für die anderen Bereichen gegen Eintritt, Miete oder Mitgliedschaft gewährt.
Alle Lesecafés weltweit vernetzen sich untereinander und sind sowohl für Städte als auch für das Land geeignet, um negative Effekte der Globalisierung wie z.B. Landflucht usw. auszugleichen.
In einer Zeit in der Öl und damit Benzin immer wieder teurer werden, in denen die
Landbevölkerungen täglich, Millionen Liter Benzin verbrauchen, um in die Metropolen zu gelangen, sind Lesecafés eine bedeutende Infrastrukturmaßnahme, um den Bedarf an Öl zu reduzieren und damit den CO2-Ausstoss zu verringern und das Klima zu schützen.