Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Der Schreibtisch in der Wohnung, idealer Weise ein abgetrenntes Home Office, Starbucks und WLAN-Cafés, Zug, Bahnhof und Flughafen, ein Tisch beim Kunden. Arbeitsorte für Freiberufler und selbstständige Unternehmer sind vielfältig. Ob sie allerdings immer professionelle Ansprüche erfüllen, das sei mal dahingestellt. Die CoWorking-Bewegung schickt sich an, in großen und kleinen Städten professionelle Orte für kleine Unternehmen aufzubauen.

Auch in München soll ein solcher Ort entstehen, deshalb brauchen wir – wenn Sie Voll- oder Teilzeitmünchner sind – Ihre Meinung in einer kurzen Umfrage

Aber vorab die Antwort auf die Frage, die Sie sich vielleicht gerade stellen:

Was ist Coworking?

Ein CoWorking-Ort stellt – speziell für kleine UnternehmerInnen, Freiberufler und Web-Schaffende – das gemeinsame Arbeiten in den Mittelpunkt. Er bietet Arbeitsmöglichkeiten für konzentriertes und vertrauliches Arbeiten genauso wie für Kundentermine. Im Vergleich z.B. zum Home Office ist ein CoWorking-Ort kooperativ angelegt. So hilft er, Ihr Business voranzubringen. CoWorking-Orte sind flexibel nutzbare Ankerpunkte. Denn wir Kleinunternehmer und Freiberufler arbeiten zeitlich flexibel an ganz unterschiedlichen Orten. Warum also ein Büro monatsweise mieten, wenn man es nur tageweise nutzt?

Coworking-Orte sind darüber hinaus Anlaufstellen für alle, die ab und an in einer Stadt sind und dort einen guten Arbeitsplatz möchten – jenseits von Starbucks und Co.

Wie soll ein Coworking-Ort in München aussehen?

Wir stellen uns einen Ort vor, der

  • in einem absolut professionellen Umfeld vielfältige Arbeitsmöglichkeiten bietet: Schreibtisch, Besprechungen, Denkerräume,...
  • trotzdem kein Büro im herkömmlichen Sinne ist, sondern durch seine spezielle Gestaltung kreatives Arbeiten unterstützt
  • dabei auch Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes und vertrauliches Arbeiten anbietet
  • sich hervorragend für Kundentermine eignet
  • durch sein Konzept Kooperation und Synergien unter den Nutzern fördert
  • für alle Nutzer inklusive Infrastruktur wie z.B. WLAN und Farbdrucker anbietet
  • weitere kostenpflichtige Zusatzservices bietet wie z.B. Firmenadresse, Telefonservice und weitere zeitsparende Dienstleistungen im Programm hat und der

Und vor allem: Er soll zeitlich sehr flexibel nutzbar sein (fall-, stunden-, tage-, monatsweise), ohne langfristige Mietbindung. Ein passgenauer Ort für flexibel arbeitende Selbstständige eben – mit dem Anspruch, einen kleinen Teil zum geschäftlichen Erfolg der Nutzer beizutragen.

Ihr Bedarf zählt!

Um diese Idee umsetzen zu können brauchen wir Ihre Meinung in einer kurzen, auf Wunsch anonymen, Umfrage. Alle Voll- und Teilzeitmünchner können hier bei der Umfrage mitachen.

Vielen Dank, Sie helfen uns damit sehr!

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. Juli 2009, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Informationsgesellschaft 

Ab und an kann man lesen, dass die Digital Natives die Ureinwohner des Internet seien. Ein schönes Bild, aber falsch. Die Ureinwohner des Internet haben mit Gopher statt dem WWW gearbeiten, dort mit der oft zickigen Veronica noch richtig gesucht statt schnell mal “gegoogelt”, sie haben Filesharing mit FTP betrieben und sie haben Jakob Nielsen als Usability-Guru des Internet verehrt.

Digital Natives sind mit dem Internet aufgewachsen, integrieren die vielen Möglichkeiten wie selbstverständlich in den Lebensalltag. Sie kämen niemals auf die Idee, das Internet als irgendein mehr oder weniger seltsames “Add-on zum realen Leben” zu sehen. Und Digital Natives finden immer noch kursierende Umfragen über die Nutzungshäufigkeit des Internet (“< 1x die Woche, 1x pro Woche, Mehrmals pro Woche (Wow!), 1x pro Tag, Mehrmals pro Tag”) reichlich abstrus.

Das führt dazu, dass sich die vielfältigen Kommunikations-, Zusammenarbeits- und Informationsmöglichkeiten auch in den Arbeitsalltag wie selbstverständlich einfügen. Das nun alleine unter Software- und Technikgesichtspunkten zu sehen springt viel zu kurz. Es geht hier um eine Veränderung der Arbeitskultur: (weiterlesen…)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 9. Juli 2009, Lizenz
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Rubrik: Informationsgesellschaft 

Was wohl mit den traditionellen Medien passiert, wenn Google sie aus den Trefferlisten streicht oder nach hinten verbannt? Was wohl mit Spiegel und Co. passiert, wenn sie in der Onlinediskussion der digitalen Generationen nicht mehr berücksichtigt werden?

Hubert Burda fordert in der FAZ ein neues Leistungsschutzrecht für Verlage: Wir werden schleichend enteignet.

Würde ich jetzt aus eben jenem Artikel zitieren, dann könnte nach den Vorstellungen von Herrn Burda vielleicht schon aus dem reinen Zitat eine kommerzielle Nutzung und damit eine Zahlungsverpflichtung entstehen. In bester alter Tradition sollte es dafür natürlich auch eine Art Gema geben. Mit diesem Leistungsschutzrecht, so die Idee, würden die Leistungen der Schaffenden und natürlich die wirtschaftlichen Interessen der Verlage und Medienunternehmen besser gewürdigt.

Das kann man so sehen. Ich wage aber zu bezweifeln, dass Herr Burda damit das erreichen würde, was er will. Warum?

  1. Es würden im Netz noch schneller neue substituierende Angebote entstehen. Diese Entwicklung läuft ohnehin schon, sie würde beschleunigt.
  2. Digitale Generationen lesen ohnehin kaum noch Zeitungen und auch TV ist out. Die Konsequenz: Wenn sich beide durch Leistungsschutzrechte im Internet selbst aussperren, dann verschwinden sie komplett aus der Wahrnehmung der potenziellen Kunden. Ob das eine kluge unternehmerische Strategie ist?

Natürlich sind das unsichere, meinungsgeprägte Prognosen. Über deren Wahrscheinlichkeit haben Sie sicher eine eigene Meinung. Sollten diese so oder so ähnlich eintreten, dann allerdings wären die Ideen von Herrn Burda grandiose Rohrkrepierer.

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Weitere lesenswerte Meinungen dazu bei BWL 2.0, Perlentaucher und medial digital

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Geschrieben von Alexander Greisle am 6. Juli 2009, Lizenz
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