So, jetzt ist es also passiert. Nach der Generation X und der Generation Y, den Digital Natives betritt nun die Generation Z die Bühne. Und da werde ich mich beim besten Willen nicht mehr reindefinieren können. Es sind die nach 1990 Geborenen, die die Bits und Bytes quasi mit der Digital Immigrants-Muttermilch aufgesogen haben. Die dänische Trendforscherin Marianne Levinsen hat sie entdeckt und Markus Albers macht in der brandeins darauf aufmerksam. Der Gedanke liegt nahe, dass Z nach Y kommt und so mit der neuen Generation der Trend weiter ausgebaut wird.
Nun wissen wir aber alle, dass das Leben – und darum geht es, nicht um einen Trend – nicht gerade verläuft. Zu Trends gibt es Gegentrends, Aufwärts- und Abwärtsbewegungen reihen sich aneinander, als Reaktion auf Wachstumsentwicklungen wird Entschleunigung gefordert.
Bleiben wir einstweilen bei den Generationenbezeichnungen. Ein Gegenentwurf zur Generation X war die Generation Golf – die einen eher progressiv, die anderen eher konservativ. Auch in der Generation der Digital Natives ist es nicht so, dass das Alter automatisch eine Zugehörigkeit impliziert. Wer an Hochschulen tätig ist erkennt durchaus, dass nicht jede/r Skype, Web 2.0 und Google Docs inhaliert hat, geschweige denn ein passables Word-Dokument hin bekommt (ok, letzteres ist keine Generationenfrage).
Die ersten Protagonisten der Generation Z sind gerade mit der Berufsausbildung fertig oder stehen in ein paar Jahren mit Studienabschlüssen vor den Unternehmenstüren. Wird die Generation Z die Fortführung der Digital Natives sein? Oder wird sie sich eher zum Gegenentwurf entwickeln? Und wenn nicht die Generation Z, welche Gruppe dann?
Gibt es ein zurück aus der Digitalisierung? Ich glaube nicht, nur Unterschiede im Umgang damit. Das Bewußtsein darüber, auch in den Unternehmen, wird wichtig. Wird die Generation Z noch individualistischer als die Generation Y? Oder nicht und ist das der Gegenentwurf und nicht die Frage des Digitalisierungsgrades?
Denn eins ist auch klar, wir erfahren es seit einigen Jahren: die zunehmende Digitalisierung hat direkte Auswirkungen auf unsere Lebens- und Arbeitswelt. Es geht darum, egal für welche dieser Generationen, beides intelligenter als heute miteinander zu verschmelzen. Über die Wege dazu werden wir zu diskutieren haben.
P.S.: Was kommt eigentlich nach “Z”?
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Der letzte Absatz fasst die gegenwärtige Situation sehr gut zusammen: Wir beginnen erst allmählich die Auswirkungen der Digitalisierung unserer Welt zu verstehen. Zum großen Teil nehmen wir die Veränderungen nur punktuell wahr, wir betrachten die Digitalisierung immer noch nur als zusätzliches Werkzeug im klassischen Lebens- und Arbeitsumfeld. So wird das Internet nach wie vor nur als erleichterndes Kommunikationsmittel wahrgenommen.
Die tatsächliche Bedeutung der Entwicklungen des “mobilen Internets” für unsere Arbeitswels als Loslösung von physischen Orten und der Zeit, ist jedoch eine wenig verbreitete Erkenntnis. Die Beschränkungen, nur an einem bestimmten Ort zu regelmäßigen Zeiten kreativ und produktiv sein zu können, wird zunehmend aufgehoben. Das mobile Internet ermöglicht uns, zu arbeiten, wann und wo wir wollen. Dies führt dazu, dass wir dann arbeiten können, wenn wir produktiv sind. Dadurch können wir uns von unserer Kreativität leiten lassen, wann und wohin sie uns führen will.
Diese neue Arbeitsform passt jedoch nicht zur klassischen und es wird sicherlich noch viel Zeit und Diskussionen brauchen, bis sie alle Menschen erreicht, bis sie unser Leben durchdringt. Ich denke jedoch, dass es eine spannende Wandlung der Gesellschaft bringen wird.
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