Bildung. Und unser System.

Dass es hier im Blog sehr ruhig geworden ist hängt damit zusammen, dass ich seit einigen Wochen intensiv im Schulbetrieb aktiv bin und die Zeit keine großen Freiräume mehr lässt. Wie dem auch sei, Sie glauben gar nicht, wie wahr das ist, was Gunter Dueck (ich bin eigentlich gar kein so großer Fan von ihm) da auf der TEDxRheinNeckar sagt:

Unbedingter Konsumbefehl.

Wir werden das tun müssen, zum eigenen Vorteil. Mit 50 noch eine Umschulung? Das ist keine Zumutung, wenn man noch 20 Jahre zu arbeiten hat. Im Gegenteil, es ist _die_ Chance für die sinnvolle Beschäftigung, wenn es im Erst- (oder Zweit- oder Dritt-)Job nicht mehr geht, aus welchen Gründen auch immer. Sind wir darauf vorbereitet? Sind wir auf dem Weg? Machen wir die Menschen fit dafür? Mitnichten.


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3 Responses to Bildung. Und unser System.

  1. Hallo Herr Greisle,
    im Schuldienst? Aber nicht als Lehrer, oder?
    Ich habe Gunter Dueck auf TEDx RheinNeckar (waren Sie ach da?) live gesehen und in der Mittagspause mit ihm geredet. Er ist nicht der ganz große Zuhörer aber was er im Vortrag zu sagen hatte, fand ich phantastisch.

    Und ich glaube sogar, hoffe nicht nur, dass er in einigen wesentlichen Punkten Recht behalten wird. Nicht weil die Schulen so innovationsfreudig sind, sondern weil die Technologien sich immer nutzerfreundlich gestalten werden und es dafür immer einen großen Interessentenkreis gibt.

    Und dass viele von uns länger arbeiten müssen bzw. dürfen, steht für mich außer Frage. Wenn man eine Aufgabe hat, die einen erfüllt und einigermaßen Geld bringt, ist das doch auch der beste Lebensabend, den ich mir vorstellen kann.

  2. Hallo Herr Kopp-Wichmann,

    Dozent ist wohl der bessere Begriff, wobei er mir auch nicht viel besser gefällt. Es ist ein privater Träger, was aber nicht den enormen Unterschied macht, den man sich landläufig immer vorstellt.

    Ich glaube und hoffe, dass wir uns in die Richtung bewegen. Es wird nicht schnell gehen und es wird nicht die “reine Lehre” sein (wie Herr Dueck so schön zitierte, das Optimum liegt immer zwischen den Extremen).

    Zum einen ist das System, der “Schuldienst”, nicht gerade innovationsfreudig und hat einen gewissen Drang, neue Kräfte rückstandsfrei zu assimilieren. Zum anderen drücken natürlich nicht nur die lupenreinen Digital Natives die Schulbank. Da werden wir bei aller Begeisterung für neue Technologien schon aufpassen müssen, dass wir das von Herr Dueck bemühte Integrationsproblem nicht verschärfen.

    Sprich: Ich glaube an das Klassenzimmer und den persönlichen Kontakt von Lehrer und Schüler, ich glaube an die neuen Technologien und vor allem daran, dass sich beides ganz hervorragend und intelligent zusammenbringen lässt.

  3. Vor allem den letzten Absatz kann ich bestätigen. Meine Tochter hatte immer Mühe mit Mathematik. In einem Auslandsjahr in USA hatte sie eine Lehrerin, der es gelang, Mathematik ihr nahezubringen und vor allem einen persönlichen Kontakt herzustellen. Das Ergebnis: Mathe wurde dort ihr Lieblingsfach.

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