Erfolg von Webseiten messen

Da steckt man viel Zeit, Wissen und manchmal auch Liebe in ein Webangebot und dann tappt man im Dunkeln, was die Entwicklung und den Erfolg angeht. Die Entwicklung kann man noch relativ einfach über Zugriffszahlen nachvollziehen. Aber: Quantität alleine ist nicht das Entscheidende. Es zählt die Qualität.

Der Weg zur Qualitätsmessung geht über sogenannte KPI, die Key Performance Indicators. Diese sauber und passend festzulegen ist die Grundlage für die Erfolgskontrolle. Kurz gesagt: Wissen, was Sie genau wollen und das dann beobachten. Ein für das Business Development nicht zu unterschätzender positiver Nebeneffekt ist, dass Sie die Interessen und Probleme Ihrer Kunden besser kennen lernen.

Aus verschiedenen Brainstormings und Diskussionen im Rahmen meiner Web 2.0-Seminare ist folgende zusammenfassende Mindmap mit KPIs entstanden. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn Sie weitere Vorschläge haben, bitte hinterlassen Sie sie für die Leser in den Kommentaren.

Gute Webanalyse-Werkzeuge, wie auch das kostenlose Google Analytics, unterstützen Sie dabei mit individuell definierbaren Berichten.


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7 Responses to Erfolg von Webseiten messen

  1. Hallo, Alexander,

    die Mindmap dürfte aus meiner Sicht schon ziemlich komplett sein. Zeigt sie doch sehr komprimiert, die relevanten Metriken in der modernen Webanalyse. Allerdings hast Du sicher mitbekommen, dass Google Analytics in Deutschland zumindest nicht ganz unumstritten ist. Google selbst empfiehlt ja eine Anpassung der Datenschutzbestimmungen, die jeder Betreiber auf seinen Seiten haben sollte. In den Nutzungsbedingungen von Analytics verpflichtet man sich sogar dafür. Und trotzdem vermisse ich eine solche Erklärung auf vielen Seiten.

    Nach einiger Zeit des Ausprobierens hat sich für mich als sehr geeignet Piwik herausgestellt. Leistet ähnliches wie Analytics. Ist datenschutzkonform und vor allem verlassen die Daten den eigenen Server nicht. Gibt es unter: http://piwik.org/

  2. Hallo Stephan, ja, ich weiß. Hier wirds ohnehin nicht eingesetzt, für die Blog-Zwecke reicht mir ein WordPress-Plugin. Setzt Du Piwik ein? Kann es auch individuelle Reports erstellen?

    • Hallo, Alexander,

      ja, ich nutze Piwik auf allen meinen Seiten. Bei den Auswertungen ist nur die Eingrenzung des Zeitraums möglich. Vergleiche wie in Analytics liegen dem Tool noch nicht so. Da ich aber jeden Report mit einem Mausklick nach Excel exportieren kann, ist das nicht so tragisch.

      Grüße
      Stephan

      P.S.: Bleibt das Blog so oder bist Du noch am Bauen?

      • Hallo Stephan,

        gerade die individuellen Berichte machen GA natürlich sehr interessant bezüglich der KPIs. Ich habe noch kein anderes kostenloses Tool gefunden, dass das auch kann. Kennst Du zufällig eins? Der Weg über Excel ist natürlich gangbar, erhöht aber halt die Komplexität für Normalanwender.

        Das Blog ist noch lange nicht fertig. Bin im Hintergrund so intensiv am Bauen, wie es die Zeit zulässt…

  3. Hallo Alex! Die Mindmap ist ein guter Überblick, sicher kann ich da einige Anregungen finden. Ich befasse mich zurzeit mit “Kommunikations-Controlling”, da sind dann auch irgendwann KPIs dran… Danke!
    Mir ging bei der Lektüre das durch den Kopf: Ich bin davon überzeugt, dass die Bedeutung der guten alten Websites (in die man “so viel Zeit, Wissen und manchmal auch Liebe” steckt – ich ja auch…!) sinkt (aber natürlich nicht auf Null); deren Dominanz haben Blogs, Newsletter, Facebook-Seiten, Twitter & Co. geknackt. Die Aufwendungen für dieses Sammelsurium, einschließlich Website, müssen also bedacht verteilt und deren Erfolg übergreifend gemessen werden. Bei den neuen, interaktiveren Plattformen lässt sich der Erfolg zum Glück einfacher messen (z.B. Anzahl, Tonalität von Kommentaren; Anzahl, Tonalität der Posts an Pinnwänden etc.) Was ich aber darüber hinaus noch spannender finde: Lässt sich der wirtschaftliche Erfolg aus dem ganzen Web-Tun für das Unternehmen nachweisen? Wie?

    • Hallo, Hans-Peter,

      das sehe ich nicht so. Und bisher habe ich auch noch keine valide Untersuchung gelesen, wonach beispielsweise Twitter oder eine Facebook Seite eine Unternehmenswebseite in der Bedeutung abgelöst hat. Hier darf man sich aus meiner Sicht nicht durch die Hype-Berichterstattung und nackte Nutzerzahlen blenden lassen.

      Und was Du als “einfacher” beschreibst, ist genau die Krux daran. Das, was Social Media Consultants, derzeit an KPIs auspacken, sind weiche Kennzahlen. Daraus einen ROI zu errechnen, dürfte jedem schwer fallen.

      Und dann sind wir wieder ganz schnell bei der Unternehmenssite. Von der Facebook-Seite auf eine Landing-Page und dann zur Transaktion. Nur so kannst Du lückenlos messen.

      Beste Grüße
      Stephan

    • Hallo Hannes,

      ich würde dafür plädieren, den Internetauftritt als gesamtes zu sehen. Letztlich geht es doch darum, für alle Phasen den Informations- und Kommunikationsbedarfs die richtigen Angebote bereit zu halten. Da spielt Facebook und Twitter auf einer anderen Stufe eine Rolle als die Homepage, mit oder ohne Blog. Werde demnächst noch einen Artikel nachschieben, in dem ich meine Sichtweise vom Onlinemarketingtrichter schildere. Dann wirds vielleicht klarer.

      Die KPIs dienen dann dazu, an unterschiedlichen Stellen Messpunkte zu haben, die zielgerichteter sind als die Häufigkeit der Zugriffe. Grundlage dafür ist, dass man die Ziele definiert. Dann kann man sie in KPIs operationalisieren. Und dann sind wir genau bei deiner Frage.

      Klar, bei einem Online-Shop ist es einfacher. Da kann man die Aktivitäten mit daraus resultierenden Bestellungen verknüpfen. Bei Dienstleistern ist das schwieriger. Helfen kann hier die Verknüpfung der Wege – im Zweifel mit der einfachen Frage an die neuen Kunden, wie sie denn aufmerksam wurden. Der Weg dahin, den wiederum beobachtet man mit den KPIs.

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