aus Spaß wird schnell mal Ernst.
Weiterlesen: Übrigens, Privatsphäre, Datenschutz, Deutschland
Geschrieben von Alexander Greisle am 14. März 2009, Lizenz
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aus Spaß wird schnell mal Ernst.
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Geschrieben von Alexander Greisle am 14. März 2009, Lizenz
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Videoüberwachung macht Kindergärten effektiver
“Das Leben ohne Classwatch ist total undenkbar für eine Schule im Zentrum Londons.” Damit wirbt die britische Firma Classwatch auf ihrer Webseite. Der Anbieter von Videokameras hat die Stockwell Park High School in London komplett vernetzt. Schulleiterin Judette Tapper ist begeistert: “Die Kameras haben eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Schule gespielt.” (Quelle: taz)
Hier geht es um 4-jährige Kindergartenkinder… Wohin steuern wir? Was richtet diese frühzeitliche “ubiquitous surveillance” Konditionierung an? Wollen wir das?
Weiterlesen: Privatsphäre, Homo Digitas
Geschrieben von Alexander Greisle am 4. Januar 2009, Lizenz
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Ein Tag im Leben des modernen Datenlieferanten
Eine sehr schöne interaktive Grafik gibt’s beim Handelsblatt online. Das Thema: Die Datenspuren, die jeder von uns ab dem morgendlichen Aufstehen hinterlässt:
Gläserne Kunden im Internet – Datensammler lauern überall
Doppelt gut: Super umgesetzt und bemerkenswert.
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Geschrieben von Alexander Greisle am 14. November 2008, Lizenz
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Du und Deine digitale Identität
Joachim Zischke hat mich für sein Dialogus Magazin zu einem E-Mail-Gespräch über digitale Identitäten eingeladen. Es ging um die eigene digitale Identität im Netz, die Datenspuren, die wir bewußt und unbewußt hinterlassen und die Datensammlung wirtschaftlicher und staatlicher Stellen. Es war ein gutes, anregendes Gespräch, danke Joachim Zischke.
Joachim Zischke: Haben wir überhaupt noch eine Chance, George Orwells Beschreibung einer negativen Utopie oder, wie die anglo-amerikanische Literaturwissenschaft es benennt, einer dystopischen Gesellschaft nicht Wirklichkeit werden zu lassen?
Alexander Greisle: Warum nicht? Lassen Sie uns das Thema optimistisch angehen. Wahrscheinlich ist es so, dass es uns in ein paar Jahren suspekt vorkommen wird, wenn wir über eine Person nichts im Internet finden. Der Begriff der Privatsphäre, wie wir ihn noch vor fünf oder zehn Jahren hatten, der ist überholt. Ich bin aber auch überzeugt, dass die Vorstellung einer Gesellschaft ohne Privatsphäre nicht eintreten wird. Das Leben ist nicht schwarz-weiß, sondern besteht aus Graustufen.
Wir müssen aber etwas dafür tun. Wie hell das Grau wird, das können wir schon ein Stück weit selbst beeinflussen, [...]
Sie können das Interview komplett nachlesen im Dialogus Magazin – Du und Deine digitale Identität.
Es gibt dort noch einige weitere lesens- und nachdenkenswerte Artikel rund um das Thema. Viel Spaß beim Schmökern.
Weiterlesen: Digitale Reputation, Homo Digitas, Privatsphäre, Datenschutz
Geschrieben von Alexander Greisle am 2. Oktober 2008, Lizenz
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...kommt von der Datenschutzbeauftragten der Stadt Moers, Frau Sabine Meinke-Henn. Im Interview mit dem Online-Magazin DerWesten geht es um Videoüberwachung, im speziellen um geplante Videoüberwachung in Schulen. Frau Meinke-Henn meint, dass man selbstbestimmt in der Entscheidung ist, ob man videoüberwacht wird:
“Wenn zum Beispiel die Fahrradständer bewacht werden, weil den Schülern ständig die Räder geklaut werden, ist jedem selbst überlassen, ob er sich filmen lässt. Wer nicht aufs Band möchte, muss sich eben überlegen, ob er mit dem Rad zur Schule kommt.” (Quelle: DerWesten)
Alles nicht so schlimm, meint die so betitelte “Datenschutzbeauftragte”, frei nach dem Motto “Pech gehabt”:
“Meinke-Henn: Naja, wenn ich jetzt gedankenverloren auf dem Schulhof stehe und in der Nase bohre, kann ich auch Pech haben. Aber auch hier gilt eben, dass ich ein Stück weit selbstverantwortlich bin. Die überwachten Ecken sind zudem gut sichtbar gekennzeichnet. Und selbst das Nasebohren muss niemandem auffallen, obwohl es aufgezeichnet wurde.” (ebenda)
Begreifen Sie es halt nicht als Einschränkung Ihrer persönlichen Freiheit, wenn Sie nicht mehr in der Nase bohren oder mit dem Rad fahren können, weil Sie nicht gefilmt werden wollen. Begreifen Sie es lieber als Freiheit, dass Sie nicht mit dem Rad fahren müssen.
Weiterlesen: Datenschutz, Privatsphäre, Deutschland
Geschrieben von Alexander Greisle am 29. August 2008, Lizenz
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Renaissance. Gedanken zum Stand des Datenschutzes im Internet.
Ein handfester Telekom-Skandal und weitere Unternehmen, die im Zuge dessen in Verdacht stehen. Vorratsdatenspeicherung, zunehmende Videoüberwachung allerorten, Terrorangst der Politiker. Google hat erklärtermaßen zum Ziel, die Nutzer so gut zu kennen, dass Lebensempfehlungen gegeben werden können. Die Liste lässt sich fast endlos fortsetzen.
Zweifellos: Der Datenschutz – vor kurzem noch als Spaßbremse verschrien – erlebt ein fulminantes Comeback.
Ich will mal versuchen, meine Gedanken hierzu in einen halbwegs gut strukturierten Text zu schreiben. Vielleicht bringen Sie ja etwas Zeit mit?
Weiterlesen: Datenschutz, Homo Digitas, Gesellschaft
Geschrieben von Alexander Greisle am 21. Juni 2008, Lizenz
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Abends an der Hotelbar. Corporate Trust.
Der Tag war anstrengend. Das erste Bier gegen den Durst, das zweite für die schnelle Entspannung und das dritte gegen Unmut, alleine da zu sitzen (wohlgemerkt, wir reden über bayrische Portionen, nicht über rheinländische ;-). Die Nachbarin nebenan ist nett, man kommt ins Gespräch. Berufliches. Je leerer die Gläser und je fortgeschrittener der Abend, desto lockerer wird die Zunge, schnell sind Internas erzählt, gar nicht mal bewußt, die besser ungesagt geblieben wären.
Das ist mindests so ergiebig wie die Fahrt im ICE oder der Wartebereich eines Flughafens. “Social Engineering” ist eine der effizientesten Methoden, um an Geheimnisse heranzukommen.
Eine Studie von Corporate Trust, einer Firma, die ihr Geld mit “business risk & crisis management” verdient, brachte einige Erkenntnisse: (weiterlesen…)
Weiterlesen: Datenschutz, Verhaltensweisen, Mobiles Arbeiten, Coworking
Geschrieben von Alexander Greisle am 16. April 2008, Lizenz
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Eindeutige Personensuche im Netz. Contest von Spock.com beendet.
Lieschen Müller oder Lieschen Müller? Die größte Herausforderung für Personensuchmaschinen ist das Auflösen von Namenskonflikten und die richtige Zuordnung gefundener Inhalte. Hier kranken eigentlich alle bekannten Personensuchmaschinen. Wohl dem – oder gerade auch nicht – der einen mehr oder weniger eindeutigen Namen hat.
Vor einiger Zeit hat die Personensuche Spock, die den Hype zu Personensuchmaschinen ins Rollen brachte, einen mit 50.000 $ dotierten Wettbewerb ausgeschrieben, um eben jenes Problem zu lösen. Lange hatte man nichts mehr davon gehört, jetzt sind die Gewinner bekannt. Es handelt sich um ein Team aus Deutschland, sechs Personen der Bauhaus-Universität Weimar um Professor Dr. Thomas Stein.
“Information is Nothing without Retrieval”, so das Motto des Lehrstuhls.
Von den weiteren 1500 Einsendungen wird Spock ebenfalls profitieren. Kleiner Nebenaspekt: Hier zeigt sich wieder einmal der Nutzen davon, die Öffentlichkeit und die Kunden in die Entwicklungsprozesse einzubeziehen.
Ich bin gespannt, wann die Ergebnisse in Spock implementiert sind. Beim schnellen Test gerade eben konnte ich noch keine Optimierung erkennen. Es wird wohl noch etwas Zeit brauchen, um die sicher nicht trivialen Verfahren zu implementieren. Trotzdem zeigt es sich, dass man das Thema der Personensuche, insbesondere für die digitale Reputation, nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Die Technologie macht rasante Fortschritte.
Weiterlesen: Personensuche, Internetrecherche, Digitale Reputation, Open Innovation, Innovationsprozesse
Geschrieben von Alexander Greisle am 9. März 2008, Lizenz
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Die Zukunft der digitalen Reputation
Lesestoff: Das Buch The Future of Reputation: Gossip, Rumor, and Privacy on the Internet von Daniel J. Solove steht unter einer Creative Commons Lizenz zum Download bereit.
Noch hat mir die Zeit gefehlt, das Buch anzulesen. Aber das heißt ja nicht, dass Sie nicht schon anfangen dürfen ;-)
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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. Februar 2008, Lizenz
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Praxistest Datensammlung im c't-Magazin
Fast scheint es, als sei heute Tag des Datenschutzes im work.innovation Blog. Folgende Seite möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:
Das c’t-Magazin hat Passanten mit fadenscheinigen Angaben auf offener Strasse nach persönlichen Daten befragt. Auch vor der Preisgabe von Bankverbindungen und dem Ausrupfen eines Haares für eine DNA-Analyse schreckte offenbar kaum einer der Passanten zurück. In Wort und Video dokumentiert ist das Fiasko hier: Der c’t magazin Praxistest: Was verraten Passanten einem Datensammler?
Er sieht aber auch vertrauenswürdig aus, dieser nette Herr mit der schönen Brille…
“Unser Experiment belegt: Viele Menschen machen sich viel zu wenig Gedanken über den Datenschutz. Mit den gesammelten Daten hätten wir problemlos im Internet einkaufen können, wir hätten nach Belieben Telefonverträge im Namen völlig fremder Menschen abschließen oder bestehende Verträge abändern können. Und wir hätten sogar die Möglichkeit gehabt, die Konten der allzu vertrauensseligen Passanten leer zu räumen. Selbstverständlich haben wir alle „Teilnehmer“ unseres Experiments später aufgeklärt. Nur die wenigsten waren wirklich erschrocken über ihr eigenes Verhalten.”
Und dabei sind die hier im Fazit aufgezeigten Gefahren des offensichtlich einfach möglichen vollständigen Identitätsdiebstahls nur die Spitze des Eisbergs. Na ja, wird schon nicht so schlimm werden. Oder?
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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. Februar 2008, Lizenz
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