Hat man des öfteren die Chance, Projekte und neue Themen in größeren oder “bewährten” Organisationen anzugehen, dann kommen einem die Statements aus der folgenden Grafik nur allzu bekannt vor:

Quelle: Kriegesmann, Kerka, Kley: Orientierung für den Aufbruch zu Neuem, 2007 (siehe zu Guttenberg-Gedenkfußnote unten)
Andererseits erlaubt sie auch die Neujustierung der eigenen Einstellung. Aus den 43 % ohne Einwände oder Bedenken lässt sich eine Menge machen. Gelingt es, diese Masse zu nutzen, bekommt die Innovation einen positiven Drive. Dieser wiederum wird einen wichtigen Teil der Skeptiker konvertieren und plötzlich sind die Befürworter in der Mehrzahl. Darin und in gezielten, stichhaltigen Gegenargumenten zu den aufgeführten
Dabei ist es wichtig, dass die Gegenargumente alle vier unterschiedlichen Denktypen ansprechen (in Anlehnung an das 4-mat-Modell von Kolb/McCarthy, 1979):
- “Seher”, die sich über die potenziellen (persönlichen) Vorteile motivieren lassen.
- “Leidende”, die über die Konsequenzen durch die nicht genutzten Möglichkeit angeregt werden.
- “Wissen-Woller”, die nicht genug Informationen haben können, um sich sicher zu fühlen.
- “How-To-Denker”, die detaillierte Anleitungen benötigen, um Angst bzw. übertriebenen Respekt vor den Neuerungen abzulegen.
Gesagtes gilt nicht nur für Produktinnovationen, wie sie die der Grafik zugrundeliegende Studie behandelt. Es gilt für alle Veränderungsprozesse. Vorwärts geht es, wenn die Trägheit überwunden ist.
Fußnote: Gefunden habe ich die Grafik im lesenswerten Aufsatz von Bernd Kriegesmann, Friedrich Kerka und Thomas Kley: Orientierung für den Aufbruch zu Neuem – Zur Kultur des Umgangs mit Innovationsideen in den frühen Phasen von Innovationsprozessen in: Kriegesmann/Kerka (Hrsg.): Innovationskulturen für den Aufbruch zu Neuem, Gabler, 2007, Seite 45 ff. (via Google Books oder Innovationskulturen für den Aufbruch zu Neuem
).