Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Sind “wir” die Zukunft der Arbeit? Natürlich, aber in welcher Form? Haben alte, zentrale Firmenstrukturen jetzt und in Zukunft tatsächlich ausgespielt? Was kommt?

Markus Albers, der schon das Buch Morgen komm ich später rein geschrieben hat, hat zehn Thesen aus Diskussionen und Gesprächen abgeleitet:

  1. Es gibt keine verlässliche Lebensplanung mehr
  2. Die Jungen stehen den starren sozialen Strukturen mehr als skeptisch gegenüber
  3. Die Arbeit findet nicht mehr hauptsächlich in den Büros statt
  4. Individualität als Lebensziel wird immer wichtiger
  5. Das Internet ermöglicht umwälzende neue Kommunikations- und Bildungsmöglichkeiten
  6. Beruf wird endlich Berufung und das aus Leidenschaft
  7. Personal Branding ist wichtiger als mit einmal gelerntem zu funktionieren
  8. Wir werden damit glücklicher
  9. Wir werden dort arbeiten, wo wir uns wohl und zufrieden fühlen
  10. Weil wir uns dabei verstärkt die Sinnfrage stellen wird soziales Engagement zunehmen.

Diesen Thesen geht er in seinem neuen Buch nach: Meconomy. Wie wir in Zukuft leben und arbeiten werden – und warum wir uns jetzt neu erfinden müssen.. Markus beschreibt einen Entwurf für die Zukunft der Arbeit, die sehr selbstbestimmt und positiv ist, aber mit deutlich weniger Sicherheit auskommen muß. Und die natürlich ihre eigenen Herausforderungen hat, für die wir uns besser heute schon fit machen.

“Manchmal müssen wir aus der Bahn geworfen werden, um zu wissen, wo es hingehen soll. Spätestens die Weltwirtschaftskrise hat uns die Grenzen vieler Werte und Regeln aufgezeigt, die noch unseren Eltern Sicherheit und Verlässlichkeit boten: der tägliche Weg ins Büro? Der lebenslange Job? Die großen Unternehmensmarken? Die Altervorsorge? Marode oder hinfällig. Stattdessen erwartet uns ein Leben, das wir schon seit einigen Jahren vorgeschmeckt haben, das wirklich zu kosten uns aber immer zu risikoreich erschien. Ein Leben, das uns Freiheiten, Entscheidungsoptionen und Wege der Selbstverwirklichung eröffnet, die noch vor kurzem undenkbar waren.”

Was bedeutet das für den Einzelnen? Mehr Verantwortung, sicher, mehr temporäre Unsicherheit. Aber auch mehr Freiheiten, mehr Selbstbestimmung, mehr Zufriedenheit – wenn wir uns darauf einlassen. Nicht unbedingt weniger Abhängigkeiten. War man früher vom Wohl und Wehe des Arbeitgebers abhängig, so ist man es jetzt von seinen Auftraggebern. Mit einem Unterschied: Man kann bewußter und besser steuern und gegensteuern. Die Herausforderung ist, dass wir wieder viel mehr zu den aktiven Gestaltern unseres Lebens werden.

Das ist nicht einfach und deshalb will Albers mit seinem Buch Mut machen:

“’Meconomy’ ist dabei ein unbedingter Aufruf zur Tätigkeit. Ein optimistischer Gegenentwurf zu Weltuntergangsszenarien, Krisendepression und Passivitätslehren von ‘Durchtauchen’, Aushalten und Abwarten. Es ist ein Lebensbaukasten – die Aufforderung, seine Existenz nicht zu erleiden, sondern aktiv zu formen.”

Ich mag diesen Ansatz.

Das Buch zeigt einen realistischen Entwurf für ein Leben in der neuen Arbeitswelt. Meconomy ist ein Impulsgeber, ein Nachdenkbuch. Abzuarbeitende Schritt-für-Schritt-Anleitungen finden Sie nicht – die kann es ja in einer individuellen Welt auch gar nicht geben, oder? -, praktische Anregungen dagegen jede Menge.
Was noch zu sagen bleibt: Angereichert mit vielen Interviews mit Persönlichkeiten, die diesen Lebensstil heute schon pflegen, und mit Expertenstatements liest sich das Buch sehr flüssig.

Selbst am Bildschirm, denn das Buch ist als E-Book erschienen. Ein mutiger, aber für dieses Thema durchaus konsequenter Test. Ich finde es durch Format und Layout angenehm auf dem Bildschirm zu lesen. Aber das ist vielleicht nicht jedermanns Sache, deshalb: auf totes Holz dürfen Sie das Buch natürlich auch drucken ;-).

Vorteilsaktion bis zum 04.02.2010

Damit Sie auch einen Einblick in die Meconomy verschaffen können, bietet Markus Albers allen Lesern des work.innovation Blog bis zum 04.02.2010 das Buch zum Sonderpreis von 5,99 Euro (statt 9,99 Euro) über seinen Buchshop an. Geben Sie dazu bei der Bestellung im Shop auf meconomy.me nach dem Klick auf den Bestellbutton den Discount-Code “WorkInnovation” (ohne Anführungszeichen) ein.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 26. Januar 2010, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Wahrscheinlich haben es die interessierten Leser bereits gemerkt: Es gibt ein neues Buch. Diesmal von Markus Albers mit dem motivierenden Titel: Morgen komm ich später rein. Für mehr Freiheit in der Festanstellung. (zur Homepage des Buches)

Vorab: Das Buch ist eine klare Leseempfehlung für alle Angestellten und deren Chefs. Vielleicht ist das freie, flexible Arbeiten ja doch nicht nur für Selbständige machbar? Keine Anwesenheitspflicht, kein Schreibtischzwang, das Ergebnis zählt. Markus Albers zeigt Ansätze und Lösungswege auf – es geht!

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Geschrieben von Alexander Greisle am 15. August 2008, Lizenz
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Rubrik: Business Development 

Niemand wünscht es sich im unternehmerischen Alltag, trotzdem passiert es: Eine Forderung fällt aus, der Kunde zahlt nicht. Gerade für kleine Unternehmen reißt eine ausgefallene Forderung häufig schmerzliche Lücken. Dr. Ellen Ulbricht beschreibt in ihrem Praxishandbuch Forderungsmanagement wie Selbstständige und kleine Unternehmen mit diesem Risiko umgehen können.

Eine Lehre aus der Lektüre des Buches ist, dass Forderungsausfälle eben nicht unbeeinflußbares Schiksal sind. Proaktives Handeln und ein schlankes, aber wirkungsvolles Risikomanagement helfen gerade kleinen Unternehmen dabei, mögliche eigene Liquiditätsprobleme durch Zahlungsausfälle zu vermeiden.

Dabei geht sich nicht nur auf die juristischen Aspekte ein. Wertvoll wird das sehr praxisorientierte und gut lesbare Buch durch die vielen Hinweise, wie der Unternehmer proaktiv tätig werden kann. Sei es durch die konsequente Kundenbeobachtung, die richtige Absicherung von Geschäften, die Vertragsgestaltung oder ein professionelles Forderungsmanagement. Auch die Frage, wie Sie offene Forderungen trotz drohendem Zahlungsausfall zu Geld machen, wird behandelt.

Praxistipps und Checklisten helfen, die Erkenntnisse in den betrieblichen Alltag zu integrieren. Kennen Sie beispielsweise die typischen Schuldnertricks und wissen Sie, wie Sie sich davor schützen?

Kleiner Wermutstropfen: Die juristischen Hinweise basieren auf österreichischem Recht, das dem deutschen zwar oft ähnlich ist – aber eben nicht identisch. Nichtsdestotrotz ist das Buch von Dr. Ellen Ulbricht auch für deutsche und schweizerische Selbständige und Kleinunternehmer eine klare Leseempfehlung. Dafür sorgen die vielen Tipps, die helfen, es erst gar nicht zum äußersten kommen zu lassen.

Dr. Ellen Ulbricht: Forderungsmanagement. Praxishandbuch für Selbstständige und kleine Unternehmen. Verlag Österreich GmbH, 2007, ISBN: 9783704650368

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Geschrieben von Alexander Greisle am 25. September 2007, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Bücher über Zeitmanagement gibt es viele, Bücher über Outlook auch. Jetzt gibt es ein Buch über Zeitmanagement mit Outlook. Von einem recht prominenten Autorenteam: Lothar Seiwert, dem deutschen Zeitmanagement-Papst, Holger Wöltje, einen Trainer und Coach, und Christian Obermayr, Produktmanager für Office bei Microsoft.

Man merkt dem Buch an, dass die Autoren wissen, von was sie schreiben. Die bekannten Methoden für das Zeitmanagement sind verpackt in praktische und gut nachvollziehbare Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Dazu gehört auch und gerade der Umgang mit E-Mails und die Zusammenarbeit im Team. Das Zusatzprogramm OneNote, ebenfalls von Microsoft, wird zur Verwaltung von Ideen und Notizen in einem Abschnitt mit behandelt.

Alles in allem: Gut verständlich für den Neuling in Outlook, aber auch für die alten Hasen hat es gute Tipps dabei. Der Schreibstil ist locker und gut verständlich, die Aufmachung sehr übersichtlich.

Neben dem Buch erhält ma eine DVD mit ca. dreistündigem Video-Seminar. Was ich allerdings noch nicht angesehen habe.

Ein sehr lesenswertes Buch.

Link zu Amazon

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Geschrieben von Alexander Greisle am 22. Dezember 2005, Lizenz
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