Rubrik: Datenschutz + Privacy 

aus Spaß wird schnell mal Ernst.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 14. März 2009, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft | Internet | Medienkompetenz 

Joachim Zischke hat mich für sein Dialogus Magazin zu einem E-Mail-Gespräch über digitale Identitäten eingeladen. Es ging um die eigene digitale Identität im Netz, die Datenspuren, die wir bewußt und unbewußt hinterlassen und die Datensammlung wirtschaftlicher und staatlicher Stellen. Es war ein gutes, anregendes Gespräch, danke Joachim Zischke.

Joachim Zischke: Haben wir überhaupt noch eine Chance, George Orwells Beschreibung einer negativen Utopie oder, wie die anglo-amerikanische Literaturwissenschaft es benennt, einer dystopischen Gesellschaft nicht Wirklichkeit werden zu lassen?

Alexander Greisle: Warum nicht? Lassen Sie uns das Thema optimistisch angehen. Wahrscheinlich ist es so, dass es uns in ein paar Jahren suspekt vorkommen wird, wenn wir über eine Person nichts im Internet finden. Der Begriff der Privatsphäre, wie wir ihn noch vor fünf oder zehn Jahren hatten, der ist überholt. Ich bin aber auch überzeugt, dass die Vorstellung einer Gesellschaft ohne Privatsphäre nicht eintreten wird. Das Leben ist nicht schwarz-weiß, sondern besteht aus Graustufen.

Wir müssen aber etwas dafür tun. Wie hell das Grau wird, das können wir schon ein Stück weit selbst beeinflussen, [...]

Sie können das Interview komplett nachlesen im Dialogus Magazin – Du und Deine digitale Identität.

Es gibt dort noch einige weitere lesens- und nachdenkenswerte Artikel rund um das Thema. Viel Spaß beim Schmökern.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 2. Oktober 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy 

...kommt von der Datenschutzbeauftragten der Stadt Moers, Frau Sabine Meinke-Henn. Im Interview mit dem Online-Magazin DerWesten geht es um Videoüberwachung, im speziellen um geplante Videoüberwachung in Schulen. Frau Meinke-Henn meint, dass man selbstbestimmt in der Entscheidung ist, ob man videoüberwacht wird:

“Wenn zum Beispiel die Fahrradständer bewacht werden, weil den Schülern ständig die Räder geklaut werden, ist jedem selbst überlassen, ob er sich filmen lässt. Wer nicht aufs Band möchte, muss sich eben überlegen, ob er mit dem Rad zur Schule kommt.” (Quelle: DerWesten)

Alles nicht so schlimm, meint die so betitelte “Datenschutzbeauftragte”, frei nach dem Motto “Pech gehabt”:

“Meinke-Henn: Naja, wenn ich jetzt gedankenverloren auf dem Schulhof stehe und in der Nase bohre, kann ich auch Pech haben. Aber auch hier gilt eben, dass ich ein Stück weit selbstverantwortlich bin. Die überwachten Ecken sind zudem gut sichtbar gekennzeichnet. Und selbst das Nasebohren muss niemandem auffallen, obwohl es aufgezeichnet wurde.” (ebenda)

Begreifen Sie es halt nicht als Einschränkung Ihrer persönlichen Freiheit, wenn Sie nicht mehr in der Nase bohren oder mit dem Rad fahren können, weil Sie nicht gefilmt werden wollen. Begreifen Sie es lieber als Freiheit, dass Sie nicht mit dem Rad fahren müssen.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 29. August 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft | Medienkompetenz 

Ein handfester Telekom-Skandal und weitere Unternehmen, die im Zuge dessen in Verdacht stehen. Vorratsdatenspeicherung, zunehmende Videoüberwachung allerorten, Terrorangst der Politiker. Google hat erklärtermaßen zum Ziel, die Nutzer so gut zu kennen, dass Lebensempfehlungen gegeben werden können. Die Liste lässt sich fast endlos fortsetzen.

Zweifellos: Der Datenschutz – vor kurzem noch als Spaßbremse verschrien – erlebt ein fulminantes Comeback.

Ich will mal versuchen, meine Gedanken hierzu in einen halbwegs gut strukturierten Text zu schreiben. Vielleicht bringen Sie ja etwas Zeit mit?

(weiterlesen…)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 21. Juni 2008, Lizenz
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Rubrik: Information Worker | Neue Arbeitsformen | Internet 

In der aktuellen c’t kann man einen Test lesen, bei dem Onlinedienste für Backups geprüft wurden. Eine Vorabversion gibt’s online: c’t-Test: Online-Backups mit schweren Sicherheitsproblemen

“Die verwundbaren Hoster sind anscheinend ihren eigenen Werbekampagnen aufgesessen”

Ein Test, der meine Einschätzung bestätigt: Online-Dienste sind überwiegend nett zum Ausprobieren. Für professionelle Nutzung kommen sie aber meistens (noch?) nicht in Frage. Dazu sind Firmendaten, vor allem die von und über Kunden, zu wichtig.

Probleme mögen zwar im Artikel nur für Backup-Angebote nachgewiesen worden sein, jedoch sind die Ursachen grundlegend für alle Arten von Online-Diensten:

  • Abhängigkeit von der (manchmal vermeindlichen und nur schwer nachprüfbaren) Kompetenz
  • Abhängigkeit von der Güte oder Nicht-Güte der technischen Infrastruktur
  • Abhängigkeit von den tagesaktuellen organisatorischen Gegebenheiten
  • Abgabe der Kontrolle über die eigenen Daten
  • Unsicherheit, wer mit welchen Interessen am Anbieter beteiligt ist
  • Hohe Anforderungen bei Datenschutz und Datensicherheit (besonders im professionellen Umfeld)

Sind die Online-Dienste also überflüssig? Nein, denn es hat nichts mit Funktionalität zu tun, sondern mit Vertrauen. Ich bin überzeugt, dass der Durchbruch auch im professionellen Bereich kommt. Voraussetzung: Die Dienste werden für den sicheren Betrieb in der eigenen Unternehmensinfrastruktur angeboten.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. Mai 2008, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Datenschutz + Privacy 

Der Tag war anstrengend. Das erste Bier gegen den Durst, das zweite für die schnelle Entspannung und das dritte gegen Unmut, alleine da zu sitzen (wohlgemerkt, wir reden über bayrische Portionen, nicht über rheinländische ;-). Die Nachbarin nebenan ist nett, man kommt ins Gespräch. Berufliches. Je leerer die Gläser und je fortgeschrittener der Abend, desto lockerer wird die Zunge, schnell sind Internas erzählt, gar nicht mal bewußt, die besser ungesagt geblieben wären.

Das ist mindests so ergiebig wie die Fahrt im ICE oder der Wartebereich eines Flughafens. “Social Engineering” ist eine der effizientesten Methoden, um an Geheimnisse heranzukommen.

Eine Studie von Corporate Trust, einer Firma, die ihr Geld mit “business risk & crisis management” verdient, brachte einige Erkenntnisse: (weiterlesen…)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 16. April 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy 

Fast scheint es, als sei heute Tag des Datenschutzes im work.innovation Blog. Folgende Seite möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Das c’t-Magazin hat Passanten mit fadenscheinigen Angaben auf offener Strasse nach persönlichen Daten befragt. Auch vor der Preisgabe von Bankverbindungen und dem Ausrupfen eines Haares für eine DNA-Analyse schreckte offenbar kaum einer der Passanten zurück. In Wort und Video dokumentiert ist das Fiasko hier: Der c’t magazin Praxistest: Was verraten Passanten einem Datensammler?

Er sieht aber auch vertrauenswürdig aus, dieser nette Herr mit der schönen Brille…

“Unser Experiment belegt: Viele Menschen machen sich viel zu wenig Gedanken über den Datenschutz. Mit den gesammelten Daten hätten wir problemlos im Internet einkaufen können, wir hätten nach Belieben Telefonverträge im Namen völlig fremder Menschen abschließen oder bestehende Verträge abändern können. Und wir hätten sogar die Möglichkeit gehabt, die Konten der allzu vertrauensseligen Passanten leer zu räumen. Selbstverständlich haben wir alle „Teilnehmer“ unseres Experiments später aufgeklärt. Nur die wenigsten waren wirklich erschrocken über ihr eigenes Verhalten.”

Und dabei sind die hier im Fazit aufgezeigten Gefahren des offensichtlich einfach möglichen vollständigen Identitätsdiebstahls nur die Spitze des Eisbergs. Na ja, wird schon nicht so schlimm werden. Oder?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. Februar 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft 

Freitagabend. Entspannung. Krimizeit in Deutschland. Heute im Programm: Soko Leipzig im Zweiten.

“Schade, dass wir in Deutschland das Telefon des Strafverteidigers nicht überwachen dürfen”, beschwert sich die junge Kommissarin. Um kurz danach, nachdem in der Polizeidatenbank nichts gefunden wurde, im Melderegister (oder einer anderen Datenbank) die persönlichen Daten ihres vorabendlichen Blind-Dates abzucheken.

Wahrscheinlich findet sie es auch schade, dass es das geplante neue Melderegister mit eindeutiger Personenkennziffer noch nicht gibt. Damit wäre doch die Recherche nach dem Blind-Date so viel einfacher. Obwohl, irgendwie muss sie dieses ja schon gehabt haben, bei ihrer Recherche.

Gut, dass das nur ein durchschnittlicher Freitagabendkrimi war. Die beiden gruseligsten Szenen kennen Sie jetzt.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. Februar 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft 
“Limbach: Gewiss wird es Widerstände geben, nicht zuletzt von denen, die meinen, angesichts der Terrorgefahr müsse ‘über Grundrechte neu nachgedacht’ werden. Aber diese Grundrechte sind ja gerade für solche krisenhaften Zeiten gedacht und gemacht worden.”

Interview von Heribert Prantl mit der ehemaligen Präsidentin des Verfassungsgerichts Jutta Limbach zu anstehenden Neubesetzungen am Bundesverfassungsgericht (Süddeutsche Zeitung vom 24.9.2007)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 24. September 2007, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft 
“Mehr als 20.000 Bilder hat Hasan Elahi bereits online gestellt, pro Tag werden es jeweils ungefähr hundert mehr. Er will als freiwillig gläserner Bürger mit dieser Informationsflut für sich selbst eine Art Dauer-Alibi schaffen …”

aus: Telepolis: Der gläserne Terrorverdächtige.

Ist das die Informationelle Fremdbestimmung, wie Prof. Miriam Meckel die aktuellen Tendenzen umschreibt, in der selbstbestimmten Version? Wäre das in der absehbaren Komplexität überhaupt leistbar?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 16. September 2007, Lizenz
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