Rubrik: Information Worker | Informationsgesellschaft 

Jetzt schreibe ich doch noch was zur Schirrmacher-Diskussion. Was kurzes, praktisches, nichts philosophisch-gesellschaftliches. Versprochen, wegen Ihrer Fokussierung.

Auf eine Diskussion auf der isarrunde antwortet Frank Schirrmacher:

“Multitasking, wie Nicholas Carr zu Recht schreibt, ist deshalb ein Problem, weil wir im Informationszeitalter gezwungen sind, nur noch zu multitasken.”

Das zeigt doch sehr schön den Holzweg. Wie weit sind wir gekommen, wenn wir “gezwungen” sind zu multitasken? Wer zwingt uns zum Info-Masochismus? Outlook? Microsoft? Gar Bill Gates persönlich? Der liebe Gott? Oder doch nur wir persönlich, jeder für sich?

“Der Einwand, schalte doch deine Geräte ab ist [...] abwegig [...]”

Irrtum. Genauso einfach ist es. Denn “Ausschalten” ist erst in zweiter Konsequenz ein technischer Vorgang. Hauptsächlich ist Ausschalten ist eine bewußte, selbstbestimmte Entscheidung. Nicht mehr, nicht weniger, und doch genau der Kern. Natürlich, jetzt kann man einwenden, das sei so als einem Raucher zu erklären, er müsse doch nur die Zigarette weglegen. Ja, stimmt. Wenn es wie Entzug anmutet, dann wird es höchste Zeit.

Persönliches Informationsmanagement ist das Wiedergewinnen der Selbstbestimmtheit.

Wer sich von der Informations- und Kommunikationsvielfalt überlastet sieht, sollte den schwarzen Peter nicht der Technik geben. Die ist so gut wie das, was wir daraus machen. Am besten beginnt man, ganz wie im richtigen Leben, auch hier mit dem Kehren vor der eigenen Haustür: Was sind meine Prioritäten? Was will ich wirklich wirklich? Wer und was hilft mir dabei?

Diese Überlegungen helfen sehr dabei, eine Schneise in die Informationsfülle zu schlagen. Und: Hat man das für sich klar gezogen – allerdings ist das ein andauernder Prozess, keine einmalige Aktion -, dann kann man loslassen, ganz intuitiv.

P.S.: Aus den 68’ern ist auch was ordentliches geworden, obwohl sie nackig in Woodstock mit einem Joint in der Hand getanzt haben. Wird mit den informationsverrauschten Internetkids genauso sein.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 22. Dezember 2009, Lizenz
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Rubrik: Informationsgesellschaft | Internet 

A Day in the Internet
Created by Online Education, via Richard Gutjahr auf Twitter

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Geschrieben von Alexander Greisle am 11. Dezember 2009, Lizenz
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Rubrik: Information Worker 

Schon 2007 hat basex.com eine Studie gemacht, der Titel ist die Conclusio: Information Overload: We have met the enemy and he is us. Stephan Voigt hat dazu, auch schon vor längerer Zeit, einen kleinen Blogbeitrag dazu geschrieben.

Sein Fazit:

“Yes, the enemy is us. We produce the information overload, we interrupt others, we send email with attachments without thinking because it’s easy to do.”

Wenn es so ist, dass jeder von uns selbst am Information Overload schuld ist, dann ist das allerdings sehr positiv. Denn dann können wir selbst etwas dagegen tun.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 21. September 2009, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Informationsgesellschaft 
“Is your critical mind eager to change the world? Do you think there are new and better ways to work and live?”

Kein geringer Anspruch, den sich die sechs Initiatoren von Palomar5 da gesetzt haben. Das spannende Format – 30 Digital Natives arbeiten sechs Wochen am Stück gemeinsam an ihren Visionen zum Leben und Arbeiten in der Zukunft – verspricht viel. Sie merken, ich bin gerade sehr begeistert:

Wer sechs Wochen vor Ort intensiv an den Zukunftsthemen arbeiten will, der kann sich hier bewerben.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 7. August 2009, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Informationsgesellschaft 

Ab und an kann man lesen, dass die Digital Natives die Ureinwohner des Internet seien. Ein schönes Bild, aber falsch. Die Ureinwohner des Internet haben mit Gopher statt dem WWW gearbeiten, dort mit der oft zickigen Veronica noch richtig gesucht statt schnell mal “gegoogelt”, sie haben Filesharing mit FTP betrieben und sie haben Jakob Nielsen als Usability-Guru des Internet verehrt.

Digital Natives sind mit dem Internet aufgewachsen, integrieren die vielen Möglichkeiten wie selbstverständlich in den Lebensalltag. Sie kämen niemals auf die Idee, das Internet als irgendein mehr oder weniger seltsames “Add-on zum realen Leben” zu sehen. Und Digital Natives finden immer noch kursierende Umfragen über die Nutzungshäufigkeit des Internet (“< 1x die Woche, 1x pro Woche, Mehrmals pro Woche (Wow!), 1x pro Tag, Mehrmals pro Tag”) reichlich abstrus.

Das führt dazu, dass sich die vielfältigen Kommunikations-, Zusammenarbeits- und Informationsmöglichkeiten auch in den Arbeitsalltag wie selbstverständlich einfügen. Das nun alleine unter Software- und Technikgesichtspunkten zu sehen springt viel zu kurz. Es geht hier um eine Veränderung der Arbeitskultur: (weiterlesen…)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 9. Juli 2009, Lizenz
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Rubrik: Informationsgesellschaft 

Was wohl mit den traditionellen Medien passiert, wenn Google sie aus den Trefferlisten streicht oder nach hinten verbannt? Was wohl mit Spiegel und Co. passiert, wenn sie in der Onlinediskussion der digitalen Generationen nicht mehr berücksichtigt werden?

Hubert Burda fordert in der FAZ ein neues Leistungsschutzrecht für Verlage: Wir werden schleichend enteignet.

Würde ich jetzt aus eben jenem Artikel zitieren, dann könnte nach den Vorstellungen von Herrn Burda vielleicht schon aus dem reinen Zitat eine kommerzielle Nutzung und damit eine Zahlungsverpflichtung entstehen. In bester alter Tradition sollte es dafür natürlich auch eine Art Gema geben. Mit diesem Leistungsschutzrecht, so die Idee, würden die Leistungen der Schaffenden und natürlich die wirtschaftlichen Interessen der Verlage und Medienunternehmen besser gewürdigt.

Das kann man so sehen. Ich wage aber zu bezweifeln, dass Herr Burda damit das erreichen würde, was er will. Warum?

  1. Es würden im Netz noch schneller neue substituierende Angebote entstehen. Diese Entwicklung läuft ohnehin schon, sie würde beschleunigt.
  2. Digitale Generationen lesen ohnehin kaum noch Zeitungen und auch TV ist out. Die Konsequenz: Wenn sich beide durch Leistungsschutzrechte im Internet selbst aussperren, dann verschwinden sie komplett aus der Wahrnehmung der potenziellen Kunden. Ob das eine kluge unternehmerische Strategie ist?

Natürlich sind das unsichere, meinungsgeprägte Prognosen. Über deren Wahrscheinlichkeit haben Sie sicher eine eigene Meinung. Sollten diese so oder so ähnlich eintreten, dann allerdings wären die Ideen von Herrn Burda grandiose Rohrkrepierer.

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Weitere lesenswerte Meinungen dazu bei BWL 2.0, Perlentaucher und medial digital

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Geschrieben von Alexander Greisle am 6. Juli 2009, Lizenz
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Rubrik: Information Worker | Feuilleton 

Fühlen Sie eine gewisse Verbundenheit mit Zeitgenossen, die verbissen in den Blackberry tippen? Ist Koffein genauso wichtig für Ihr Überleben wie die tägliche Dosis RSS-Feeds? Kommt es Ihnen so vor, als ob Giga- und Terrabyte als Maßgrösse ähnlich antiquiert ist wie eine Diskette (Diskette?)? Der Entzug von E-Mail und Handy ist schlimmer als Zahnschmerz?

Dann leiden Sie vielleicht auch unter dem IOS, dem Information Overload Syndrom. Doch sehen Sie selbst:

Satire schrammt manchmal schon arg nahe an der Realität vorbei…

via Berufung Selbständig

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Geschrieben von Alexander Greisle am 22. Juni 2009, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen | Informationsgesellschaft 

Standard vs. indivduell? Mit oder ohne mittleres Management? Beruf vs. Spaß? Jobs, die es heute noch gar nicht gibt? Spannende Fragen in einem studentischen Beitrag und Interview mit Markus Albers.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 20. Februar 2009, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft 
“Das Leben ohne Classwatch ist total undenkbar für eine Schule im Zentrum Londons.” Damit wirbt die britische Firma Classwatch auf ihrer Webseite. Der Anbieter von Videokameras hat die Stockwell Park High School in London komplett vernetzt. Schulleiterin Judette Tapper ist begeistert: “Die Kameras haben eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Schule gespielt.” (Quelle: taz)

Hier geht es um 4-jährige Kindergartenkinder… Wohin steuern wir? Was richtet diese frühzeitliche “ubiquitous surveillance” Konditionierung an? Wollen wir das?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 4. Januar 2009, Lizenz
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Rubrik: Neue Arbeitsformen 

Es immer spannend, wenn man in New Work-Projekten mal mit den Azubis spricht oder mit Praktikanten frisch von der Uni. Man kann gut beobachten, wie diese in ein Korsett der Arbeitsweisen und -möglichkeiten gepresst werden, das gar nicht zu ihrer intuitiven, freien und flexiblen Art zu Arbeiten passt.

Die Oxygenz-Studie, welche von Johnson Controls und dem Möbelhersteller Haworth ins Leben gerufen wurde, frägt nun genau danach: Wie wollen die zukünftigen Mitarbeiter aus der GenY, die Digital Natives, arbeiten?

Erste Zwischenergebnisse liegen vor:

  • Sustainable: 95% want an environmentally aware workplace
  • Flexible: 57% prefer to work flexibly and chose when to work
  • Mobile: 78% prefer to be mobile rather than static workers
  • Unconventional: 40% of Gen Y would like to take their car to go to work,
    20% by public transport and 18% walking!
  • Collaborative: 39% of Gen Y prefer to have access to a team space and
    38% breakout spaces rather than a conventional meeting room

Warum entscheiden sich die jungen Nachwuchstalente der GenY für ein Unternehmen?

  1. Opportunities for Learning
  2. Work Colleagues
  3. Quality of Life

Die Studie läuft bis Januar 2009 noch weiter: Mitmachen bei der Oxygenz-Studie. Für März 2009 sind die finalen Ergebnisreports angekündigt.

Übrigens ist Oxygenz auch ein gutes Beispiel dafür, dass Umfragen nicht zwingend mit trockenen, langweiligen Ankreuzlisten realisiert sein müssen…

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Geschrieben von Alexander Greisle am 18. Dezember 2008, Lizenz
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