Epstein, Davila, Shelton zeigen in ihrem Buch Making Innovation Work eine Balanced Scorecard zur Erfolgsmessung von Innovationen vor.
Dabei werden vier Schlüsselfelder betrachtet:
- Inputs
- Prozesse
- Resultate
- Erträge
Unter den Bereich Inputs fallen die Bedingungen, unter denen Innovation statt findet: Manpower, Arbeitsumgebung, Ausstattung und Werkzeuge, aber auch weiche Faktoren wie Motivation und Innovationskultur.
Prozesse umfasst, wie die Bezeichnung schon nahelegt, die Vorgehensweisen, Methoden und Werkzeuge. Punkte sind unter anderem die Ideenfindung, das Technologie- und Trendscouting, die Bewertung von Innovationen, das Vorgehen bei der Umsetzung, usw.
Welche Resultate die Inputs und die Prozesse generieren wird im dritten Punkt erfasst. Welche neuen Produkte bzw. Produktverbesserungen gibt es? Wo ist die Kundenzufriedenheit gesteigert worden? Welche Services wurden verbessert bzw. neu geschaffen? Es gilt, Qualität, Quantität und die zeitlichen Aspekte zu bewerten. Eine enge Verzahnung mit der Unternehmensstrategie, Produktentwicklung und Kundenbetreuung hilft, die Resultate zu bewerten.
Schliesslich betrachten die Erträge die finanzielle Perspektive. Insbesondere die Profitabilität von Projekten und Prozessen, den ROI, den Markterfolg und mittel- bis langfristige strategische Effekte.
Wie jeder Ansatz muss auch das Innovationscontrolling auf die spezifische Situation angepasst werden. Und: Es ist ein Tool, keine Religion. Innovation braucht Freiheiten und Flexibilität, das Innovationcontrolling soll neben der reinen Erfolgsmessung vor allem auch Impulse zur Verbesserung des Umfeldes für Innovation geben.