Eindeutige Personensuche im Netz. Contest von Spock.com beendet.
Lieschen Müller oder Lieschen Müller? Die größte Herausforderung für Personensuchmaschinen ist das Auflösen von Namenskonflikten und die richtige Zuordnung gefundener Inhalte. Hier kranken eigentlich alle bekannten Personensuchmaschinen. Wohl dem – oder gerade auch nicht – der einen mehr oder weniger eindeutigen Namen hat.
Vor einiger Zeit hat die Personensuche Spock, die den Hype zu Personensuchmaschinen ins Rollen brachte, einen mit 50.000 $ dotierten Wettbewerb ausgeschrieben, um eben jenes Problem zu lösen. Lange hatte man nichts mehr davon gehört, jetzt sind die Gewinner bekannt. Es handelt sich um ein Team aus Deutschland, sechs Personen der Bauhaus-Universität Weimar um Professor Dr. Thomas Stein.
“Information is Nothing without Retrieval”, so das Motto des Lehrstuhls.
Von den weiteren 1500 Einsendungen wird Spock ebenfalls profitieren. Kleiner Nebenaspekt: Hier zeigt sich wieder einmal der Nutzen davon, die Öffentlichkeit und die Kunden in die Entwicklungsprozesse einzubeziehen.
Ich bin gespannt, wann die Ergebnisse in Spock implementiert sind. Beim schnellen Test gerade eben konnte ich noch keine Optimierung erkennen. Es wird wohl noch etwas Zeit brauchen, um die sicher nicht trivialen Verfahren zu implementieren. Trotzdem zeigt es sich, dass man das Thema der Personensuche, insbesondere für die digitale Reputation, nicht auf die leichte Schulter nehmen darf. Die Technologie macht rasante Fortschritte.
Weiterlesen: Personensuche, Internetrecherche, Digitale Reputation, Open Innovation, Innovationsprozesse
Geschrieben von Alexander Greisle am 9. März 2008, Lizenz
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