Rubrik: Information Worker | Gadgets | Technologien | Internet 

So kann Interaktion mit dem Netz in Zukunft aussehen: Nahtlos integriert, Projektion dynamischer Echtzeitelemente auf jede Fläche, Gestensteuerung und zur Not tippt man mit der rechten Hand auf der linken:

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Geschrieben von Alexander Greisle am 28. Juni 2009, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy 

aus Spaß wird schnell mal Ernst.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 14. März 2009, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft 
“Das Leben ohne Classwatch ist total undenkbar für eine Schule im Zentrum Londons.” Damit wirbt die britische Firma Classwatch auf ihrer Webseite. Der Anbieter von Videokameras hat die Stockwell Park High School in London komplett vernetzt. Schulleiterin Judette Tapper ist begeistert: “Die Kameras haben eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der Schule gespielt.” (Quelle: taz)

Hier geht es um 4-jährige Kindergartenkinder… Wohin steuern wir? Was richtet diese frühzeitliche “ubiquitous surveillance” Konditionierung an? Wollen wir das?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 4. Januar 2009, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy 

Eine sehr schöne interaktive Grafik gibt’s beim Handelsblatt online. Das Thema: Die Datenspuren, die jeder von uns ab dem morgendlichen Aufstehen hinterlässt:

Gläserne Kunden im Internet – Datensammler lauern überall

Doppelt gut: Super umgesetzt und bemerkenswert.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 14. November 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft | Internet | Medienkompetenz 

Joachim Zischke hat mich für sein Dialogus Magazin zu einem E-Mail-Gespräch über digitale Identitäten eingeladen. Es ging um die eigene digitale Identität im Netz, die Datenspuren, die wir bewußt und unbewußt hinterlassen und die Datensammlung wirtschaftlicher und staatlicher Stellen. Es war ein gutes, anregendes Gespräch, danke Joachim Zischke.

Joachim Zischke: Haben wir überhaupt noch eine Chance, George Orwells Beschreibung einer negativen Utopie oder, wie die anglo-amerikanische Literaturwissenschaft es benennt, einer dystopischen Gesellschaft nicht Wirklichkeit werden zu lassen?

Alexander Greisle: Warum nicht? Lassen Sie uns das Thema optimistisch angehen. Wahrscheinlich ist es so, dass es uns in ein paar Jahren suspekt vorkommen wird, wenn wir über eine Person nichts im Internet finden. Der Begriff der Privatsphäre, wie wir ihn noch vor fünf oder zehn Jahren hatten, der ist überholt. Ich bin aber auch überzeugt, dass die Vorstellung einer Gesellschaft ohne Privatsphäre nicht eintreten wird. Das Leben ist nicht schwarz-weiß, sondern besteht aus Graustufen.

Wir müssen aber etwas dafür tun. Wie hell das Grau wird, das können wir schon ein Stück weit selbst beeinflussen, [...]

Sie können das Interview komplett nachlesen im Dialogus Magazin – Du und Deine digitale Identität.

Es gibt dort noch einige weitere lesens- und nachdenkenswerte Artikel rund um das Thema. Viel Spaß beim Schmökern.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 2. Oktober 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy 

...kommt von der Datenschutzbeauftragten der Stadt Moers, Frau Sabine Meinke-Henn. Im Interview mit dem Online-Magazin DerWesten geht es um Videoüberwachung, im speziellen um geplante Videoüberwachung in Schulen. Frau Meinke-Henn meint, dass man selbstbestimmt in der Entscheidung ist, ob man videoüberwacht wird:

“Wenn zum Beispiel die Fahrradständer bewacht werden, weil den Schülern ständig die Räder geklaut werden, ist jedem selbst überlassen, ob er sich filmen lässt. Wer nicht aufs Band möchte, muss sich eben überlegen, ob er mit dem Rad zur Schule kommt.” (Quelle: DerWesten)

Alles nicht so schlimm, meint die so betitelte “Datenschutzbeauftragte”, frei nach dem Motto “Pech gehabt”:

“Meinke-Henn: Naja, wenn ich jetzt gedankenverloren auf dem Schulhof stehe und in der Nase bohre, kann ich auch Pech haben. Aber auch hier gilt eben, dass ich ein Stück weit selbstverantwortlich bin. Die überwachten Ecken sind zudem gut sichtbar gekennzeichnet. Und selbst das Nasebohren muss niemandem auffallen, obwohl es aufgezeichnet wurde.” (ebenda)

Begreifen Sie es halt nicht als Einschränkung Ihrer persönlichen Freiheit, wenn Sie nicht mehr in der Nase bohren oder mit dem Rad fahren können, weil Sie nicht gefilmt werden wollen. Begreifen Sie es lieber als Freiheit, dass Sie nicht mit dem Rad fahren müssen.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 29. August 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft 

Freitagabend. Entspannung. Krimizeit in Deutschland. Heute im Programm: Soko Leipzig im Zweiten.

“Schade, dass wir in Deutschland das Telefon des Strafverteidigers nicht überwachen dürfen”, beschwert sich die junge Kommissarin. Um kurz danach, nachdem in der Polizeidatenbank nichts gefunden wurde, im Melderegister (oder einer anderen Datenbank) die persönlichen Daten ihres vorabendlichen Blind-Dates abzucheken.

Wahrscheinlich findet sie es auch schade, dass es das geplante neue Melderegister mit eindeutiger Personenkennziffer noch nicht gibt. Damit wäre doch die Recherche nach dem Blind-Date so viel einfacher. Obwohl, irgendwie muss sie dieses ja schon gehabt haben, bei ihrer Recherche.

Gut, dass das nur ein durchschnittlicher Freitagabendkrimi war. Die beiden gruseligsten Szenen kennen Sie jetzt.

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Geschrieben von Alexander Greisle am 23. Februar 2008, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft 
“Limbach: Gewiss wird es Widerstände geben, nicht zuletzt von denen, die meinen, angesichts der Terrorgefahr müsse ‘über Grundrechte neu nachgedacht’ werden. Aber diese Grundrechte sind ja gerade für solche krisenhaften Zeiten gedacht und gemacht worden.”

Interview von Heribert Prantl mit der ehemaligen Präsidentin des Verfassungsgerichts Jutta Limbach zu anstehenden Neubesetzungen am Bundesverfassungsgericht (Süddeutsche Zeitung vom 24.9.2007)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 24. September 2007, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy | Informationsgesellschaft 
“Mehr als 20.000 Bilder hat Hasan Elahi bereits online gestellt, pro Tag werden es jeweils ungefähr hundert mehr. Er will als freiwillig gläserner Bürger mit dieser Informationsflut für sich selbst eine Art Dauer-Alibi schaffen …”

aus: Telepolis: Der gläserne Terrorverdächtige.

Ist das die Informationelle Fremdbestimmung, wie Prof. Miriam Meckel die aktuellen Tendenzen umschreibt, in der selbstbestimmten Version? Wäre das in der absehbaren Komplexität überhaupt leistbar?

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Geschrieben von Alexander Greisle am 16. September 2007, Lizenz
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Rubrik: Datenschutz + Privacy 

Stellen Sie sich vor, Sie sind Taxifahrer. Stellen Sie sich weiter vor, Sie haben das Glück, eine lukrative Fahrt zu machen, Sie werden 200 Euro verdienen. Nun sind Sie ein kundenorientierter Taxifahrer. Deshalb haben Sie auch nichts dagegen, wenn Ihr Fahrgast Sie darum bittet, dass er Ihr Handy verwenden darf. Natürlich wundern Sie sich etwas, wenn er darauf auch Rückrufe erhält und es doch recht intensiv (auf italienisch) nutzt. Sei es drum, er ist Kunde.

Dann gehen Sie nach Hause. Sie sind müde, es war ein anstrengender Tag. Morgens um 4 Uhr schepperts gewaltig, ruck-zuck sind Sie von einem Sondereinsatzkommando umzingelt, Sie werden aus dem Bett gezerrt. Draußen ist die Straße voller Einsatzwägen und -kräfte.

Nun haben Sie aber echtes Glück. Sie sind Verehrer vom König Ludwig II. und bringen das auch in Ihrer Wohnungsausstattung zum Ausdruck. Das kommt dem SEK dann auch gleich komisch vor: “Da ko doch wos ned schdimma”. Jemand, der Devotionalien des Bayrischen Kini sammelt, der kann unmöglich ein Mafiosi sein. So klärt es sich auf, dumm gelaufen. König Ludwig sei Dank, Sie konnten direkt vor Ort ein wertvolles Indiz Ihrer Unschuld abliefern. Der nette Hauptkommissar lässt Ihnen sogar seine Visitenkarte da und brummelt was von Entschädigung (nein, nicht von Entschuldigung).

Gibts nicht? Doch. Herrn Ludwig Zieglgänsberger, ein 69-jähriger Taxifahrer aus Unterhaching, ist das passiert. Nachzuhören im Podcast von Antenne Bayern (direkter Download: mp3).

Einige Dinge können wir lernen:

  1. Lassen Sie niemanden mehr mit Ihrem Handy telefonieren.
  2. Wenn Sie Ihr Handy verlieren: Schnellstmöglich über den Provider sperren lassen.
  3. Die Vorratsdatenspeicherung geht nach hinten los. Kriminelle werden sie nutzen um den Verdacht von sich abzulenken und falsche Spuren zu legen. Einmal mehr bleibt also eine Maßnahme übrig, die unbescholtene Bürger ganz real überwacht, die aber keinen Beitrag zur Sicherheit bringt.
  4. Besorgen Sie sich unbedingt Ihre persönliche König-Ludwig-II.-Fan-Grundausstattung fürs Wohnzimmer.

P.S.: Sehr schön auch der Schluß des Podcasts. Klar, jemanden der seit 31 Jahren Mitglied der CSU ist, den behandelt man so nicht :-)

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Geschrieben von Alexander Greisle am 12. August 2007, Lizenz
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